NTT Aktuell Februar 2012

Editor:
Dr. Hansjörg Biener (Hansjoerg_Biener@yahoo.de)
Neulichtenhofstr. 7, D-90461 Nürnberg.

Die Zusammenstellung des ntt nutzt neben eigener Recherche folgende Quellen
A-DX: e-Mail-Liste von Christoph Ratzer
BCDX: Wolfgang Büschel
DXLD: Glenn Hausers DX-Listening Digest

Date_of_Update


Allgemeines

Deutschland (HE): Weichenstellung für Generationswechsel in der Leitung von ERF Medien
Der Aufsichtsrat von ERF Medien hat nach längeren Beratungen eine Halbierung des Vorstands auf zwei Personen beschlossen. Demnach sollen zum 1. Juni 2012 Jürgen Werth [60] als Vorstandsvorsitzender und Ulrich Rüsch [60] als Geschäftsführer für weitere fünf Jahre wieder in den Vorstand berufen werden. Der jetzige Vorstand Programm Udo Vach [61] und Vorstand Marketing und Technik Hartmut Diehl [58] werden dem zukünftigen Vorstand nicht mehr angehören.
Ein Vorstand aus zwei Personen sei der Größe des ERF und dem Umfang der Aufgaben in der Zukunft angemessen, begründete der Vorsitzende des Aufsichtsrates, Prof. Dr. Jürgen von Hagen, die Entscheidung. Der hauptsächlich aus Spenden finanzierte ERF hat etwa 230 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, die Inhalte für Hörfunk, Fernsehen und Internet produzieren. Bei den Vorgesprächen habe man auch die Notwendigkeit eines Generationenwechsels in den Blick genommen, so. Dabei werde man den Vorschlag von Jürgen Werth in Erinnerung behalten, dass sein Vertrag vorzeitig enden könne, wenn eine überzeugende Lösung für seine Nachfolge gefunden worden sei. Der gelernte Journalist Jürgen Werth ist seit 1973 beim ERF in Wetzlar. Zunächst war er Rundfunk-Redakteur, hat unter anderem den Jugendfunk “junge welle” geleitet und wurde 1986 Chefredakteur Hörfunk. Seit 1994 leitet er das christliche Medienunternehmen. Nach einer betriebswirtschaftlichen Diplom-Arbeit über Arbeitsabläufe im ERF begann Ulrich Rüsch 1982 als Assistent des damaligen Verwaltungsdirektors. 1987 kam er in die Gesamtleitung und steht seitdem dem christlichen Medienunternehmen als Vorstand Finanzen und Personal vor.
Udo Vach studierte nach seiner Ausbildung zum Kaufmann Theologie und kam nach verschiedenen Pastoraten in Freien evangelischen Gemeinden 1986 zum ERF. 1995 wurde Udo Vach als Vorstand Programm in die Gesamtleitung des Senders berufen. Jetzt scheidet er auf eigenen Wunsch aus dem Vorstand aus, wird aber für die inhaltliche Ausrichtung des ERF verantwortlich bleiben. Hartmut Diehl scheidet Ende Februar 2012 aus dem ERF aus und wechselt in die Privatwirtschaft in der Region. Nach seinem Nachrichtentechnik-Studium hatte er 1978 beim ERF in der Abteilung Tontechnik begonnen und nach einer vierjährigen Pause 1988 die Leitung der Abteilung Technik übernommen. Zu seinen Aufgaben gehörte es, vorhandene Verbreitungswege auszubauen und in einer immer unübersichtlicheren Medienlandschaft neue zu finden. Als Vorstand Technik und Marketing wurde er 2004 in die Leitung berufen. “Der ERF - seine Hörer und Zuschauer, seine Mitglieder und seine Mitarbeiter - verdankt beiden sehr viel. Besonders Hartmut Diehl wünschen wir von Herzen Gottes Segen und Begleitung in seiner neuen Tätigkeit.”, so von Hagen. Die aus den Personalveränderungen resultierenden internen Änderungen in der Leitungsstruktur werden derzeit vom Vorstand beraten und sukzessive umgesetzt, so Jürgen Werth. (ERF-Pressemitteilung 24.1.2012, Dr. Hj. Biener)

