NTT Aktuell Januar 2015

Der "Nürnberger Trichter Telegraph" (abgekürzt "ntt") war in den Jahren 1967 bis 2000 das Mitteilungsblatt des Kurzwellenrings-Süd und besteht als Online-Version weiter.

Editor:
Prof. Dr. Hansjörg Biener (Hansjoerg_Biener@yahoo.de)
Neulichtenhofstr. 7, D-90461 Nürnberg.

Die Zusammenstellung des ntt nutzt neben eigener Recherche folgende Quellen
A-DX: e-Mail-Liste von Christoph Ratzer
BCDX: Wolfgang Büschel
DXLD: Glenn Hausers DX-Listening Digest

Date_of_Update


Allgemeines

Jahresbilanz der Pressefreiheit
Journalisten müssen immer öfter damit rechnen, bei ihrer Arbeit entführt zu werden: Im zu Ende gehenden Jahr hat Reporter ohne Grenzen weltweit 119 Entführungen von Journalisten gezählt – 37 Prozent mehr als 2013, als diese Zahl schon einmal deutlich gestiegen war. Das geht aus der am 16. Dezember veröffentlichten Jahresbilanz der Pressefreiheit 2014 hervor. Mehr als verdoppelt hat sich die Gesamtzahl der Journalisten (139) und Bürgerjournalisten (20), die vor Drohungen, Gewalt oder staatlichen Repressalien ins Ausland fliehen mussten. 66 Journalisten und damit etwas weniger als 2013 wurden wegen ihrer Arbeit getötet, ebenso 19 Bürgerjournalisten und elf Medienmitarbeiter.
„Die hohen Zahlen von Entführungen und Journalisten auf der Flucht zeigen, dass die Gefahren für Medienschaffende weltweit keineswegs geringer geworden sind“, sagte ROG-Vorstandssprecherin Astrid Frohloff. „In einigen Regionen erleben wir eine neue Qualität der Gewalt im Umgang mit Journalisten, die erschreckt: Medienwirksam inszenierte Enthauptungen durch den IS und massenhafte Übergriffe gegen Journalisten in einigen Ländern zeugen von einer menschenverachtenden Haltung und extremen Geringschätzung der Pressefreiheit. Journalisten dürfen nicht zur Verfügungsmasse für die Propaganda von Terrorgruppen, Kriminellen oder autoritären Staaten werden, sondern müssen gerade in Krisengebieten wirksamer als bisher geschützt werden.“
Das weltweit gefährlichste Land für Medienschaffende war 2014 wie schon im Vorjahr Syrien: Alleine dort wurden 15 professionelle Journalisten und 17 Bürgerjournalisten getötet sowie 27 Medienschaffende entführt. Zu den gefährlichsten Ländern und Territorien für Journalisten gehörten dieses Jahr auch die Palästinensergebiete (vor allem der Gazastreifen), der Osten der Ukraine, der Irak und Libyen.
Im Gefängnis sitzen wegen ihrer Arbeit momentan weltweit 178 Journalisten. Ebenso hoch ist die Zahl der inhaftierten Bürgerjournalisten. In vielen Ländern füllen sie zum Beispiel mit Hilfe sozialer Netzwerke die Leerstellen, die durch Repressionen oder Selbstzensur in der Berichterstattung der traditionellen Medien entstanden sind. Die Länder mit den meisten inhaftierten Journalisten sind China (29), Eritrea (28), Iran (19), Ägypten (16) und Syrien (13). Besonders viele Bürgerjournalisten sitzen neben China (73), Iran (27) und Syrien (17) auch in Vietnam (27) und Saudi-Arabien (9) im Gefängnis. Die meisten geflohenen Medienschaffenden verzeichnete Reporter ohne Grenzen aus Libyen (43), Syrien (37) und Äthiopien (31). (https://www.reporter-ohne-grenzen.de/jahresbilanz/2014/)

Aserbaidschan: Die aserbaidschanischen Behörden haben am 26. Dezember 2014 das Büro von Radio Free Europe/Radio Liberty in Baku durchsucht und geschlossen. Die Mitarbeitenden wurden zunächst für mehrere Stunden festgehalten und später zur Befragung vorgeladen. „Der Überfall auf unser Büro in Baku verletzt alle internationalen Verpflichtungen, die Aserbaidschan eingegangen ist.“, sagte Nenad Pejic, RFE/RL-Chefredakteur und aktuell amtierender Mitintendant. „Der Befehl kam von ganz oben, als Gegenschlag zu unserer Berichterstattung und ist ein Versuch von Schlägern, RFE/RL zum Schweigen zu bringen. Die aserbaidschanische Regierung ist nicht das erste Regime, dass uns mundtot machen will, aber wir werden weiterhin das Grundrecht der aserbaischanischen Bevölkerung auf Information unterstützen und die Nachrichten zu bringen, die unser Publikum braucht.“ (BBG Condemns Raid Of RFE/RL Baku Office 27.12.2014)

