NTT Aktuell September 2014

Der "Nürnberger Trichter Telegraph" (abgekürzt "ntt") war in den Jahren 1967 bis 2000 das Mitteilungsblatt des Kurzwellenrings-Süd und besteht als Online-Version weiter.

Editor:
Prof. Dr. Hansjörg Biener (Hansjoerg_Biener@yahoo.de)
Neulichtenhofstr. 7, D-90461 Nürnberg.

Die Zusammenstellung des ntt nutzt neben eigener Recherche folgende Quellen
A-DX: e-Mail-Liste von Christoph Ratzer
BCDX: Wolfgang Büschel
DXLD: Glenn Hausers DX-Listening Digest

Date_of_Update


Allgemeines

Deutsche Rundfunkgeschichte findet eine neue Heimat
Im Mannheimer Technoseum wird eine der bedeutendsten Sammlungen zur Rundfunk- und Mediengeschichte entstehen, denn der Südwestrundfunk (SWR) und das Deutsche Rundfunkarchiv (DRA) übergeben bis Ende des Jahres alle ihre historischen Objekte dem Technikmuseum. Ein entsprechender Schenkungsvertrag wurde am 29. Juli 2014 in Mannheim von SWR-Intendant Peter Boudgoust, dem DRA-Vorstand Bernd Hawlat und dem Direktor des Technoseum, Prof. Dr. Hartwig Lüdtke unterzeichnet. Rund 5.500 Objekte, vom alten Rundfunkempfänger über Mikrofone bis zum komplett erhaltenen Rundfunkstudio aus den 1960er Jahren, sollen in Mannheim dauerhaft erhalten, wissenschaftlich bearbeitet und in Ausstellungen der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.
Aus den Funkhäusern und Lagern des SWR in Baden-Baden, Stuttgart und Mainz kommen etwa 3.800 Objekte, die aus den Anfangszeiten des SDR und SWF bis weit in die 1990er Jahre der Nachfolgeanstalt SWR reichen. Übergeben werden komplette Produktions- und Sendetechnikanlagen, Plattenspieler, Mikrofone und Rundfunkempfänger sowie ein komplett erhaltenes Rundfunkstudio aus den 1960er Jahren, das sich derzeit noch am ursprünglichen Ort in Baden-Baden befindet. Darüber hinaus erhält das Technoseum auch 1.700 Objekte aus dem Bestand des Deutschen Rundfunkarchivs in Frankfurt am Main und Potsdam-Babelsberg. Die DRA-Bestände wiederum reichen bis in die 1910er Jahre zurück und umfassen vor allem Endgeräte wie Rundfunkempfänger und Fernseher, darunter auch eine größere Anzahl von Geräten aus DDR-Produktion. Der Verein Deutsches Rundfunkmuseum trug diese Sammlung einst zusammen und betrieb von 1967 bis 1997 ein Museum unterhalb des Berliner Funkturms. Nach dessen Auflösung kamen die Bestände in die Obhut des DRA.
Bis Ende des Jahres sollen sämtliche Objekte nach Mannheim überführt werden, anschließend werden sie am Technoseum gesichtet, sortiert und inventarisiert. Im Rahmen der Überarbeitung der Dauerausstellung wird das Museum bis 2017 auch dem Thema Kommunikation und Mediengeschichte einen eigenen Bereich widmen und dann auch eine Auswahl von Objekten des SWR und DRA zeigen. (www.swr.de/unternehmen/presse/29-deutsche-rundfunkgeschichte-findet-eine-heimat/-/id=4224/nid=4224/did=13885902/9fzaye/index.html)

Vereinigtes Königreich: Im Vorfeld des schottischen Unabhängigkeitsreferendums am 18. September 2014 ist jetzt auch die Rundfunkversorgung zum Streitthema geworden. Die oppositionelle Spitzenpolitikerin Margaret Curran warnte vor katastrophalen Folgen einer Unabhängigkeit für alle Menschen im Land, „die die BBC schätzen“, und für Tausende von Menschen, deren Arbeitsplätze in irgendeiner Form mit der BBC verbunden sind: Der schottische „erste Minister“ (seit Mai 2007, künftig womöglich „Premierminister“) „Alex Salmond behauptet, die Unabhängigkeit bringe dem schottischen Parlament Kontrolle über das Rundfunkwesen, doch das heißt für ihn zu allererst, dass man eine Institution abschafft, die den Menschen in Schottland seit neun Dekaden gut gedient hat und die die Unterstützung der Bevölkerung hat.“ Der ehemalige Nachrichtenchef von BBC Scotland und aktuelle Geschäftsführer der Unabhängigkeitskampagne, Blair Jenkins, warf Curran daraufhin vor, die Angst-Karte zu spielen und die neuen Möglichkeiten für schottische Medienschaffende zu ignorieren. "Nach der Unabhängigkeit werden die Fernsehgebühren aus Schottland in Schottland bleiben und für Produktionen in Schottland eingesetzt werden können. Das bedeutet mehr Produktionen hier und mehr Jobs. Der neue Scottish Broadcasting Service wird selbstverständlich eng mit der BBC zusammenarbeiten, wo es sich anbietet. Das Radio- und Fernsehpublikum wird eher das Beste aus zwei Welten haben.“ (BBC via Gerald T. Pollard DXLD)


Lang- und Mittelwelle

Bulgarien: Radio Blagoevgrad hat zum 1. August 2014 die Mittelwelle Belo Pole 864 kHz aufgegeben und sendet nur noch auf UKW. Nach dem Sendeende des letzten auf Mittelwelle aktiven Regionalprogramms verbleiben noch folgende Lang- und Mittelwellen:
261 (Sofia-Vakarel 75 kW) Horizont+Übertragungen aus dem Parlament
576 (Vidin-Gramada 200 kW) Horizont
747 (Salmanovo 10 kW) Horizont+Minderheitenprogramm in Türkisch
864 (Samuil 10 kW) Horizont+Minderheitenprogramm in Türkisch
963 (Kardzhali 50 kW) Horizont+Minderheitenprogramm in Türkisch
1161(Targovishte 10 kW) Horizont+Minderheitenprogramm in Türkisch
1161 (Dulovo/Vodno 10 kW) Horizont+Minderheitenprogramm in Türkisch
Mittelfristig werden auch diese Sender abgeschaltet werden. (Georgi Bancov 4.8.2014)