Deutschland (NI): Neue Aufgaben für Rüdiger und Dorothea Klaue
Nach dem Tod von Mutter (99) und Tante (104) von Rüdiger Klaue im Vorjahr konkretisieren Rüdiger und Dorothea Klaue jetzt ihre Pläne für eine Rückkehr nach Südamerika. Dies wird aber aus Gesundheitsgründen nicht mehr eine Rückkehr zu Radio HCJB nach Quito, wo Rüdiger Klaue 1982 der erste Mitteleuropäer in der deutschen Redaktion war und zeitweise ihr Leiter, sondern eine Rückkehr nach
Asuncion, Paraguay. Eine Wohnung ist bereits gefunden und wird vom Eigentümer hergerichtet: “Der Mann ist Elektromechaniker und hat alle Steckdosen und elektrischen Leitungen in Ordnung gebracht und das Dach repariert, so dass es nicht durchregnet. Das ist dort nicht selbstverständlich, aber wir brauchen zuverlässigen Strom, denn wir wollen wieder ein Heimstudio einrichten, um weiter Radiosendungen zu produzieren. In Paraguay entstehen viele Lokalsender, und es gibt einen großen Bedarf für Schulung von Radiosprechern.”, schreibt Dorothea Klaue in einem jüngsten Rundbrief.
Seit Juli 2001 lebten Rüdiger und Dorothea Klaue als HCJB-Repräsentanten für den deutschsprachigen Raum in Europa, produzierten aber auch weiter Radiosendungen zur Ausstrahlung über Radio HCJB Quito und andere Sender. Jahrzehntelang hatte die 1953 begründete deutsche Redaktion aus Sally Schroeder (1957-1987 bei Radio HCJB), Peter und Maria Hübert (1964-1989) und Cornelius und Elfrieda Balzer (1971-1981, 1981-1984 Europa-Repräsentanten) bestanden, doch sahen sich die nordamerikanischen Mennoniten nicht mehr in der Lage, Mitarbeitende für den deutschen Dienst zu stellen. 1982 war Rüdiger Klaue der erste Mitteleuropäer im deutschen Dienst, während seine Frau Dorothea aus Paraguay stammt. Zu dem Zeitpunkt war Rüdiger Klaue schon anderthalb Jahrzehnte mit dem Janz-Team in Südamerika tätig und hatte auch Sendungen für Radio HCJB Quito produziert. Zunächst wurde er ausgeliehen, später wechselte er ganz zur Radiomission. Klaues und weitere mitteleuropäische HCJB-Mitarbeiter wurden über Missionsagenturen wie die Deutsche Missions-Gemeinschaft oder die Vereinigte Deutsche Missionshilfe nach Quito ausgesandt. Auch jetzt soll die mitteleuropäische Unterstützung für das Missionsehepaar über die VDM organisiert werden.
Ein Ausreisetermin steht jedoch noch nicht fest. (Dr. Hj. Biener)