Oumilkheir Hamidou: Das Stimmwunder
Unnachahmlich zieht sie Hörerinnen und Hörer in Ostafrika in ihren Bann, Imitatoren ahmen sie bereits nach: Oumilkheir Hamidou, die populäre Stimme im Kisuaheli-Programm der DW, bleibt dennoch bescheiden.
Ohne Deutschkenntnisse, ohne Familie kommt sie 1979 nach Deutschland, zur DW nach Köln. Oumilkheir Hamidou war bei einem Radiosender auf den vor Ostafrika gelegenen Komoren beschäftigt und gerade 22. Da macht sie ein DW-Mitarbeiter, der seinen Urlaub auf der Insel im Indischen Ozean verbrachte, auf die Kisuaheli-Redaktion in Köln aufmerksam. Im fernen Rheinland würden händeringend Mitarbeiter gesucht. Was für eine Chance! Sie bewirbt sich und wartet. Eineinhalb Jahre später – die positive Antwort. Nur: Die Journalistin ist zu dieser Zeit schwanger, muss ihre Pläne verschieben. Dann winkt Europa. Ein fremdes Land. Mann und Sohn bleiben auf der Insel zurück. Hamidou: „Für eine Frau aus einem Land mit matriarchalischem Gesellschaftssystem keine ungewöhnliche Entscheidung.“
An ihre Ankunft in Deutschland erinnert sie sich noch genau: „Das war am 12. Februar 1979. Eine aufregende Zeit.“ Mit Hilfe von Sprach-Tandems (Deutsch/Kisuaheli), der Sesamstraße und ihren deutschen Kolleginnen und Kollegen lernt sie Deutsch, viel „mit Händen und Füßen“. Nach einem Jahr kommen Mann und Sohn nach, die Familie ist wieder komplett – und Oumilkheir Hamidou glücklich. In Teilen Afrikas gewinnt sie schnell an Popularität. Mit ihrer Stimme erreicht sie die Herzen der Hörer: „Als ich in den 1990er-Jahren am Flughafen von Nairobi umstieg und mit einem Mitarbeiter sprach, erkannte er mich und rief: ‚Das ist die Stimme der Deutschen Welle.‘ Die Leute wollten sogar Autogramme.“
Dank der Sozialen Medien hat das Feedback „auf unsere Kisuaheli-Angebote enorm zugelegt“. Das bekommt auch Oumilkheir Hamidou zu spüren. Die User möchten am liebsten alles von der „Supervoice“ wissen. Kaum hat die Redaktion ein Foto von Hamidou gepostet, kommentieren Tausende, liken und teilen ihr Bild. „Dass die Nutzer und Hörer mit unserem Programm überaus zufrieden sind, macht mich stolz.
Auf die Komoren reist sie alle zwei Jahre, wenn „das Heimweh groß ist.“ Wenn ich da bin, habe ich allerdings nach ein paar Wochen Heimweh nach Deutschland“, lacht die 60-Jährige. Ihre Kinder leben in Duisburg und Stuttgart, „sind Deutsch, durch und durch. Was will ich mehr!“ (Christiane Schnippe: Oumilkheir Hamidou: Das Stimmwunder  2.12.2014, http://dw.de/p/1Dy2T)


Mittel- und Langwelle

Argentinien: LRA 26 Radio Nacional Resistencia hat Ende Dezember 2014 auf 620 kHz einen neuen Mittelwellensender (25 kW-Sender von Nautel) in Betrieb genommen. Zunächst wird mit 20 der möglichen 25 kW gesendet, die die Station zur stärksten in der Provinz Chaco machen. Außer auf der Mittelwelle sendet LRA 26 auch auf UKW 96,7 MHz (5 kW). ( http://www.nacionalresistencia.com.ar 27.12.2014 via Dr. Hansjörg Biener)

Deutschland: Der Norddeutsche Rundfunk will ab 13. Januar 2015 seine Informations- und Ereigniswelle „NDR Info Spezial“ nur noch digital verbreiten. Gegenwärtig betreibt der NDR vier Rundfunksender für die Mittelwelle. Neben dem Hauptsender in Hamburg-Moorfleet (972 kHz) sind dies die Stationen in Flensburg (702 kHz), Lingen (792 kHz) und Hannover (828 kHz). NDR Info Spezial überträgt neben Bundestagsdebatten, der ARD-Infonacht und gelegentlichen anderen Sondersendungen auch den Seewetterbericht. (Daniel Kähler 12.12.2014 Radioszene http://www.radioszene.de/75141/letztes-weihnachten-fuer-ndr-mittelwellen.html)

Frankreich: Nach Angaben der Führungsetage hat Radio France 2014 ein Defizit von rund 20 Mio. Euro gemacht. Als Streichkandidaten gelten Programme wie FIP und Le Mouv', vor allem aber die Lang- und die Mittelwelle. Denkbar erscheint sogar eine Abschaltung zum 1. Januar 2015. (Remy Friess 12.12.2014 DXLD)

Irland: RTÉ wird die Langwelle Clarkstown 252 kHz erst 2017 abstellen. Wie der Leiter von RTE Radio 1 Tom McGuire sagte, wolle man noch einmal der Frage nachgehen, inwiefern ältere, nicht mehr mobile Auslandsiren in Großbritannien von der Abschaltung betroffen sein würden. „Die uns auferlegte Kostenreduzierung bleibt auf unserer Agenda und wir sind davon überzeugt, dass sich die Langwelle überlebt hat. Trotzdem und trotz der Kosten haben wir verstanden, dass wir die Politik und Interessensvertreter stärker einbinden müssen.“
Ursprünglich sollte die Langwelle bereits am 27. Oktober 2014 abgeschaltet werden, doch beugte man sich dem öffentlichen Aufschrei und verschob den Termin auf den 19. Januar. Nunmehr soll 2015 der bisherige Sendeumfang beibehalten und ab 2016 zurückgefahren werden. Das Department of Foreign Affairs and Trade hat angekündigt, eine spezielle Publikumsforschung in Großbritannien zu unterstützen, mit der die dortige Hörerschaft und die tatsächliche Auswirkungen einer Abschaltung der Langwelle untersucht werden sollen. (http://www.rte.ie/news/2014/1219/667931-rte-longwave via Mike Terry 19.12.2014 DXLD)

Moldowa (Transnistrien): Das russische Nachrichtenprogramm Vesti FM (http://radiovesti.ru), das im März 2014 im Zusammenhang mit der Krim-Krise auf drei leistungsstarke Mittelwellen gelegt worden war, soll zum 1. Februar die letzte Mittelwelle verlieren. Wie ein Mitarbeiter des russischen Senderbetreibers bestätigte, wurden die Mittelwellen Tbilissakaya (Krasnodar) 1089 kHz und Bolshakovo (Kaliningrad) 1215 kHz zum 1. Dezember abgeschaltet und soll die Mittelwelle Grigoriopol 1413 kHz in der von Moldowa abtrünnigen Region Transnistrien zum 1. Februar folgen. (http://top.rbc.ru/technology_and_media/26/12/2014/549ac5e39a794719bd44450e via Wolfgang Büschel BCDX)

Russland: Der staatliche Senderbetreiber RTRS plant zum bzw. ab 1. Februar 2015 weitere Abschaltungen auf Mittelwelle. Damit sollen Verluste von 1,5 Mrd. Rubel abgewendet werden, da der staatliche Rundfunk die Sendekosten nicht mehr bezahlt. Schon 2014 bleibt man auf etwa 0,95 Mrd. Rubel für Sendekosten sitzen. Wie verlautet, sollen 30 der 40 verbliebenen Mittelwellensender abgeschaltet werden und nur kleinere Sender von bis zu 15 kW vorerst in Betrieb bleiben. Auch diese Radioinseln von etwa 100 km Durchmesser sollen dann bald durch UKW ersetzt werden. (http://top.rbc.ru/technology_and_media/26/12/2014/549ac5e39a794719bd44450e via Wolfgang Büschel BCDX)