Dänemark (Grönland): Wegen mangelnder Flächendeckung soll Kalaalit Nunaata Radioa auf die Mittelwelle zurückkehren. Ein Zeitplan für mehrere Standorte wurde auch schon genannt:
Qeqertarsuaq 650 kHz (5 kW) Rückkehr bis November 2014
Nuuk 570 kHz (5 kW) Rückkehr bis März 2015
Simiutaq, Qaqortoq 720 kHz (10 kW) Rückkehr bis Juni 2015
Mit der Reaktivierung der genannten Mittelwellen wären dann auch alle Ideen über eine Nutzung der Kurzwelle vom Tisch. Die Mittel- und Kurzwellensendungen waren 2011 aus Kostengründen aufgegeben worden, die Frequenz 650 kHz war die früher in Europa am häufigsten gemeldete Mittelwelle. (Stig Hartvig Nielsen 20., 25.8.2014 mediumwave.info, Dr. Hansjörg Biener)

Deutschland (Niedersachsen): Am 1. August 2014 wurde die 114 Meter hohe Antenne des früheren Mittelwellensenders Dannenberg 630 kHz (1980-1998) gesprengt. Eine dramatisch Musik-unterlegte Film- und Bilderstrecke findet sich bei https://www.youtube.com/watch?v=4YKUytCaau4. (Dr. Hansjörg Biener)

Lesotho: Der staatliche Jugendsender „Ultimate Radio. The Heartbeat of the Kingdom“ wird auf UKW 99,8 MHz (Maseru, Morija, Roma, Ty) sowie den Mittelwellen 891 und 1197 kHz ausgestrahlt. Die Mittelwelle 1197 kHz, die bis 1999 für den BBC World Service und später bis 2012 für LM Radio und Family Radio eingesetzt wurde, wird im WRTH 2014 verzeichnet, nicht aber bei www.lnbs.org.ls/radio/radio.php auf der auch hinsichtlich der bei www.lnbs.org.ls/radio/radioles.php bzw. /ultimatefm.php angegebenen Privatsender veralteten Website der Lesotho National Broadcasting Services. Diese Website mit Copyright 2013, die in anderen Inhalten durchaus aktualisiert wird, findet sich nicht im WRTH, wohl aber www.gov.ls, wo auch rechts unten auch die Webstreams beider Programme aufgeführt werden. (Dr. Hansjörg Biener)

Litauen: Wie Betreiber Rimantas Pleikys mitteilt hat Radio Baltic Waves International am 17. August 2014 die Sendungen auf 612 kHz eingestellt und die Sendungen auf 1386 kHz neu zusammengestellt/erweitert:
02.00-05.00: 1386 (Sitkunai 75 kW) Radio Free Europe/Radio Liberty in Russisch, 03.30 NHK World Radio Japan in Russisch, 04.00 RFE/RL in Belarussisch
17.30-22.00: 1386 (Sitkunai 75 kW) NHK World Radio Japan in Russisch, 18.00 RFE/RL in Russisch und 19.00 Belarussisch, 20.00 Polskie Radio in Belarussisch, 21.00 Radio RFE/RL in Russisch
Radio Free Europe/Radio Liberty bringt jetzt 2 Stunden in Belarussisch (gekürzt, ursprünglich sogar Einstellung im Gespräch) und neu 3,5 Stunden in Russisch.
Empfangsberichte als Beweise der Reichweite sind erwünscht bei Rimantas Pleikys, Radio Baltic Waves International, Algirdo Str. 13-9, Vilnius, LT-03219 Lithuania, riplei@takas.lt. (Dmitry Mezin 19.8.2014 BCDX/DXLD)

Schweiz: Am 20. August 2014 wurde der neuere der beiden Sendemasten der aufgelassenen Mittelwellenstation 765 kHz in Sottens (Kanton Vaud) gesprengt. Um 14.03 Uhr Ortszeit detonierten Sprengladungen an zwei Sockeln, worauf der Mast nördlich in ein Kornfeld stürzte. Rund 2000 Schaulustige verfolgten die Sprengung, einige sicherten sich auch ein Souvenir. Ein Fernsehbericht des Schweizer Fernsehens findet sich bei: http://www.srf.ch/player/tv/tagesschau/video/antenne-sottens-gesprengt?id=64add6a1-cff1-4892-9148-f9668d5bfcee.
Zusammen mit Beromünster und Monte Ceneri gehörte Sottens zu den Landessendern, die eine großflächige Versorgung in den schweizerischen Hauptsprachen sicherstellten und besonders im Zweiten Weltkrieg auch eine Bedeutung über die Schweizer Grenzen hinaus hatten. Die 1931 in Betrieb genommene Station sendete bis zum 5. Dezember 2010 und strahlte zuletzt seit 1994 das Programm „Option Musique“ aus. (Sandro Blatter 21.8.2014 A-DX/BCDX, Dr. Hansjörg Biener)

Vereinigtes Königreich: Die britische Regulierungsbehörde Ofcom hat die Senderechte von Metro Radio Limited für Tyne and Wear um sieben Jahre bis zum 14. Juli 2021 verlängert. Dabei handelt es sich um das UKW-Metro Radio und Magic 1152 auf der entsprechenden Mittelwelle. (http://licensing.ofcom.org.uk/radio-broadcast-licensing/monthly-updates/update0714 5.8.2014)

Vereinigtes Königreich: Die britische Regulierungsbehörde Ofcom hat die Senderechte von Talksport Limited für Swansea um sieben Jahre bis zum 29. September 2021 verlängert. Dabei handelt es sich um das UKW-Programm The Wave und Swansea Sound auf der Mittelwelle 1170 kHz. (http://licensing.ofcom.org.uk/radio-broadcast-licensing/monthly-updates/update0714 5.8.2014)

Vereinigtes Königreich: Die britische Regulierungsbehörde Ofcom hat die Senderechte von Panjab Radio London Limited für Turkish Gold Radio um zwölf Jahre bis zum 16. August 2026 verlängert. Die Station sendet auf 1584 kHz für den Norden Londons. (http://licensing.ofcom.org.uk/radio-broadcast-licensing/monthly-updates/update0714 5.8.2014)

Vereinigtes Königreich (Schottland): Celtic Music Radio (Livingstone Tower, 26 Richmond Street, Glasgow G1 1XH, www.celticmusicradio.net) das seit dem 16 Januar 2008 auf der Mittelwelle Glasgow 1530 kHz (70 W) sendete, hat nach dem Sendebeginn auf 95,0 MHz das Senderecht auf der Mittelwelle aufgegeben. Der Musiksender bietet ein Spezialprogramm für traditionelle und aktuelle schottische Musik. Die Station kann online bei www.celticmusicradio.net/cmr/celtic_live.m3u, aber auch im Angebot von www.phonostar.de bzw. bei telekom entertain gehört werden. (Dr. Hansjörg Biener)