Kenia: Aufarbeitung des kenianischen Bürgerkriegs 2007/08: Wieder ein Radiomann dabei
Die juristische Aufarbeitung der bürgerkriegsähnlichen Ausschreitungen in Kenia 2007/08 wird vier Personen von den Internationalen Gerichtshof in Den Haag bringen. Bei den künftigen Angeklagten handelt es sich um die Kabinettsmitglieder William Ruto, Francis Muthaura und Uhuru Kenyatta (immerhin stellvertretender Premierminister). Außerdem kommt Joshua Arap Sang von Kass FM 89,1 MHz vor Gericht, der die Radiostation für die Organisation der Gewalt zur Verfügung gestellt haben soll. Kass FM erreicht nach eigenen Angaben 4,5 Mio. Menschen täglich.
Da jeweils zwei der vier die verfeindeten Seiten repräsentieren wird die Verhandlung geteilt: Ruto und Arap Sang gehören zum Orange Democratic Movement ODM, Muthaura and Kenyatta zur Party of National Unity PNU. Alle Angeklagten bleiben bis auf weiteres auf freiem Fuß, doch machte die vorsitzende Richterin Ekaterina Trendafilova deutlich, dass dies von ihrer weiteren Kooperation abhängt.
Im Nachgang zu den umstrittenen Präsidentschaftswahlen war es ab December 2007 zu schweren Auseinandersetzungen zwischen Parteigängern der ODM und PNU gekommen, die mehr als 1100 Menschenleben kosteten und 600.000 Menschen in die Flucht zwangen. Da die kenianischen Behörden keine Ermittlungen einleiteten, begann der internationale Gerichtshof im März 2010 mit einer eigenen Untersuchung. Diese ist im Land hoch umstritten, da sie als Eingriff in innere Angelegenheiten gesehen wird und die jeweils angeklagten Führungspersonen von ihren Anhängern zu Märtyrern ihrer Sache gemacht werden.
Tatsächlich ist auch einer der drei Richter, der Deutsche Hans-Peter Kaul, nicht der Ansicht, dass die Fälle beim ICC verhandelt werden sollten. Zwar seien die Vorwürfe schwere Vergehen, doch handele es sich nicht um Fälle im Sinn des Gründungsstatuts, sondern müssten in Kenia strafrechtlich verfolgt werden.
Amnesty International und andere Menschenrechtsgruppen begrüßten dagegen die Einleitung des Verfahrens, da so deutlich werde, das Führer nicht einfach so davon kommen. “Allerdings”, so Justice Nyang’aya (AI Kenya), “sind das nur vier Leute. Es gab aber Tausende von Menschenrechtsverletzungen, von denen manche auch Verbrechen gegen die Menschheit waren, und Tausende von Opfern warten auf Gerechtigkeit.”
(Blake Evans-Pritchard: ICC Confirms four Kenya Cases 24.1.2011 IWPR)

Pakistan: Mitarbeiter von VoA Deewa Radio getötet
Am 17. Januar ist ein Mitarbeiter von Deewa Radio beim Abendgebet in einer Moschee bei Shabqadar von unbekannten Angreifern angeschossen worden und später im Krankenhaus von Peshawar gestorben. Wie ein Sprecher der Taliban sagte, handelte es sich um einen Anschlag der islamischen Gotteskämpfer. Nach Angaben von Augenzeugen schoß ein Angreifer dem Journalisten in den Kopf, während ein zweiter Talib dem Motorrad vor der Moschee wartete.
Nach islamischer Sitte wurde Aatif umgehend beerdigt, während Vorgesetzte und Kollegen am 20. Januar des ermordeten Journalisten in Washington gedachten. VOA Director David Ensor erinnerte daran, dass Aatif trotz vieler Morddrohungen an seinen journalistischen Idealen festgehalten habe. “Aatif hat täglich sein Leben aufs Spiel gesetzt, um fair und unparteilich aus und für diese kritische Region zu berichten Wir betrauern den Verlust unseres Kollegen und fordern die Behörden auf, mehr für den Schutz der Journalisten zu tun und alles für die Verfolgung dieses Verbrechens.”
Mukarram Khan Aatif, der seit 2006 für die Stimme Amerikas arbeitete, und andere Mitarbeiter von VoA Radio Deewa hatten verschiedentlich Todesdrohungen erhalten. In den letzten Jahren wurde Pakistan zu einem der mörderischsten Gebiete für Journalisten. VOA Deewa sendet Hörfunk- und Fernsehprogramme für die unkontrollierbaren paschtunischen Grenzgebiete zwischen Pakistan und Afghanistan, die als Hochburg von Taliban und al-Qaida gelten. (VoA-Pressemitteilungen VOA Reporter Killed In Pakistan 17.1.2012, VOA Pays Tribute to Reporter Slain in Pakistan 20.1.2012)