Sahara: Die Polisario-Befreiungsfront betreibt seit 1975 einen Radiosender für die von Marokko besetzte Westsahara, seit einigen Jahren als National Radio of the Saharan Arab Democratic Republic.
07.00-13.00: 1550 Arabisch. 12.00 Spanisch
17.00-23.30: 1550 Sendebeginn mit Koran, dann Spanisch und 18.00 Arabisch
Uhr Weltzeit (+1=MEZ) Frequenz (Sender) Programm
Die Mittelwelle hat durchaus auch eine Reichweite in den westlichen Mittelmeerraum, doch wird die spanische Sendung primär mit Musik und spanischen Slogans gefüllt. Auf der Website http://www.rasdradio.info gibt es neben Text-und Bildmeldungen auch einen Livestream und Abrufmöglichkeiten zum Nachhören von Programmen. Der marokkanische Rundfunk hat eine gute Abdeckung der Region durch die Mittelwelle El Aaioun 711 kHz. Zeitweise setzte sich der Polisario-Sender gleich neben die marokkanische Welle auf 700 bzw. 702 kHz, doch gab es hier Probleme mit einer algerischen Inlandswelle (R. Algérienne/R. Al-Aghwat, Al-Aghwat) . Die Kurzwelle wird schon geraume Zeit nicht mehr genutzt. (Mauro Giroletti 16., 20.-24.10., David Kernick 19.10., Manuel Méndez 24.10., Carlos Gonçalves 3., 4., 29.11., Derek Lynch 26.11., Giampiero Bernardini 28.11.2014 DXLD, Dr. Hansjörg Biener 28., 29.12.2014)

USA (Hawaii): KEWE Kahului, Hawaii, hat am 22. November 2014 mit Sendungen auf 1240 kHz (5 kW) begonnen und wurde trotz anfänglicher Leistung von 1 kW schon am nächsten Tag von Hannu Tikkanen in Finnland gemeldet. „This is the Spirit [of Maui], KEWE 1240 AM, 95.5 FM“ (P. O. Box 1437, Wailuku HI 96793) wurde auch weiterhin von skandinavischen Empfangsexperten gehört. (Hannu Tikkanen 23.11., Bjarne Mjelde 25.11.2014 DXLD)

USA (Massachusetts): Die auch häufig transatlantisch gehörte 50-kW-Mittelwelle Boston 1510 kHz führt seit dem 17. November 2014 wieder das 1934-1974 benutzte Rufzeichen WMEX (http://1510wmex.com). Ausgestrahlt wird ein „liberales“ Talkformat (Slogan „Where liberty has a voice“). (Eric Bueneman 6.12.2014, Alan Pennington DXLD)

USA (New York): Am 31. Dezember 2014 war der Einsendeschluss im Slogan-Wettbewerb von WRCR Rockland. „Rockland’s Hometown Radio Station“ will in Bälde die Mittelwelle 1700 kHz (d 10 kW, n 1 kW) in Betrieb nehmen und damit die Mittelwelle 1300 kHz (0,5 kW) ablösen.  (http://www.wrcr.com/2014/10/18/announcing-new-wrcr-2/)


Kurzwelle

Bolivien: Folgende Kurzwellenstationen konnten im Dezember 2014 international gehört werden
3310 „Radio Mosoj Chaski“, Cochabamba
[
4410 „Radio Eco [Reyes] desde el departamento del Beni” nicht gemeldet]
4450 Radio Santa Ana, Santa Ana de Yacuma
4670 Radio San Miguel, Riberalta
[
5580 Radio San José, San José de Chiquitos, nicht gemeldet]
5952.4 Pio XII, Siglo Veinte
6025 „Red Patria Nueva“, La Paz
6105 R. Panamericana, La Paz
6135 „Radio Santa Cruz desde Santa Cruz”
[6155 Radio Fides, La Paz, nicht gemeldet]
(Pedro F. Arrunátegui 1.-6.12., Robert Wilkner 2., 3., 16., 18., 19.12., Ron Howard 4.12.2014 DXLD)