Kurzwelle

Australien: Radio Symban  von Angelo Matsoukas (Director - Symban World Radio) hat offenbar den binnen sechs Jahren vierten Standort im Großraum Sydney in Betrieb genommen. Im Juli wurden Empfangsberichte für die Kurzwelle 2368,5 kHz mit dem Hinweis auf Testsendungen mit 50 Watt beantwortet. Im August waren es dann schon 400 Watt. Wie Ian Baxter anschließend ergänzte, benutzte die Station nun eine sechs Meter hohe Antenne in der Nähe des Studios. Während US-Amerikaner an der Westküste die Station immer wieder hören, sind Europäer ohne bevorzugte Empfangslage, besondere Ausrüstung und Glück auf Empfänge via Internet angewiesen. (Ron Howard 23., 30.7., 1., 5., 9., 12., 13., 20.8., Ian Baxter 31.7., Bruce W. Churchill 9., 17.8.2014 BCDX/DXLD)

Australien: Nach monatelanger Sendepause war Ozy Radio ab 19. August 2014 wieder mit Vintage FM auf der Kurzwelle 3210 kHz aktiv. Wie Eigner Craig Allen auf Nachfrage mitteilte, ist die Frequenz nur abends Ortszeit auf Sendung : "on air from  7 pm to 11.30 pm Australian eastern time", also 9.00-13.30 Uhr Weltzeit. Trotz der 300 Watt wird die Station auch von Empfangsexperten an der US-amerikanischen Pazifikküste gehört. (Ian Baxter 19.8., Ron Howard 19., 20., 26.8.2014 DXLD)

Bolivien: Im August 2014 freuten sich mehrere Kurzwellenfreunde über den Empfang von Radio Eco, Reyes, Bení, etwas unterhalb der offiziellen Frequenz 4410 kHz. Die Empfangsmeldungen bezogen sich durchweg auf Zeiten um Mitternacht Weltzeit herum. Die Station wäre damit nach Jahren auf die Kurzwelle zurückgekehrt, doch die zum Beweis bei you tube hinterlegten Mitschnitte sind nicht alle aussagekräftig. Am verständlichsten ist ein 5-Min-Clip von einem nicht identifizierten Hörer in Litauen bei http://youtu.be/LJFm3NkiYdM vom 10. August. (Dave Valko, USA, 8., 15.8., Miguel Castellino, Argentinien, 11.8.,  Daniel Wyllyans, Brasilien 13.8., Thomas Nilsson, Schweden, 13.8.2014 DXLD)

China (Jiangsu): Die Voice of Jinling hat ihre Kurzwelle offenbar dauerhaft geändert. Die Station wurde nicht nur im Juli, sondern auch im August 2014 auf der neuen Frequenz 6200 kHz gehört:
12.30-15.00: 6200 (ex 5860) (Nanjing 100 kW, 161°)
Uhr Weltzeit (+2=MESZ) Frequenz (Sender) Programm
Unglücklicherweise gibt es jetzt innerchinesische Interferenz mit PBS Xizang. In den ersten August-Wochen hatte Xizang PBS Wartungspause, doch ab dem 17. August war auch der tibetische Dienst wieder auf der Kurzwelle 6200 kHz aktiv. Die schon früher kaum gemeldete Voice of Jinling ist ein Programm der Jiangsu People´s Broadcasting Station und sendet seit 12. November . 1986 in Mandarin-Chinesisch für das gut 850 km entfernte Taiwan. (Ron Howard 17.8.2014 DXLD, Dr. Hansjörg Biener)

Deutschland: Das Kurzwellenzentrum Kall, das zeitweise weitere auswärtige Programme in seinen Programmablauf integriert, strahlt im September/Oktober 2014 auch Programme der Voice of Mongolia aus.
Voice of Mongolia in Englisch
14.30-15.00: 7310
17.30-18.00: 6005
19.00-19.30: 3985
Uhr Weltzeit (+2=MESZ) Frequenz (Sender) Programm
Empfangsberichte werden erbeten an Voice Of Mongolia, English Section, C.P.O.-Box 365, Ulaanbaatar-13, Mongolia, Vom_en@yahoo.com
Dadurch ergibt sich folgender Gesamtsendeplan:
3985 kHz (1 kW)
00.00-24.00 Radio 700 - Schlager & Oldies, darin:
03.30-03.45 Mo-Sa Missionswerk Freundesdienst
05.30-05.45 So Missionswerk Freundesdienst
10.00-10.15 Missionswerk Freundesdienst
15.00-16.00 Radio Slowakei International in Deutsch, 15.30 Französisch
16.30-16.45 Mo-Sa Missionswerk Freundesdienst17.00-17.30 Radio Slowakei International in Französisch
18.30-19.00 Radio Slowakei International in Deutsch
19.00-19.30 1.9.-5.10.2014  Voice of Mongolia in Englisch
6005 kHz (1 kW)
06.00-18.00 Radio 700 - Schlager & Oldies, darin:
06.00-08.00 Radio Belarus in Deutsch
08.00-12.00 2. So 14.9.2014: Radio Mi Amigo
09.00-10.00 4. So Radio Gloria International
10.00-10.15 Missionswerk Freundesdienst
15.00-16.00 Radio Slowakei International in Deutsch, 15.30 Französisch
16.30-16.45 Mo-Sa Missionswerk Freundesdiens
t17.00-17.30 Radio Slowakei International in Französisch
17.30-18.00 1.9.-5.10.2014  Voice of Mongolia in Englisch
7310 kHz (1 kW)
06.00-16.00 Radio 700 - Schlager & Oldies, darin:
09.00-10.00 4. So Radio Gloria International
10.00-10.15 Missionswerk Freundesdienst
14.30-15.00 1.9.-5.10.2014  Voice of Mongolia in Englisch
15.00-16.00 Radio Slowakei International in Deutsch. 15.30 Französisch
Uhr Weltzeit (+2=MESZ) Frequenz (Sender) Programm (Christian Milling 29.8.2014 A-DX/BCDX, http://www.shortwaveservice.com/empfangen/programmplan/?lang=de 29.8.2014 via Dr. Hansjörg Biener)