Russland: Die Stimme Russlands hat am 1. Januar 2012 ihren Sendeplan modifiziert. Prominenteste Änderungen sind die auf 16.00-21.00 Uhr vorgezogene Sendestrecke in Arabisch, die Erweiterung von Kurdisch um eine Stunde, deutliche Erweiterungen in Türkisch unter anderem um einen Morgenblock 1.00-5.00 Uhr sowie Erweiterungen in Englisch für den Nahen und Mittleren Osten. Russisch kommt wieder rund um die Uhr.(Vadim Alexeew 14.1.2012 BCDX)

Tansania: VOA Swahili Radio hat eine Gesundheitssendung für Mädchen begonnen, die die durch die U.S. Agency for International Development finanziert wird. Die Halbstundensendung Crossroads: Healthy Decisions for the Youth wird am Wochenende auf den eigenen Plattformen (inkl. Kurzwelle) als auch bei Partnersendern (wie Sport Radio 91.2 FM) ausgestrahlt. VOA Swahili Service Chief Mwamoyo Hamza: “In jeder Sendung sollen auch die Mädchen selber zu Wort kommen. In der ersten Sendung berichtete eine 15-jährige von einer erzwungenen Abtreibung, bei der es zu Komplikationen kam. Sie kann nunmehr gar keine Kinder bekommen.” (VoA-Pressemitteilung New VOA Health Program Aims at Women in Tanzania 26.1.2012)

Ungarn: Lobbyarbeit für Ungarn-Programm von RFE/RL
Nachdem das Budapester Klubrádió seine Frequenzen im März verlieren wird, gibt es in den USA Lobbyarbeit für eine Neuauflage des ungarischen Programms von Radio Free Europe/Radio Liberty. Sie geht unter anderem von einem früheren Botschafter der USA aus, der bemerkte, “Macht korrumpiert, absolute Macht korrumpiert absolut und große Menschen sind fast immer schlechte Menschen. Das gilt für alle Politiker.” Bemerkenswert ist hierzu eine Reaktion von RFE/RL, das bei einer Ansprache über Twitter antwortete, “zur Zeit” plane man nicht, die Sendungen für Ungarn wieder aufzunehmen.
Erste Sendungen in Ungarisch sowie auch Polnisch hatte Radio Free Europe im August 1950 ausgestrahlt, vier Wochen nach seinen ersten Sendungen in Tschechisch und Slowakisch. Die Rolle der ungarischen Sendungen im Jahre 1956 wurde zum Gegenstand kontroverser Diskussionen. Neben der auf vehementen Widerspruch gestoßenen Auffassung, RFE habe in Ungarn unberechtigte Hoffnungen auf Beistand der NATO geweckt, gibt es hier auch die Meinung, der offensive Stil der Sendungen von RFE habe das Eingreifen der Sowjetunion mit provoziert.
In Einzelfällen fand das ungarische Programm, das im letzten Ausbaustand fast durchgehend (mit Ausnahme nur einer nächtlichen Sendepause von ca. fünf Stunden) über die Kurzwellensender von RFE/RL in Hessen und Portugal lief, auch in der DDR Aufmerksamkeit. Aus dem Süden Brandenburgs gibt es die Anekdote von einer Schulklasse, der auf einem Ausflug von ihrem Lehrer strikt untersagt wurde, westdeutsche Programme zu hören. Ein kundiger Schüler griff deshalb kurzerhand auf die ihm bekannte Rockmusiksendung des Ungarn-Programms von RFE/RL zurück. Hier war der Lehrer nicht in der Lage, seinen Eindruck “der Sender ist aber auch nicht astrein” zu begründen.
1993 stellte RFE/RL sein ungarisches Programm ein und führte zur Begründung an, keine Sendezeiten bei Magyar Rádió erhalten zu haben. In Polen und der Tschechoslowakei andererseits hatte man Sendezeit im Inlandsfunk bekommen. (Kai Ludwig 15.1.2012 RBB)