Brasilien: Folgende Kurzwellenstationen konnten laut DX Listening Digest und BC-DX in den vergangenen Monaten international in Amerika bzw. in den Stunden um Mitternacht auch in Europa (*) gehört werden:
3365 ZYG855 R. Cultura, Araraquara SP *1411 1412
3375 ZYF276 „Rádio Municipal de São Gabriel da Cachoeira, ZYF 276, 3375 kHz Ondas Tropicais, ZYH 287, 600 kHz, Ondas Médias“ 1411 1412
4754.9 R. Imaculada Conceição, Campo Grande, MS 1411 1412
4815 ZYG640 R. Difusora de Londrina, Londrina PR 1411 1412
4845 ZYF278 „R. Cultura Ondas Tropicais“, Manaus AM *1412
4865 R. Verde[s] Florestas, Acre 1411 1412
4875 ZYG810 R. Roraima, Boa Vista RR 1411
4885 ZYG362 R. Clube do Pará, Belém PA 1411 1412
4915 ZYF360 R. Difusora Macapá, Macapá AP 1411 1412
4925 ZYF271 R. Educação Rural, Tefé AM 1411 1412
4965 R. Alvorada, Parrintins AM 1411
5940 ZYE890 R. Voz Missionária, Camboriú SC 1411 *1412
5965 Rádio Transmundial (RTM), Santa Maria RS 1412
5970 ZYE523 Rádio Itatiaia „A Rádio das Minas“, Belo Horizonte MG *1412
6000 R. Nacional da Amazônia, Brasília DF  1412
6010 ZYE521 R. Inconfidência, Belo Horizonte MG 1411 1412
6060 ZYE726 SRDA Super Rádio Deus é Amor, Curitiba PR 1411
6080 ZYE726 „R. Marumby onda media e onda curta“, Curitiba PR 1411
6135 ZYE954 R. Aparecida, Aparecida SP 1411 *1412
6180 ZYE365 „R. Nacional da Amazônia, a sua voz na rádio brasileira“, Brasília DF, nach zweimonatiger Pause am 15.11.2014 wieder von Glenn Hauser gemeldet *1412
9515 ZYE726 R. Marumby, Curitiba PR 1411 *1412
9565 ZYE727 SRDA Super Rádio Deus é Amor, Curitiba PR 1411 *1412
9585 ZYE969 SRDA Super Rádio Deus é Amor, São Paulo SP 1411 *1412
9630 ZYE954 R. Aparecida, Aparecida SP *1411 1412
9645 ZYE957 „R. Bandeirantes“, São Paulo SP *1411 *1412
9664.369 ZYE890 R. Voz Missionária, Camboriú SC „a melhor estação, Rádio Voz Missionária“ *1411 *1412
9695, R. Rio Mar, Manaus AM (22.11. 19.46-20.32 Uhr von Carlos Gonçalves gemeldet, galt aber Glenn Hauser als inaktiv, 12.12. 20.05-20.24 Uhr)
9725 RB2, Curitiba PR 1412
9819 ZYR096 R. Nove de Julho, São Paulo SP 1411 *1412
11735 Rádio Transmundial, Santa Maria 1411
11765 ZYE726 Super Rádio Deus é Amor, Curitiba PR 1411 *1412
11780 ZYE365 R. Nacional da Amazônia, Brasília DF 1411 *1412 (samt Seitenausstrahlungen auf 11745 und 11815)
11855 ZYE954 R. Aparecida, Aparecida SP *1412
11894.9, R. Boa Vontade, Porto  Alegre RS *1411 *1412
11915.118 ZYE851 Rádio Gaúcha, Porto Alegre, RS 1411
11935 RB2, Curitiba PR 1412
15190 ZYE522 R. Inconfidência, Belo Horizonte MG *1412
(Wolfgang Büschel 7., 15., 20.12., Carlos Gonçalves 12.-16.12., Manuel Méndez 25.12.2014 DXLD)

Brasilien: Rádio RB2 Curitiba (Rua Ivo Leão, 220, Bairro Alto da Glória, Curitiba, Paraná, http://radiorb2.com.br/new/, rb2@radiorb2.com.br) hat Mitte Dezember die Kurzwellen 9725 und 11935 kHz aktiviert, die Kurzwelle 6040 kHz sollte noch vor Weihnachten folgen.
Die katholische Station führt sich auf die 1924 eröffnete erste Station von Paraná bzw. dritte Station des Landes zurück. Aktuell sendet sie auf der Mittelwelle 1430 kHz und im Internet, während die Kurzwellen auf der Website offenbar noch nicht zu finden sind.  (Ron Howard 12.12., José Silva 12.12., Rudolf Grimm 12., 15., 21.12., Luiz Chaine Neto 16.12., Wolfgang Büschel 20., 21.12., Rudolf Grimm 21.12.2014 A-DX/BCDX/DXLD, Dr. Hansjörg Biener)

Deutschland: HCJB Deutschland (Postfach 8025, DE-32736 Detmold, www.hcjb.de) hat zum Januar 2015 die Sendereihe „durch die Bibel“ auf den Sender genommen (06.30/14.30/21.30 Uhr), die auch schon beim ERF ausgestrahlt in fünf Jahren durch alle Bücher von Genesis bis Offenbarung führen soll. Daraus ergibt sich folgender Sendeplan auf der Kurzwelle Weenermoor 3995 und 7365 kHz:
04.00-04.30 Russisch (Golos And)
04.30-17.00 Deutsch
Mo-Fr 04.30 Bibellese. 05.00/14.00 Idea-Nachrichten. 05.05/14.05 Lieblingslieder. 05.30/07.30/10.30/16.00 Radio HCJB Quito. 06.00/16.30 Missionswerk Werner Heukelbach. 06.30/14.30 Durch die Bibel. 07.00 Info-G. 07.25 Lutherische Stunde. 08.00/15.00 Für Sie gelesen. 09.00 Familienalltag mit Gott. 09.30/11.00 SW-Radio. 13.00 Ichtys Radio.
Sa So 04.30 Bibellese. 05.00/14.00 Idea: Die Woche. 05.30/07.30/10.30/16.00 Radio HCJB Quito. 06.00/16.30 Missionswerk Werner Heukelbach. 06.30/14.30 Durch die Bibel. 07.00 Neues Leben Impuls. 07.25 Lutherische Stunde. 08.00/15.00 Sa Missionswerk Voice of Hope/So Stimme des Trostes+Wunschbox. 09.00 Familienalltag mit Gott. 09.30/11.00 SW-Radio. 13.00 Ichtys Radio
16.00-16.30 Plautdietsch
17.30-20.00 Deutsch
Mo-Fr 17.30 Geschichten für jung und alt, Mo Missionswerk Voice of Hope. 18.00 Licht des Evangeliums, Mo Missionswerk Voice of Hope, Do Stimme des Trostes. 18.30 Info-G, Sa So NL-Impuls. 18.55 Lutherische Stunde, 19.00 Radio HCJB Quito. 19.30 Idea-Nachrichten. 19.35 Lieblingslieder
20.00-20.30 Plautdietsch
20.30-22.30 Deutsch
20.30 Bibellese. 21.00 Radio HCJB Quito. 21.30 Durch die Bibel. 22.00 Ichthys Live
23.00-04.00 internationales Nachtprogramm
Uhr Weltzeit (+1=MEZ) Frequenz (Sender) Programm (HCJB Deutschland)

Indonesien: Nach einem zweitägigen Senderausfall wegen Problemen mit der Stromversorgung sind die deutschsprachigen Sendungen aus Indonesien um 18.00 Uhr Weltzeit (+1=MEZ)  seit Montag 15. Dezember 2014 wieder auf 9525 kHz zu hören. (Bernd Seiser 21.12.2014)

Mali: Radio Mali kann auch in Europa immer wieder gehört werden. Allerdings ist die Audioqualität schlecht.
05.55-08.00: 5995, Empfang nach Sendebeginn
08.00-18.00: 9635
18.00-24.00: 5995, Empfang in der Stunde vor Sendeschluss
Uhr Weltzeit (+1=MEZ) Frequenz (Sender) Programm (Manuel Méndez 7.12., Carlos Gonçalves 14.12., Wolfgang Büschel 15.12.2014 DXLD)