Deutschland: Die neue Kurzwellenhobbystation auf 6150 (6149,996) kHz sagt sich jetzt als AM Europe 24 an. Für das Winterhalbjahr wurde der Zeitraum 02.00-21.00 Uhr Weltzeit eingetragen. Testsendungen mit Musik und Ansagen in Deutsch, Englisch und Niederländisch auf 6150 kHz laufen bisher vorzugsweise am Feierabend, also abends/nachts sowie Samstag/Sonntag. Nachdem zunächst platzhaltend Kall eingetragen war, ist bei der ITU seit 4. Juni „DAT Datteln, D, 51N39 007E20“ und seit dem 10. Juni „E24 Europa 24 (Germany)“ eingetragen. (Ivo Ivanov 7.8., Harald Kuhl 13., 17.8., Wolfgang Büschel 17.8., Russ Cummings 17.8.2014 BCDX/DXLD)

Ekuador: Ab dem 12. August 2014 haben sich im Großraum der ekuadorianischen Hauptstadt Quito zahlreiche große und kleine Erdbeben ereignet, so dass in der folgenden Woche nicht nur viele Menschen mit gepackten Koffern neben ihren Betten schliefen, sondern auch alle Wochenendevents wie Konzerte und Fußballspiele abgesagt wurden. Tatsächlich verstummte auch die Radio HCJB Quito verbliebene regionale Kurzwelle 6050 kHz, die mit 10 kW von Quitos Hausberg Pichincha aus ausgestrahlt wird.
Als weiteres Beispiel der Abkehr von „Reach Beyond“ (ex HCJB Global) von seinen rundfunkhistorischen Wurzeln versteht der US-amerikanische Kurzwellenexperte Glenn Hauser (in seinem DX Listening Digest 20. August 2014) die Tatsache, dass auf dessen Webseiten das Schicksal von Radio HCJB Quito unerwähnt bleibt. Allerdings ist auch auf den Seiten von andenstimme.org und hcjb.de kein entsprechender Hinweis bzw. keine Aufklärung verzeichnet, obwohl die Kurzwellensendungen eine Initiative der verbliebenen deutschen Redaktion sind. http://radiohcjb.org nennt nur die Mittelwelle 690 kHz und die UKW-Frequenzen Pichincha 89,3 MHz,  Manabí 92,5 MHz,   Tungurahua und Cotopaxi  96,1 MHz und Esmeraldas 98,3 MHz. (Dr. Hansjörg Biener)

Finnland: Nach im September 2013 gemeldeten Kurzwellensendungen auf 25760 kHz wurde Radio Gramox (http://www.gramox.fi) im August 2014 auf 3960 kHz (50 W) gemeldet. Die Station, die seit 2013 auf der UKW-Frequenz Tampere 106,8 MHz sendet, hat nach eigenen Angaben Senderechte für 729, 3960, 7230 und 25760 kHz. Nach Angaben des Sendereigners Pasi Komsi ist aber keine größere Sendeanlage geplant, die lizenzierten 50 Watt in Hämeenkyrö reichten ihm für den Spaß. Ausgestrahlt wird ein Nostalgieprogramm in Finnisch. (Thomas Nilsson 9.8., Mauno Ritola 9.8., Per Eriksson 10.8., Dave Kenny 10., 23.8., Jorma Mäntylä 10., 11.8., Anker Petersen 25.8.2014 DXLD)

Frankreich / USA: WRMI Okeechobee hat am 1. August 2014 die englischen Sendungen von Radio France Internationale auf die Kurzwelle zurückgebracht. Ausgestrahlt wird das Informationsprogramm „Paris Live“ Mo-Sa 4.00-4.30 Uhr (+2=MESZ) auf der WRMI-Hausfrequenz 9955 kHz. Das englische RFI-Programm kommt sonst 4.00-8.00 Uhr über 14 afrikanische UKW-Stationen und eine in Jamaika. (WRMI)

Indien: Die den fünf Hauptpflichten von Muslimen, die es sich leisten könnten, gehört die Pilgerfahrt nach Mekka (Hadsch). All India Radio begleitet sie alljährlich mit Sondersendungen in Urdu. Diese laufen in diesem Jahr vom 6 September bis 4. November 2014 nach folgendem Sendeplan:
0530-0600: 11670 (Aligarh 250 kW), 15210 (Panaji 250 kW), 15770 (Delhi 250 kW) Urdu
(Jose Jacob 31.8.2014)

Laos: Die wartungsbedingte Abwesenheit von Xizang PBS auf Frequenzen wie 4905, 4920, 6110, 6130 und 7385 kHz ermöglichte im August 2014 den vergleichsweise störungsfreien Empfang des laotischen Rundfunks. Die Empfangsmeldungen in Europa bezogen sich auf den Nachmittag (Sendeblock laut Liste 08.55-16.00 Uhr Weltzeit) und den späten Abend ab 22.00 Uhr (+2=MESZ). Am Senderstandort stehen offensichtlich zwei Kurzwellensender zur Verfügung, wobei einer einige 10 Hz zu niedrig sendet, während der andere ziemlich genau auf 6130 kHz arbeitet.
In der Stationsansage gegen 14.00 Uhr wird folgender Sendeplan in Englisch angesagt: ID; "This is the Lao National Radio, broadcasting from Vientiane capital, the Lao People's Democratic Republic. Our news in English program broadcasts at 2100 to 2130 hours local time daily [14.00-14.30 Uhr Weltzeit], which is transmitted on AM 567 kHz on medium wave and on AM 6130 kHz on shortwave". Im Anschluss kommt 14.30-15.00 Uhr das französische Programm. (Bruce W. Churchill 1.8., Ron Howard 5.8., Wolfgang Büschel 7., 8.8., Martien Groot 8., 12.8., Harald Kuhl 12., 13.8., Anker Petersen 12.8.2014 DXLD)

Malaysia: Am 14. August 2014 hatte Radio Television Malaysia Probleme mit der Zuführung der Sarawak-Programme Wai und Sarawak FM. Stattdessen strahlte man auf  9835 und 11665 kHz Traxx FM und Radio Klasik aus. Nun ist der Ausfall der Satellitenzuspielung nicht unüblich, doch wurde in der Vergangenheit dann kein Programm ausgestrahlt. Vor nicht allzu langer Zeit wurde beim Fehlen der Sarawak-Programme international spekuliert, dass die Sender für Störsendungen gegen Radio Free Sarawak eingesetzt werden würden. Womöglich wollte man jetzt allen Spekulationen aus dem Wege gehen. (Ron Howard 14.8.2014 DXLD)