USA: Der für die strategische Leitung der US-Auslandsmedien zuständige Broadcasting Board of Governors will die Vielzahl zusammenführen und Mehrfachversorgungen abbauen. Dies sieht ein Beschluss vor, der am 13. Januar 2012 gefasst worden ist. “Der Board will die Auslandsdienste stärken, in dem er Ressourcen freisetzt, die durch ineffiziente und verdoppelnde Strukturen gebunden sind, und sie in den Programmausstroß investiert”, sagte der BBG Vorsitzende Walter Isaacson. “Diese historische Entscheidung soll die Auslandsdienste in ein großen Auslandsdienst verschlanken, der zwar verschiedene Radiomarken hat, aber gemeinsam Qualitätsjpurnalismus lebt.”
Der 2012-2016 Strategic Plan braucht aber eine rechtliche Absicherung, für die man noch 2012 einen International Broadcasting Innovation Act vorlegen will. Da die Existenz von Radio Free Europe/Radio Liberty, Radio Free Asia und den Middle East Broadcasting Networks sowie diverser Untermarken gerade auf politische Entscheidungen und Sonderanliegen aus dem Kongress zurückgeht, dürften da einige Hürden zu nehmen sein. “Wir freuen uns auf eine gute Zusammenarbeit mit den internen und externen Beteiligten sowie der Administration und dem Kongress.” Zur Vorbereitung der jetzigen Entscheidung hat man sich die Dienste diverser externer Beratungsfirmen gesichert, um “Kosten, Nutzen und Rechtsfragen” besser zu verstehen. “Die Studien zeigen überzeugend Sparmöglichkeiten und die rechtliche Machbarkeit.”
Im Rahmen der Neugrundlegung der US-Auslandsmedien soll auch der Smith-Mundt Act gekippt werden, nach dem Material von Auslandsmedien nicht für ein Publikum im Inland verwendet werden darf. Mit Blick auf das Internet ist so eine Regelung eigentlich obsolet; bei den privaten Kurzwellensendern wird die Regelung sowieso umgangen, insofern deren Sendungen in der Regel Inlandsprogramme fürs Ausland duplizieren und de facto eine vergleichsweise preiswerte Flächendeckung fürs Inland angestrebt wird. (BBG Calls for Agency Restructuring 18.1.2012, Dr. Hj. Biener)

USA: Seit dem 6. Februar 2012 arbeitet Lynne Weil als Director of Communications and External Affairs beim Broadcasting Board of Governors. Sie soll das für die strategische Leitung der US-Auslandsmedien zuständige Gremium sowohl hinsichtlich eigener Medienstrategien beraten als auch bei der politischen Lobbyarbeit im In- und Ausland unterstützen. Weil kommt aktuell vom US-Außenministerium. Davor arbeitete sie in Washington in der Medien- und Politikberatung und davor für verschiedene nationalen und internationalen Medien, inklusive Deutsche Welle und Voice of America. (BBG-Pressemitteilung Lynne Weil Named Director of Communications and External Affairs of the Broadcasting Board of Governors 25.1.2012)

Vereinigtes Königreich: Der BBC World Service wird auch weiterhin mit Babcock für die weltweite Zuspielung und Ausstrahlung seiner Programme zusammenarbeiten. Ein neuer Zehn-Jahres-Vertrag regelt ab dem 1. April 2012 die Koordination und Ausstrahlung von mehr als 180.000 Kurzwellensenderstunden im ersten Jahr, den Betrieb von sechs Sendezentren für die Hauptzielgebiete Afrika und Asien, den Betrieb eines weltweiten Zuspielungsnetzes u. a. für die mehr als 150 UKW-Relais des BBC World Service sowie ein durchgehendes Qualitätsmonitoring. (RNMN 13.1.2012)