Marokko: Nach einigen Tagen off air konnte Médi 1 in der zweiten Dezember-Hälfte wieder auf der Stammwelle 9575 kHz gehört werden.
00.00-24.00: 9575 (Nador 250 kW, 110°) Arabisch und Französisch für Nordafrika
Uhr Weltzeit (+1=MEZ) Frequenz (Sender) Programm (Ivo Ivanov 1., 23.12., Robert Wilkner, 16., 19.12., Glenn Hauser 24.12.2014 DXLD)

Peru: Epifanio Donato Sanchez Lirio (Jr. Los Jardines N° 670, distrito de Independencia, provincia de Huaraz, departamento de Ancash) hat ein auf zehn Jahre laufendes Senderecht für einen Kurzwellensender auf 6090 kHz (OAD-3A 1 kW) in der Region Zona Chau Alto (distrito de Independencia, provincia de Huaraz, departamento de Ancash) erhalten. Er hat nun ein Jahr für den Aufbau der Station. (http://elperuanolegal.blogspot.de/2014/12/resolucion-viceministerial-n-752-2014.html via Dr. Hansjörg Biener)

Sambia: Die Strategic Communications Group, die vor einer Weile die kalifornische Kurzwellenstation KVOH wieder zum Leben erweckte, hat im Dezember 2014 die Anlage von Christian Vision (https://cvglobal.co) in Sambia gekauft. Sie umfasst zwei 100 kW-Sender von Continental sowie zwei von TCI gelieferte Antennen zur lokalen und kontinentalen Versorgung. Wie mitgeteilt wurde, soll die die 2012 stillgelegte Kurzwellenstation noch betriebsbereit sein, doch muss man vor einem Sendestart noch einiges erledigt werden. Angedacht ist ein offizieller Sendebeginn zu Ostern 2015. (Strategic Communications Group 18.12.2014 DXLD)

Schweden: Die Gruppe, die in der Vergangenheit Radio Nord Revival ausgestrahlt, hat bietet ab sofort Sendezeit auf 3950 kHz (5 kW) und 6065 kHz (10 kW) an. Getestet wurde am 26. Dezember, die ersten Programme wurden ab dem Wochenende 27./28. Dezember gebucht. Als erster Sendepreis wurden 30 Euro/Stunde genannt.

Radio Revival Sweden 3950/6065 kHz
Samstag, 24. Januar, 28. Februar, 28. März 2015
12.00-15.00: SDXF Sveriges DX-Förbund. 13.00 Radio Merkurs
Sonntag, 25. Januar 2015
09.00-10.00: Atlantic 2000 International
Sonntag, 15. Februar, 15. März 2015
09.00-10.00: European Music Radio
Uhr Weltzeit (+1=MEZ) Frequenz (Sender) Programm
Weitere Informationen sind bei http://www.radiorevivalsweden.blogspot.co.uk zu finden. (Mike Barraclough 18.12., Tom Taylor 18.12.2014 DXLD)

Spanien: Nach den erheblichen Protesten hat der Consejo de Administracion de la Corporacion RTVE am 4. Dezember 2014 die Wiederaufnahme der Kurzwellensendungen aus Noblejas beschlossen. Nach Testsendungen in den Tagen zuvor begann am 18. Dezember der reguläre Kurzwellenbetrieb. In einer Pressemitteilung wurde folgender Sendeplan auf Kurzwelle bekannt gegeben, nicht ohne auf den 24-Stunden-Dienst über Satelliten hinzuweisen.
Mo-Fr 19.00-23.00, Sa So 15.00-23.00 Uhr
9620 (N-200 kW, 290°) für Nordamerika
11685 (N-200 kW, 161°) für West-/Zentralafrika/Südatlantik
11940 (N-200 kW, 230°) für Südamerika
12030 (N-200 kW, 110°) für Nordostafrika/Nahost/Indischer Ozean
Uhr Weltzeit (+1=MEZ) Frequenz (Sender) Programm
Radio Exterior de España hatte zum 15. Oktober aufgehört und auch jetzt handelt es sich nur um ein Relais spanischer Inlandssendungen in vier Senderichtungen.
Rund um die Uhr kommt das Programm bei
Astra-1M 11.626,5 MHz  vertikal.
Hispasat-1E 12.015 MHz  vertikal.
Asiasat-5 4.000 MHz  horizontal.
Eutelsat-5 West A 3.727 MHz  zirkular.
Galaxy-23: 4.191,35 MHz  vertikal.
(http://www.rtve.es/radio/20141218/frecuencias-las-emisiones-onda-corta-radio-exterior-espana/1070020.shtml via Dr. Hansjörg Biener)

Uganda: UBC Radio, das nur noch unregelmäßig auf der Kurzwelle 4976 kHz sendet/gehört wird, wurde im Dezember 2014 abends auch in Europa gemeldet. (19.42-20.05 20.22 Uhr Weltzeit). (Carlos Gonçalves 11.12., Wolfgang Büschel 19.12.2014 BCDX/DXLD)

USA: Einige Wochen nach dem ambitionierten Neustart der Kurzwelle für Nordamerika durch Global 24 äußern US-amerikanische Kurzwellenfreunde erste Kritik. Man schätzt zunächst einmal den Mut des Unternehmens, das auf 9395 kHz nicht nur diverse Auslandsdienste zurückbringt, die schon lange nicht mehr für Nordamerika senden, sondern auch Musiksendungen und politische Sendungen ausstrahlt, die nach US-Maßstäben eher links stehen. Kritik gibt es dagegen am instabilen Programmplan, häufigen Ausfällen angekündigter Sendungen und an der Ein-Frequenz-Politik. Bei letzterem nimmt man auch Jeff White vom ausstrahlenden WRMI Okeechobee in die Pflicht. Er hätte nach dem Vorbild anderer US-amerikanischer Kurzwellensender für den 24-Stunden-Dienst mindestens eine geeignete Tages- und Nachtfrequenz bereitstellen oder vielleicht gar Vier-Stunden-Blöcke für wandernde Zielgebiete vorschlagen müssen. Gespannt ist man auch, ob sich Global 24 überhaupt tragen kann, denn man geht davon aus, dass ein Großteil der Programme die Ausstrahlung nicht bezahlt. Andererseits glaubt man nicht so recht an das Sponsorenmodell, das im religiösen Umfeld in den USA gang und gäbe ist und vielleicht auch das eine oder andere „liberale“ Programm trägt, aber, dass jemand die Übertragung eines Auslandsdienstes finanzieren will, dessen Land und Leitung eine Ausstrahlung nach Nordamerika für unnötig halten, erscheint doch weit hergeholt. (John Figliozzi, Glenn Hauser, Stephen Luce DXLD von Dr. Hansjörg Biener zusammengestellt)