Salomonen: In einer Feierstunde am 25. Juli 2014 haben der für den Katastrophenschutz zuständige Minister Bradley Tovosia und der japanische Botschafter auf den Solomonen Kenichi Kimiya der Solomon Islands Broadcasting Corporation eine neue Kurzwellenanlage übergeben. Das Projekt, das Sender, Antenne, Peripherie, Stromversorgung und Linksystem umfasste, wurde von der Japan International Cooperation Agency finanziert. Eingesetzt werden die Frequenzen 5020 bzw. 9545 kHz. Der angestrebte Sendeplan lautet offenbar:
19.00-22.00: 5020
22.00-05.00: 9545
05.00-11.58: 5020
Uhr Weltzeit (+2=MESZ) Frequenz (Sender) Programm
Allerdings gab es zunächst noch Probleme/Pausen bei den Übergängen.
Die bereits seit geraumer Zeit verstummten Mittelwellen 945 kHz (Gizo, Western Province) und 1386 kHz (Lata, Temotu Province) dürften dagegen abzuschreiben sein. Wie Martin Hadlow, ein früherer Mitarbeiter des SIBC der NZ DX Times berichtete, hat die Solomon Islands Broadcasting Corporation schlichtweg nicht das Geld für den Dieseltreibstoff. Abgesehen davon verzeichnet die Website www.sibconline.com.sb für Gizo Radio Happy Lagoon 96,3 MHz und für Lata Radio Temotu 96,3 MHz. „Auch wenn ich wegen des Reichweitenverlustes insbesondere bei Nacht den Mittelwelle nachtrauere, sind doch UKW-Sender für einen Teil der Bevölkerung mehr als gar nichts.“ Im Unterschied zur Mittelwelle könnte es nach Hadlows Ansicht die eine oder andere neue UKW-Frequenz geben. „Das hat auch damit zu tun, dass immer mehr Mobilfunksender aufgestellt werden (Telekom und Bee Mobile) und da könnte man dann auch eine UKW-Antenne hintun.“ (Martin Hadlow/Dr. Hansjörg Biener)

USA (LA): WRNO New Orleans konnte im Juli/August 2014 einigermaßen regelmäßig auf 7505,2 MHz gehört werden. Ein Empfangsbericht an wrno@mailup.net wurde binnen weniger Tage postalisch bestätigt. Zwar werden zwei Frequenzen für einen Betrieb rund um die Uhr angemeldet, doch ist der Sendeplan deutlich kleiner, im Sommer üblicherweise 01.00-04.00 (MESZ 3.00) Uhr auf 7505 kHz (ID "WRNO on 75-05 kHz."). Ausgestrahlt werden religiöse Sendungen und Musik, interessanterweise aber auch Übernahmen der Deutschen Welle. Als irritierend wird empfunden, dass dabei auch Sendungen und Musik zum Einsatz kommen, die kirchenjahreszeitlich geprägt sind (Weihnachten, Neujahr). (Wolfgang Büschel 19., 30.7., 24.8., Glenn Hauser 20.7., 23.8., Alvaro Lopez Osuna 29.7., Dave Valko 2.8., Ken Zichi  14.8.2014  DXLD)


UKW

Vereinigtes Königreich (Durham): Die britische Regulierungsbehörde Ofcom plant ein verkürztes Lizenzierungsverfahren für das am 29 November 2015 auslaufende Senderecht von Alpha Radio Limited in Darlington. Interessenten hatten bis zum 26 August 2014 Zeit, ihr ernsthaftes Interesse zu bekunden. Sollte sich nur der bisherige Inhaber interessieren, wird die Ofcom in Verhandlungen über eine Verlängerung des Senderechts bis zum 29 November 2027 eintreten. Sollte sich niemand interessieren, wird das Senderecht eingezogen.
103.2 Alpha Radio (A1FM, Alpha 103.2, 103.2 Alpha FM, Alpha Radio) ging am 30. November 1995 auf der gleichnamigen UKW-Frequenz auf Sendung. 2009/10 wurden Alpha Radio, Minster Northallerton und Durham FM zu Star Radio North East zusammengeführt. (http://licensing.ofcom.org.uk/radio-broadcast-licensing/monthly-updates/update0714 5.8.2014, Dr. Hansjörg Biener)

Vereinigtes Königreich (Somerset): Die britische Regulierungsbehörde Ofcom plant ein verkürztes Lizenzierungsverfahren für das am 25. Oktober 2015 auslaufende Senderecht von Midwest Radio Limited für Yeovil und Süd-Somerset . Interessenten hatten bis zum 26. August 2014 Zeit, ihr ernsthaftes Interesse zu bekunden. Sollte sich nur der bisherige Inhaber interessieren, wird die Ofcom in Verhandlungen über eine Verlängerung des Senderechts bis zum 25. Oktober 2027 eintreten. Sollte sich niemand interessieren, wird das Senderecht eingezogen.
Das Senderecht auf 105,6 und 106.6 MHz wurde am 26. Oktober 2003 von Ivel FM aktiviert, ist aber nach diversen Übernahmen bei Celador, das die Station 2012 dem Breeze-Format (http://southsomerset.thebreeze.com/) eingefügt hat. (http://licensing.ofcom.org.uk/radio-broadcast-licensing/monthly-updates/update0714 5.8.2014, Dr. Hansjörg Biener)

Vereinigtes Königreich (Yorkshire): Die britische Regulierungsbehörde Ofcom plant ein verkürztes Lizenzierungsverfahren für das am 4. Oktober 2015 auslaufende Senderecht von Dearne FM Limited (5 Sidings Court, White Rose Way, Doncaster DN4 5NU, www.dearnefm.co.uk) in Barnsley. Interessenten hatten bis zum 26 August 2014 Zeit, ihr ernsthaftes Interesse zu bekunden. Sollte sich nur der bisherige Inhaber interessieren, wird die Ofcom in Verhandlungen über eine Verlängerung des Senderechts bis zum 4. Oktober 2027 eintreten. Sollte sich niemand interessieren, wird das Senderecht eingezogen.
Das nach dem Fluss in Süd-Yorkshire benannte Dearne FM gehört zur Lincs FM Group (in Lincoln) und kommt inzwischen in einer Funkhauslösung wie die Schwesterstationen Trax FM und Rother FM aus Doncaster. Hauptfrequenz für das am 5. Oktober 2003 aktivierte Senderecht ist 102,0 MHz für Barnsley und das Dearne Valley. Dazu kommt als Frequenz für Penistone 97,1 MHz. (http://licensing.ofcom.org.uk/radio-broadcast-licensing/monthly-updates/update0714 5.8.2014, Dr. Hansjörg Biener)