Mittelwelle

Bulgarien: “Nach mehr als 75 Jahren soll Radio Bulgaria zum 31. Januar 2012 (2200 UTC, Mitternacht Ortszeit) seine Mittel- und Kurzwellensendungen einstellen.” In einer Mitte Januar versandten Nachricht berichtete Ivo Ivanov, der 19 Jahre für die Frequenzplanung zuständig war, von einem Schockzustand und Endzeitstimmung in den Auslandsredaktionen und bat um aufmunternde e-Mails, im Fall der deutschen Redaktion an german@bnr.bg. Die Sendeanlagen in Kostinbrod und Padarsko würden abgerissen, die Mitarbeitenden entlassen. Zum 14. Januar 2012 ging eine Homepage www.saveradiobulgaria.com in Betrieb, wo aber nach den Altersangaben vor allem bereits im Alter fortgeschrittene Kurzwellenfreunde unterschrieben. Am 16. Januar wurde das Sendeende auf Kurzwelle offiziell mitgeteilt.
Die folgenden Wochen sorgten nicht unbedingt für mehr Klarheit. Hintergrund der Entscheidung ist offenbar eine vom bulgarische Finanzministerium ohne Vorwarnung für 2012 verfügte Kürzung des BNR-Budgets um weitere 7 Mio. Leva (3,5 Mio. Euro), nachdem BNR im vergangenen Jahr bereits 10 Mio. Leva (5 Mio. Euro) gestrichen wurden. Wie der vom Rundfunk zu unterscheidende Senderbetreiber auf Nachfrage mitteilte, werde man die Sendeanlagen weiterhin für mögliche Kunden bereithalten. Erst im vergangenen Herbst waren die Ausstrahlungen von Radio Bulgarien auf Kurzwelle weiter eingeschränkt worden. Auf eine Nutzung der Sendeanlage Kostinbrod bei Sofia wird seitdem verzichtet; gesendet wird nur noch aus Padarsko bei Plovdiv, wobei die Sendeleistung meist auf 170 kW beschränkt bleibt.
Zunächst bis zum 14. Februar sollen die auf den Mittelwellen Petric 747 und Vidin 1224 kHz für die Nachbarländer ausgestrahlten Sendungen in Albanisch, Serbisch, Griechisch und Türkisch beibehalten werden; Danach ist abzuwarten, ob die Sender 6.30-8.00 und 18.00-24.00 Uhr Ortszeit noch Sendungen von Radio Bulgarien ausstrahlen oder wie die anderen Großsender bereits im April 2010 abgeschaltet werden. Die seinerzeit übrig gebliebenen Inlandsmittelwellen wurden vor allem wegen der Sendungen für die türkische Minderheit in Bulgarien beibehalten. Geprüft werden auch Optionen über Internet (eine Stunde pro Tag und Fremdsprache) und/oder Satellit. (Dr. Hj. Biener, Kai Ludwig 15.1.2012 RBB)

China (Jiangxi): Bei Taihe, südlich von Ji'an, ist offenbar eine Großsendeanlage für die Mittelwelle 1170 kHz (600 kW) in Betrieb gegangen. Bislang verfügte die Jiangxi Transmitting Station 802 über die Mittelwellen 540 kHz (10 kW) für CNR-1 und 1350 kHz (10 oder 50 kW) für Jiangxi PBS. Laut chinesischen Websites wurde das Projekt 2008 begonnen und handelt es sich bei dem jüngst nach ausführlichen Tests abgenommenen Sender vom Typ ZF-600A um eine “Neuentwicklung”. Andere sehen in ihm einen Klon westlicher Technologie, der nun “ganz zufällig” auch den Empfang der für China bestimmten Auslandssendungen der Voice of America auf der philippinischen Mittelwelle Poro 1170 kHz trifft. (Mauno Ritola, Alan Davies BCDX)

Dänemark: Färöer auf Mittelwelle mit 100 kW
Kringvarp Føroya, der öffentlich-rechtliche Rundfunk der Färöer-Inseln, wird auf der Mittelwelle 531 kHz derzeit mit einer Leistung von 100 kW ausgestrahlt. Wie Kringvarp Føroya gegenüber dem Fernempfangsexperten Erik Kugland erklärte, geschieht dies vor dem Hintergrund des Ausfalls mehrerer UKW-Anlagen, die durch Stürme beschädigt wurden.
Die Mittelwellenanlage Akraberg an der Südspitze der Insel Suðuroy wird noch primär für die Fischereiflotten der Färöer im Nordatlantik in Betrieb gehalten, wobei sonst aus Kostengründen die Sendeleistung auf 25 kW beschränkt bleibt. Eine völlige Abschaltung der Anlage wird bereits seit Jahren diskutiert. Trotzdem ist sie 2008 mit neuer, 100 kW starker Halbleitertechnik ausgerüstet worden, die den bis dahin genutzten Röhrensender (200 kW) ersetzte. Vor allem beim Betrieb mit voller Leistung ist der Sender Akraberg in den Morgenstunden zum Teil auch in Mitteleuropa zu hören, nachdem die Mitbelegung der Frequenz 531 kHz aus Sachsen-Anhalt und der Schweiz 2008 endete. (Kai Ludwig 22.1.2012 RBB)