USA: KVOH Chatsworth Peak (P. O. Box 102, Los Angeles, CA 90078, USA, http://www.kvoh.net) hat im Dezember einen neuen 100 kW-Sender erhalten. Man hofft, ihn noch im Januar auf Sendung zu bringen. Bereits zum 1. Januar 2015 soll die Sendezeit auf 9975 kHz zu täglichen Sendungen ausgebaut werden, doch sind die Einzelheiten noch nicht bekannt gegeben worden.
Die Kurzwellenstation KVOH wurde 1986 von High Adventure Ministries (1973-1999) begründet und schließlich 2013 von der Strategic Communications Group wieder auf Sendung gebracht. Bis Dezember sendete man Mo-Fr 13.00-19.00 Uhr Weltzeit (+1=MEZ) auf 17775 kHz in Spanisch und am Wochenende So Mo 01.30-04.00 Uhr Weltzeit (+1=MEZ) auf 9975 kHz auch ein paar Stunden in Englisch. (Ray Robinson, Operations Manager 14.12.2014 DXLD)

USA: Durch den Weggang von Brother Stair und anderen großflächigen Kunden ist der Sendeplan von WBCQ The Planet (274 Britton Road, Monticello, Maine 04760, USA, www.wbcq.com, wbcq@wbcq.com) 2014 zusammengebrochen. Sendergründer Allen Weiner geht deshalb zurück zu seiner „Piratenvergangenheit“ und bietet als Free Radio Special Sendezeit zu 20 USD/Stunde auf 5110 kHz (50 kW). Ausgeschrieben wurde die Sendezeit Mo-Fr 20.00-24.00 Uhr EST/01.00-05.00 Uhr Weltzeit, wobei von der Einzelsendung bis zum Großauftrag alles willkommen ist. Am Wochenende sind die Sendezeiten in der „Area 51“ noch belegt. Tatsächlich wurden nicht nur auf 5110. sondern auch auf 7490. 9330 und 15420 kHz Programme gehört, die der Hobbyszene zugehören dürften. Als Problem wird empfunden, dass die teilweise solitären Sendungen nicht auch von WBCQ bekannt gemacht werden, wenigstens auf der Website. (WBCQ 11.12.2014, Glenn Hauser DXLD)


UKW

Vereinigtes Königreich: Die britische Regulierungsbehörde hat im Vorausschreibungsverfahren (4.-25.11.2014) für mehrere auslaufende private UKW-Senderechte nur Bewerbungen bisheriger Senderechtsinhaber erhalten. Im einzelnen handelt es sich um folgende Standorte und Betreiber, mit denen jetzt über die Verlängerung der Senderechte über den 31. Dezember 2015 hinaus bis zum 31. Dezember 2027 verhandelt wird:
Western Isles: Western Isles Community Radio Limited für Isles FM
Cambridge/Ely: Cambridge Radio Limited für Star Radio
Hastings: Arrow FM Limited für Arrow FM
Basingstoke: Celador Radio Limited für The Breeze. Hier war das Senderecht erst kürzlich von Kestrel FM Ltd an Celador Radio Limited übertragen worden. (Ofcom 4.11., 2.12.2014, Dr. Hansjörg Biener)

Vereinigtes Königreich: Die britische Regulierungsbehörde Ofcom hat in der Vorausschreibung (4.-25.11.2014) zwei Interessensbekundungen für das am 31. Dezember 2015 auslaufende UKW-Senderecht in Wolverhampton erhalten. Gegen Talksport Limited, das aktuell unter dem Stationsnamen Signal 107 sendet, hat auch ein Omni Radio (http://www.omniradio.co.uk/ Baustelle) den Hut in den Ring geworfen. Nach den Richtlinien der Ofcom muss das Senderecht nun regulär ausgeschrieben werden, wobei bis zum 24. März 2015 auch weitere Interessenten ihre Unterlagen einreichen können. Für die endgültige Entscheidung bleibt genug Zeit, denn das aktuelle Senderecht läuft bis zum 31. Dezember 2015. Angestanden hätte eine Verlängerung bis zum 31. Dezember 2027. (Ofcom 4.11., 2.12.2014, Dr. Hansjörg Biener)


Fernsehen

Deutschland: Phoenix und Deutsche Welle werden künftig noch enger kooperieren. Die Sender haben einen Programmaustausch vereinbart sowie einen verstärkten Einsatz von Korrespondenten und Experten der DW in Phoenix-Sendungen. Auch in den Bereichen Produktion und Technik wollen die Partner ab 1. Januar 2015 zusammenarbeiten, zum Beispiel beim G7-Gipfel im Juni 2015 in Deutschland.
„Durch diesen Schritt wollen wir unser Programmrepertoire erweitern und Synergien nutzen. Bei einigen Ereignissen können wir gemeinsam kostengünstiger produzieren. Die dadurch gewonnenen finanziellen Spielräume kommen unserem Programm und damit den Zuschauerinnen und Zuschauern zugute“, so die Phoenix-Programmgeschäftsführer Michaela Kolster und Michael Hirz. „Die Zusammenarbeit ist ein Gewinn für beide Seiten“, stellt Gerda Meuer, Programmdirektorin der Deutschen Welle, heraus. „Wir bringen die vielfältige Regionalkompetenz des deutschen Auslandssenders ein, insbesondere fundierte Einschätzungen und Analysen zu aktuellen Brennpunkten der Welt. Umgekehrt ist Phoenix ein idealer Partner für unsere Berichterstattung aus dem politischen Berlin: Wir erhalten einen noch umfassenderen Zugang – inhaltlich und logistisch.“
Schon jetzt sind Expertinnen und Experten der Deutschen Welle vor allem in den aktuellen Vor-Ort-Strecken von Phoenix zu sehen. Neben den Korrespondenten von ARD und ZDF sollen künftig auch die der Deutschen Welle aus ihren Berichtsgebieten informieren und Hintergründe erläutern. Phoenix kann Reportagen und aktuelle Beiträge der DW übernehmen. Im Gegenzug kann die DW für ihre Berichterstattung auf Live-Material von Phoenix zugreifen, zum Beispiel aus dem Deutschen Bundestag, dem Bundesrat, dem Bundesverfassungsgericht sowie von Parteitagen und Staatsbesuchen.
Die Deutsche Welle strahlt auch einzelne Gesprächssendungen des Ereignis- und Dokumentationskanals von ARD und ZDF aus, beispielsweise „Unter den Linden“, „Forum Politik“ und „Im Dialog“. Zudem können ausgewählte Eigenproduktionen wie Features und Dokumentationen gegenseitig übernommen werden. (Phoenix und DW verstärken Kooperation 19.12.2014 http://dw.de/p/1E7MP)