Vereinigtes Königreich (Schottland): Die britische Regulierungsbehörde Ofcom plant ein verkürztes Lizenzierungsverfahren für das am 21 November 2015 auslaufende Senderecht von Wester Ross Radio Limited (Gairloch, IV21 2LR. http://www.2lr.co.uk) für die Region Gairloch, Loch Ewe und Loch Maree in den schottischen Highlands. Interessenten haben nun bis zum 26 August 2014 Zeit, ihr ernsthaftes Interesse zu bekunden. Sollte sich nur der bisherige Inhaber interessieren, wird die Ofcom in Verhandlungen über eine Verlängerung des Senderechts bis zum 21 November 2027 eintreten. Sollte sich niemand interessieren, wird das Senderecht eingezogen.
Two Lochs Radio sendet sein Eigenprogramme mit einem Team von Ehrenamtlichen und übernimmt sonst viel Programm von anderen gälischen Stationen bzw. hauptsächlich Smooth Radio Glasgow. „Britain's smallest commercial radio station“ sendet auf 106,0 und 106,6 MHz und betreut auch Lochbroom FM in den Regionen Ullapool und Coigach auf 96,8 und 102,2 MHz. Die Ausweitung des Sendegebietes ist angedacht.
(http://licensing.ofcom.org.uk/radio-broadcast-licensing/monthly-updates/update0714 5.8.2014)


Satellit

Deutsche Welle-Inhalte weltweit über „Outernet“
Die Deutsche Welle verbreitet journalistischen Inhalte jetzt auch über das Satellitennetz von „Outernet“, das die digitale Kluft im weltweiten Zugang zu Informationen verkleinern soll. Der Provider, der über ein Netz von Nanosatelliten ausgewählte Internetseiten in jeden Winkel der Erde transportieren will, hat mit einer Testphase begonnen, so dass der deutsche Auslandsdienst von Anfang an dabei ist.
DW-Intendant Peter Limbourg: „Outernet tritt für viele Werte und Ziele ein, für die auch die Deutsche Welle maßgeblich steht. Das Satellitennetz ist ein deutliches Signal an alle, die das Internet zensieren oder den Zugang einschränken wollen.“ Da der Empfang technisch einfach und ein effizientes Stören (Jamming) aufgrund der Vielzahl kleiner Satelliten kaum möglich sei, könne die Zusammenarbeit der DW mit Outernet „zur Netzneutralität beitragen und Zensurmaßnahmen umgehen“, so der Intendant. „Mittelfristig verbinden wir damit die Hoffnung, unsere Zielgruppen gerade in Krisengebieten und Ländern mit stark eingeschränkter Pressefreiheit noch besser zu erreichen.“
Outernet will ein Netz kleiner Satelliten nutzen, um ausgewählte Daten – Audio, Video, Text und Applikationen – an einfache Empfänger zu senden. Nutzer können diese Empfänger entweder kaufen oder selbst bauen. Alle Software und Hardware, die zum Empfang nötig sind, werden unter Open-Source-Lizenz bereitgestellt. Sobald der Empfänger das Satellitensignal registriert, leitet er es lokal weiter und ermöglicht jedem WiFi-Gerät in der Umgebung, die Inhalte anzuzeigen. In der Testphase ist Outernet in Europa, Nordamerika, in Nahost und Nordafrika zu empfangen. Anleitungen zum Empfang des Signals sind unter www.outernet.is (Englisch) abrufbar. (DW-Pressemitteilung 25.8.2014, von Dr. Hansjörg Biener bearbeitet)

Ukraine: Die ukrainische Mediengruppe 1+1 setzt seit dem ukrainischen Unabhängigkeitstag am 24. August dem russischen Russia Today das eigene Ukraine Today entgegen. Das unverschlüsselte Satellitenfernsehen in Englisch und auch Russisch kommt auf dem Eutelsat Hotbird Ost 13° 11623 MHz Vertikal, Symbol Rate: 27,5 Mbaud, FEC: 3/4, sowie bei http://uatoday.tv. (Sa 30.8. nachmittags: halbstündige Rotation eines englischen Programms)
Für Oleksandr Tkachenko, CEO von 1+ 1 Media, ist es eine Ehrensache: „Für uns, als einem der führenden ukrainischen Anbieter, ist es wichtig, der Welt Zugang zu den wahren Informationen und Ereignissen in der Ukraine, in Russland und in der Gemeinschaft unabhängiger Staaten zu ermöglichen. In den letzten Jahren haben wir einen regelrechten Nachrichtenkrieg der russischen Staatsmedien erlebt; wir glauben daran, dass wir darauf mit korrekten Informationen nach den journalistischen Kriterien der zivilisierten Welt antworten können. [...] Ukraine Today ist unser Beitrag zur europäischen Option der Ukraine“ Geleitet wird das Programm von Tetyana Pushvona, die ab September 2011 die Nachrichtenchefin des 1+1-Nachrichtenkanals TSN war. (AIB, Dr. Hansjörg Biener)


Amateurfunk

Niederlande: In Erinnerung an das Sendeende der niederländischen Seesender am 31. August 1974 hat sich ein niederländischer Funkamateur das Sonderrufzeichen PD538RNI gesichert. Die Ziffer 538 erinnert an die letzte Mittelwelle von Radio Veronica und RNI an Radio Northsea International. Arie Rietveld PD0ARI aus Giessenburg nutzt das Rufzeichen vom 28. August bis 19. September in den 10-, 20- und 40-m-Amateurfunkbändern: "Meine Liebe zum Radio begann in den frühen Siebzigerjahren, als ich Radio Veronica und Radio Northsea International entdeckte. Beide arbeiteten als Seesender und hatten eine Millionenhörerschaft. Jeden Tag gutes Programm, super DJs, tolle Jingles und Musik. Die Moderatoren und Sender wurden ein Teil meines Alltags. Radio Northsea International sendete auf Mittel-, Kurz- und Ultrakurzwelle, Radio Veronica nur auf Mittelwelle. Die Kurzwellensendungen von Radio Northsea International erschlossen mir eine neue Welt, Rundfunkfernempfang und viel später den Amateurfunk. Ich machte meine Lizenz und heute vergeht nicht ein Tag, ohne dass ich auf den Bändern unterwegs bin.“ Während RNI den Betrieb am 31. August 1974 ganz einstellte, ordnete sich Radio Veronica 1975 als nicht-kommerzielle Radiogesellschaft in das niederländische Rundfunksystem ein und verließ es wieder 1995 mit der Einführung von kommerziellem Rundfunk in den Niederlanden. (Arie PD0ARI via Mike Terry DXLD)