Deutschland: Der Medienrat der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien hat am 11. Dezember 2014 der ProSiebenSat.1 TV Deutschland GmbH für die Dauer von einem Jahr ab Sendestart, längstens jedoch bis zum 31. Oktober 2016, die Genehmigung erteilt, das Angebot „Newtopia Livestreams“ bundesweit linear im Internet zu verbreiten.
Für das Reality-TV-Format „Newtopia“ werden 24 Stunden am Tag, sieben Tage in der Woche Aufzeichnungen von dem „Newtopia“-Gelände live im Internet übertragen. Die Livestreams im Internet sollen das 1-stündige Reality-Format „Newtopia“, das auf dem Sender SAT.1 im Vorabendprogramm ausgestrahlt wird, ergänzen.
Auf dem „Newtopia“-Gelände in Brandenburg sollen 15 zuvor ausgewählte Menschen ein Jahr lang abgeschirmt von der Umwelt und mit sehr eingeschränkten Mitteln eine „neue Gesellschaft“ erschaffen.
Der Kommission zur Ermittlung der Konzentration im Medienbereich (KEK) und der Kommission für Zulassung und Aufsicht (ZAK) wurde der Antrag vorgelegt. Die Entscheidungen der beiden Kommissionen stehen noch aus. (BLM 11.12.2014 Medienrat genehmigt das Angebot „Newtopia Livestreams“ von ProSiebenSat.1)

Deutschland (Bayern): Der Medienrat der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien hat am 11. Dezember 2014 der Änderung der Sendezeit des Wochenendfensters der TV Bayern Programmgesellschaft GmbH und des Spartenanbieters Sankt Michaelsbund Diözesanverband München und Freising e.V. von sonntags 17.45-18.45 Uhr auf samstags 17.45 -18.45 Uhr ME(S)Z zugestimmt. Die Änderung der Sendezeit tritt ab 1. Januar 2015 in Kraft.
Die Verlegung des Sendeplatzes erfolgt auf Antrag des Fernsehfensters und entspricht einem lang gehegten Wunsch von RTL. Die Entscheidung geht einher mit der Beendigung eines Rechtsstreits um die Genehmigung des Wochenendfensters und einer Erhöhung des Finanzierungsbeitrags nach § 23 der Fernsehsehsatzung der Landeszentrale. In Zukunft wird RTL sicherstellen, dass Anfangszeit und Ende des Fernsehfensters mit dem Beginn und Ende von Sendungen im Hauptprogramm zusammenfallen (programmliche Schnittstellen). (BLM 11.12.2014 Medienrat genehmigt Sendezeitänderung beim landesweiten Wochenendfenster RTL)

Deutschland (Bayern): Der Medienrat der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien hat am 11. Dezember 2014 die betrauten Sendezeiten der nachfolgenden Spartenanbieter nach Art. 23 Abs. 4 Bayerisches Mediengesetz (BayMG) ab 1. Januar 2015 neu festgelegt.
afk.tv 30,0 (ex 60) Min
Medien PRAXIS 6,0 (ex 12) Min
Medienwerkstatt 12,5 (ex 25) Min
Medienzentrum Parabol 2,8 (ex 3) Min
nec tv 3,5 (ex 4) Min
Plenum TV 30,0 (ex 40) Min
Die neu festgelegten Betrauungsumfänge lassen erwarten, dass die Spartenanbieter diese erfüllen können. Im Zusammenspiel mit der in der Fördersatzung ermöglichten Erhöhung des Förderbeitrags pro Wochensendeminute kann damit eine bedarfsgerechte zukunftsorientierte Förderung der Spartenanbieter erreicht werden. (BLM 11.12.2014)

Deutschland (NRW): Mitte Dezember hat center.tv Köln die Produktion eingestellt und bis Silvester „Highlights“ aus den Jahren seit 2005 ausgestrahlt. Zu Weihnachten und zum Jahreswechsel wurden noch einmal programmliche Akzente gesetzt (wie bisher in Kooperation mit dem Domradio Messen aus dem Kölner Dom, Neujahresansprache von Oberbürgermeister Jürgen Roters). Zum 5. Januar 2015 wird mit „Köln.tv“ der neue Lokalsender für Köln, Bonn, Leverkusen und die Region auf Sendung gehen. (Dr. Hansjörg Biener)


Internet

Bangladesh: Bangladesh Betar hat eine neue Webadresse http://www.betar.gov.bd und auch die Inhalte der Site überarbeitet. Offenbar muss man aber verschiedene Browser probieren, um in den Genuss aller Features zu kommen. Mit dabei sind weiter zwei Streams („AM“ und „FM“) und Anwahlmöglichkeiten für Nachrichten in Arabisch, Bangla, Englisch und Hindi. Die englischen Nachrichten findet man unter http://www.betar.gov.bd/wp-content/uploads/2014/03/Newse.mp3. (David Kernick 13.12., Glenn Hauser 17.12.2014 DXLD)

Deutschland: Mit einem soft launch in den Tagen zuvor hat EWTN Deutschland zu Weihnachten seine Youtube-Präsenz gestartet. Bei https://www.youtube.com/user/EWTNDeutschland wird man zukünftig beispielsweise Übertragungen von Messen und Reisen mit Papst Franziskus I, aber auch das Vaticano-Magazin 24 Stunden 7 Tage die Woche jederzeit nachschauen können (EWTN Deutschland 19.12.2014)