Internet

Botswana: Noch nicht im WRTH 2014, wohl aber in Sender und Frequenzen 2014 verzeichnet ist http://www.radiobotswana.gov.bw, die Startseite der online-Streams der beiden Programme von Radio Botswana. (Dr. Hansjörg Biener)

China: Das Beijinger Tourismusamt und Radio China International laden zu einem Quiz „Beijing erleben" ein, mit dem die chinesische Hauptstadt als Reiseziel noch bekannter gemacht werden soll. Interessierte können bis zum 20. Oktober 2014 über www.cri.cn in ihrer gewünschten Sprache (Chinesisch, Deutsch, Englisch, Französisch, Japanisch und Koreanisch) an dem Quiz teilnehmen. Der direkte Link zur deutschsprachigen Quizseite lautet: http://german.cri.cn/other/14gzbj/index.htm. Die Organisatoren werden unter allen Teilnehmern insgesamt sechs Preisträger auslosen, darunter auf jeden Fall einen deutschen Muttersprachler. Die Gewinner werden auf eine Beijing-Reise eingeladen, Flug- und Übernachtungskosten inklusive. (CRI)

Österreich: Das Dokumentationsarchiv Funk (An den Steinfeldern 4A, 1230 Wien) hat die ersten Vorträge von der Ham Radio 2014 in Friedrichshafen mit Bild und Ton auf seine Homepage gestellt:
Yagi- und Quad- Antennen für den Kurzwellenamateur (Martin Steyer, DK7ZB)
The Enigma and Others famous Cipher Machines (Tom Perera, W1TP)
FT5ZM- Amsterdam Island DXpedition (Ralph Fedor, K0IR)
Der Zugang, auch zu den Vorträgen der Vorjahre, erfolgt via www.dokufunk.org. (Wolf Harranth 27.8.2014)

Rumänien: Vom 20. bis 27. September 2014 ist Radio Rumänien in Bukarest Gastgeber des 2. Internationalen Festivals der Rundfunksinfonieorchester RadiRo. Radio Rumänien International veranstaltet aus diesem Anlass ein kleines Preisausschreiben.
Bereits 2012 brachte das erste RadiRo prestigevolle Rundfunkorchester auf die Bühne des Konzertsaals des Rumänischen Rundfunks: das BBC Symphony Orchestra, das Orchestra Sinfonica Nazionale della RAI und das Orchestre Philharmonique de Radio France. In 2014 nehmen Klangkörper aus Deutschland, Finnland, Frankreich, Tschechien und Rumänien unter der Leitung berühmter Dirigenten wie Joshua Weilerstein, Ondrej Lenárd, Stéphane Denève, Case Scaglione, Vassily Sinaisky, Tiberiu Soare und Cristian Mandeal am Festival teil. Bekannte Solisten der live übertragenen RadiRo-Abende sind der Pianist Jonathan Biss, die Sopranistin Katarina Jovanović, der Pianist Jan Simon, die Violinisten Nikolaj Znaider und Vadim Gluzman, zusammen mit großen rumänischen Künstlern, der Mezzo-Sopranistin Ruxandra Donose, dem Pianisten Horia Mihail und dem Violinisten Alexandru Tomescu. Der Ehren-Direktor dieser Auflage ist der rumänische Dirigent Cristian Mandeal.
Die Preise bestehen insbesondere aus CDs mit rumänischer und internationaler klassischer Musik. Des Weiteren winken den Gewinnern Gegenstände zu, die einen Bezug zur rumänischen Kultur und zum rumänischen Tourismus haben. Der Wettbewerb wird zusammen mit dem „Casa Radio“-Verlag und dem Bukarester Rathaus organisiert.
„Und nun die Fragen:
- In welchem Jahr fand die 1. Auflage des Internationalen Radio-Orchester-Festivals statt?
- Wer ist der Ehren-Direktor der 2. Auflage des Festivals?
- wie viele Radio-Orchester nehmen an der diesjährigen Auflage des Festivals teil?
- Nennen sie 3 rumänische Künstler (Solisten oder Dirigenten), die dieses Jahr am RadiRo-Festival teilnehmen.
Wir bitten Sie auch, uns mitzuteilen, was Sie dazu veranlasst hat, sich an unserem Preiswettbewerb zu beteiligen. Besonders wollen wir wissen, warum Sie die Sendungen von RRI hören oder unsere Programme im Internet verfolgen.“
Antworten werden erbeten an Radio România Internaţional, G-ral Berthelot Str. Nr. 60-64, Sektor 1, Bukarest, P. O. Box 111, PLZ 010171. Fax: 00.40.21.319.05.62. E-Mail: germ@rri.ro. Einsendeschluss ist der 26. September 2014 (Poststempel). (Eugen Cojocariu 4.8.2014 http://rri.ro/de_de/internationales_festival_der_rundfunk_sinfonieorchester_radiro_2014-20615)

Türkei: Der türkische Rundfunk TRT strahlt seine Programme auch im Internet aus. Ganz unten bei http://www.trt.net.tr/Radyo/RadyoAna.aspx finden sich Links zu neun Programmen. Tatsächlich erreicht man aber 18 Programmströme, wenn man dann eines anklickt, beispielsweise drei Ströme der Auslands-Stimme der Türkei und Regionalsender wie TRT Gap Diyarbakir.
Radyo 1 http://www.trt.net.tr/Anasayfa/canli.aspx?y=radyo&k=radyo1
TRT FM http://www.trt.net.tr/Anasayfa/canli.aspx?y=radyo&k=trtfm
Radyo 3 http://www.trt.net.tr/Anasayfa/canli.aspx?y=radyo&k=radyo3
Radyo 4 http://www.trt.net.tr/Anasayfa/canli.aspx?y=radyo&k=radyo4
TRT Türkü http://www.trt.net.tr/Anasayfa/canli.aspx?y=radyo&k=trtturku
TRT Nagme http://www.trt.net.tr/Anasayfa/canli.aspx?y=radyo&k=trtnagme
TRT Radyo  Haber http://www.trt.net.tr/Anasayfa/canli.aspx?y=radyo&k=trtradyohaber
TRT Antalya http://www.trt.net.tr/Anasayfa/canli.aspx?y=radyo&k=trtantalya
TRT Çukurova http://www.trt.net.tr/Anasayfa/canli.aspx?y=radyo&k=trtcukurova
TRT Gap Diyarnakir http://www.trt.net.tr/Anasayfa/canli.aspx?y=radyo&k=trtgapdiyarbakir
TRT Erzurum http://www.trt.net.tr/Anasayfa/canli.aspx?y=radyo&k=trterzurum
TRT Trabzon http://www.trt.net.tr/Anasayfa/canli.aspx?y=radyo&k=trttrabzon
TSR http://www.trt.net.tr/Anasayfa/canli.aspx?y=radyo&k=tsr
TRT Radyo 6 http://www.trt.net.tr/Anasayfa/canli.aspx?y=radyo&k=trtradyo6
TRT VOT East http://www.trt.net.tr/Anasayfa/canli.aspx?y=radyo&k=trtvoteast
TRT VOT World http://www.trt.net.tr/Anasayfa/canli.aspx?y=radyo&k=trtvotworld
TRT VOT West http://www.trt.net.tr/Anasayfa/canli.aspx?y=radyo&k=trtvotwest
TRT Avrupa FM http://www.trt.net.tr/Anasayfa/canli.aspx?y=radyo&k=trtavrupafm
(Dr. Hansjörg Biener)