Frankreich: France 24, das schon seit 2006 bei YouTube vertreten ist, sendet seine Fernsehprogramme dort ab sofort auch live:
Arabisch: http://f24.my/YTliveAR
Englisch: http://f24.my/YTliveEN
Französisch: http://f24.my/YTliveFR
Außerdem wurde die Interaktivität erweitert.
Ruft man allerdings die Links auf, bekommt man in Deutschland die Mitteilung „Live Streaming ist wegen Rechteproblemen in Deutschland leider nicht möglich.“. Andererseits kann man bei http://www.france24.com die Ströme zu empfangen, den englischen deutlich zeitverzögert gegenüber der Ausstrahlung im T-Entertain-Paket. (France 24, Dr. Hansjörg Biener)

Indonesien: Die Stimme Indonesiens ist unter der e-Mail-Adresse voi.deutsch@gmail.com zu erreichen. (Bernd Seiser 21.12.2014)

Nepal: Die im WRTH 2015 für Radio Nepal genannte Webadresse http://radionepal.org funktioniert nicht. Bereits seit 2013 ist die Station bei http://www.radionepal.gov.np zu finden. (David Kernick 13.12., Alokesh Gupta 13.12.2014 DXLD)

Pakistan: Die katholische Erzdiözese Karachi hat am 22. November 2014 einen Internetsender FM 777 gestartet. Ein Team von ehrenamtlichen Mitarbeiten hat sich bis zu sechs Stunden Neuprogramm pro Tag vorgenommen; versprochen sind auch europäische und indische Sprachen. Außer dem Livestream soll es bei auch die Möglichkeit geben, ausgewählte Programme herunterzuladen, doch ist www.fm777.pk weitgehend Baustelle. Die Erzdiözese von Karachi ist bereits mit verschiedenen Angeboten im klassischen Internet und den neuen sozialen Medien vertreten, teilweise auch in Englisch. (Dr. Hansjörg Biener)

Peru: Bei http://www.mtc.gob.pe/portal/comunicacion/concesion/radiodifusion/Autorizadas_Sonora.PDF findet man eine offizielle Liste aller lizenzierten UKW-, Mittel- und Kurzwellensender. Die 181 Seiten sind nach Departamentos gegliedert und auf den 22. Dezember 2014 datiert. Eine Durchsicht zeigt, dass mehr Kurzwellensender lizenziert sind als tatsächlich gehört werden. (Dr. Hansjörg Biener)

Salomonen: Die Solomon Islands Broadcasting Corporation ist nun via http://www.sibconline.com.sb bzw. http://mixlr.com/sibconline/ auch online als live audio stream zu empfangen. Das Hauptprogramm Radio Happy Isles, das auf 1035 und 5020/9545 kHz ausgestrahlt wird, kommt 18.55-22.00 und 06.00-12.00 Uhr Weltzeit. 22.00-06.00 Uhr kommt Wantok FM. (Dave Kernick 27.12.2014 DXLD)

Türkei: Bei http://www.trt.net.trdeutsch/trtplayer-live, dann Radio und TRT VOT World, ist um 12.30, 18.30 und 00.00 Uhr Weltzeit das deutsche TRT-Programm im Internet zu hören. Auf der seit etwas mehr als einem Jahr neugestalteten Internetseite sind bei http://www.trt.net.tr/deutsch/trtplayer-podcast Presseschau, Geschichte und politische Beiträge abrufbar, „Ich vermisse den auf der alten TRT Internetseite mögliche Abruf der kompletten Mittagssendung, um auch Briefkasten, Livesendung und DX-Ecke nachzuhören.“ (Bernd Seiser 21.12.2014)

Ukraine: Die deutschsprachigen Programme von Radio Ukraine International (mit Explorer http://radioukr.com.ua/de/) werden seit dem 10. Dezember 2014 um 14.00, 20.00 und 05.00 Uhr Weltzeit übertragen. (Bernd Seiser 21.12.2014)

USA: Das Space Weather Prediction Center (325 Broadway, Boulder CO 80305) der US-amerikanischen National Oceanic and Atmospheric Administration hat am 9. Dezember 2014 die Einführung der neuen Website-Gestaltung begonnen. Für maximal 60 Tage soll die alte site unter http://legacy-www.swpc.noaa.gov zugänglich bleiben, doch hofft man, die Umstellung abgeschlossen zu haben. Die Eingangsadresse bleibt gleich. Das Space Weather findet sich bei http://www.swpc.noaa.gov/products/27-day-outlook-107-cm-radio-flux-and-geomagnetic-indices. (NOAA 8.12.2014 via Glenn Hauser DXLD)


Amateurfunk

USA: Glenn Johnson, W0GJ, einer der beiden Teamleiter der Navassa-DXpedition K1N, hat dem Dokumentationsarchiv Funk das erste von drei vereinbarten Interviews gegeben. Das zweite folgt während der Aktivierung, das dritte anschließend als Zusammenfassung. Glenn Johnson beschreibt ausführlich, wie und mit welchen Auflagen K1N doch noch bewilligt wurde und wie sich das Team auf die zu erwartenden gewaltigen Pile-ups einstellt. Er erläutert den Betriebsplan und wie gegen die gezielten Störmanöver vorgegangen werden soll, von denen die letzten großen DXpeditionen stark beeinträchtigt waren. Die Audiodatei (in Englisch) ist zu finden via http://www.dokufunk.org/amateur_radio/dxcc_entities/index.php?CID=15290. (Wolf Harranth)


Hobbykontakt

Deutschland: Das nächste überregionale DX-Treffen in Ottenau soll am 9. Mai 2015 stattfinden. (Bernd Seiser 21.12.2014)

USA: Trotz des regelmäßigen Aufrufs zur Einsendung von Empfangsberichten beklagen nordamerikanische DXer, dass LeSEA-Broadcasting (WHRI, T8WH) offensichtlich die Bestätigung per QSL-Karte eingestellt hat. Selbst interne Kontakte zu Mitarbeitenden des Senders führen nicht mehr zur gewünschten QSL. (Edward Kusalik 19.11.2014 DXLD)


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