Hobbykontakt

Benin: Steve und Lorraine Stavropoulos sind von Swasiland nach Benin umgezogen, um bei der TWR Mittelwellenstation Parakou 1566 kHz zu arbeiten. Auf der Website von TWR Benin findet sich die Stellenbeschreibung für einen West Africa Broadcast Engineer von 2012, doch offensichtlich hat sich niemand gefunden, und so ist das Missionarsehepaar nach fast vier Jahrzehnten bei TWR Swasiland nun als wohl letzte Station seiner Überseetätigkeit nach Benin gezogen. Zu den vielen neuen Herausforderungen gehört nun, Französisch zu lernen. Steve Stavropoulos kommt als „Chefingenieur“, dürfte aber aufgrund seiner Leitungserfahrung in Swasiland bald zusätzliche Aufgaben haben, da TWR Benin jüngst einige Abgänge hatte, so unter anderem Paul Cox, der die Station mit aufgebaut und seit 2008 geleitet hat. Lorraine Stavropoulos, die bisher als DX-Secretary Empfangsberichte beantwortet hat, wird dies, so der aktuelle Stand, auch weiter tun. (Dr. Hansjörg Biener)

Brasilien: RNA Brasilia (RNA, Caixa Postal 258, Brasilia - DF,  70.359-970, Brasil) beantwortete einen Empfangsbericht an Radio Nacional da Amazonia mit einer QSL per Einschreiben (71 Tage nach dem Bericht). Die 2 USD für Rückporto wurden der QSL wieder beigelegt. Behalten wurden die Ansichtskarte von Egelsbach und eine deutsche Sonderbriefmarke. (Harald Denzel 26.8.2014 BCDX)

Deutschland (BY): Das Rundfunkmuseum der Stadt Fürth (Kurgartenstr. 37a, 90762 Fürth) veranstaltet am 21. September (Sonntag) wieder seine beliebte Radiobörse. In diesem Jahr findet sie ab 9.00 Uhr an einem neuen Veranstaltungsort auf dem Parkplatz  direkt beim Museum statt.
Am Sonntag den 21. September 2014, ab 9.00 Uhr, Aufbau für Aussteller ab 8.00 Uhr.
Ein eigener Verkaufsstand für 15,00 € (Aufbau ab 8.00, Wetterschutz mitbedenken) soll bis zum 9. September unter der Rufnummer 0911-7568110 angemeldet werden. Es gibt allerdings keine Platzreservierung. Essen und Trinken sind in der Cafeteria des Museums erhältlich. Das Museum hat ab 9.00 Uhr geöffnet. Das Museum bietet ebenfalls Geräte zum Verkauf an. (Werner Lindner 10.8.2014)

Deutschland (BE): Der KBS World Radio Hörerclub lädt zum 10. Hörertreffen in Berlin ein. Treffpunkt ist am 4. Oktober 2014 um 16 Uhr (Ortszeit) erneut das koreanische Restaurant „HO DO RI“ ausgesucht. in der Goebenstr. 16 in 10783 Berlin-Schöneberg. Interessenten mögen sich bei Andreas Mücklich (0170/1841346, KBS-Hoerertreffen-Berlin@willi-stengel.de) anmelden.
Der Veranstaltungsort ist leicht erreichbar: Vom Bahnhof Friedrichstrasse kann man jede S-Bahn in Richtung Süden (Wannsee, Teltow, Marienfelde) nutzen und vom Bahnhof Südkreuz ist es nur eine Station, mit der S2 oder der S25 in Richtung Norden (Bernau, Hennigsdorf), bis zum Bahnhof Yorckstraße. Mit der U-Bahn fährt man am besten mit der U7 bis zum Bahnhof Yorckstraße oder mit der U2 bis zum Bahnhof Bülowstraße.
Informationen finden sich auf bei http://world.kbs.co.kr/german und dann dem Punkt Hörerclub Berlin, oder http://kbsworldlistenersclub.blogspot.de. (Andreas Mücklich)

USA: Ein Spötter in der Facebook-Gruppe Extreme Shortwave Listening hat den ersten Extreme Shortwave Listening (ESWL) Contest ausgeschrieben und damit sowohl religiöse Anbieter als auch Kontestausschreibungen hochgenommen. Thema: „The 24 Hours of Brother Scare“.
Der interessierte Teilnehmer sollte an einem Tag im August 2014 zwischen 0.00 und 24.00 Uhr so viele Sender des US-amerikanischen Endzeitpropheten Brother Stair loggen wie möglich. „Details von mindestens fünf Minuten pro Log“.
Die Punktverteilung sah folgendermaßen aus:
1 Punkt für Senderstandorte in der westlichen Hemisphäre
2 Punkte für Mittelwellensendungen
2 Punkte für Senderstandorte in Europa
3 Punkte für Senderstandorte außerhalb Europas und der westlichen Hemisphäre
je 1 Bonuspunkt für jeden Log mit dem Wort 'Maranatha' (Oh Herr, komm).
Geloggt werden durfte jede Frequenz nur einmal und alle Empfänge mussten mit der eigenen Ausrüstung sein.
Die Auswertung wurde in die eigenen Verantwortung des Teilnehmers gelegt (Achtung: Das Gewissen schaut über die Schulter). Ebenso sollte sich jeder Teilnehmer sein Sieger-T-Shirt selber machen. „Um diesen Kontest zu gewinnen, braucht man Standfestigkeit, ein gutes Wissen über Sendepläne sowie eine große Flasche Medizin der eigenen Wahl [...] Bourbon. Du wirst sie brauchen.“ (David Goren DXLD 31.7.2014)


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