Deutschland: Der SWR hat am 8. Januar 2012 seine letzten Mittelwellen stillgelegt. Auf 576 kHz wurde unmittelbar nach der Abschaltung des Senders Mühlacker das Nachrichtenprogramm RNE 5 des öffentlich-rechtlichen Rundfunks von Spanien hörbar, das hier mit einer Sendeleistung von 100 kW in Barcelona abgestrahlt wird. Die Übertragungsleitung zur Sendestation Mühlacker war in den letzten Betriebstagen anscheinend schon nicht mehr aktiv. Auf 576 kHz war eine zuvor nicht vorhanden gewesene Verzögerung gegenüber den Frequenzen 666 und 1017 kHz von drei Sekunden zu beobachten, die auf eine ersatzweise Verwendung der Satellitenübertragung von SWR cont.ra deutete. Auf 1017 kHz war zunächst kein stärkeres Signal mehr vorhanden. Neben einem 10 kW starken Sender in Spanien und einem Kleinsender mit nur 600 Watt in England könnte hier künftig der Iran in Erscheinung treten. Die Großsender in Mecklenburg, Lettland, Bulgarien (jeweils auf 576 kHz), Litauen (666 kHz) und der Türkei (1017 kHz), die in der Vergangenheit den Empfang der jetzt abgeschalteten SWR-Sender gestört hatten, sind bereits im Laufe der vergangenen Jahre verstummt. (Kai Ludwig)

Deutschland: Der WDR hat, wie in einer Sendeschleife angekündigt, die DRM-Sendungen auf der Mittelwelle Langenberg 1593 kHz zum 31. Dezember 2011 eingestellt. Dagegen sollen die Mittelwellen Langenberg 720 kHz und Bonn 774 kHz erhalten bleiben, da sie für Sonderprogramme wie das Verkehrsradio und WDR Event (u. a. Sportübertragungen) gebraucht werden. (Jürgen Lohuis BCDX)

Italien: Die RAI hat am 31. Dezember 2011 ihre noch verbliebenen Programmangebote für das Ausland eingestellt. Beim Hörfunk betrifft dies das erstmals 1952 ausgestrahlte Nachtprogramm Notturno Italiano. Seit im Jahre 2002 am Senderstandort Santa Palomba bei Rom ein Betriebsverbot gegen die 1200 kW starke Mittelwelle 846 kHz verhängt wurde, lief es über die Frequenzen Neapel 657 kHz, Mailand 900 kHz und die Romer Stadtfrequenz 1107 kHz. Zumindest vorerst bleiben diese Sender auch weiterhin die Nacht hindurch eingeschaltet. Sie übertragen dabei jetzt Radiouno, das bislang zwischen 0.00-6.00 Uhr Ortszeit nur auf UKW ausgestrahlt wurde.
Notturno Italiano enthielt bis zuletzt Nachrichten in englischer und französischer Sprache. Sie waren ein letzter Rest des Auslandshörfunks der RAI, der 2007 entfiel, nachdem die damalige italienische Regierung ihn nicht mehr weiter finanzierte. Bis dahin wurde für Notturno Italiano auch einer der Kurzwellensender in Prato Smeraldo bei Rom auf 6060 kHz eingeschaltet. Die Übertragung in der Nacht zum 1. Oktober 2007 bis 6.00 Uhr dürfte die letzte Ausstrahlung dieser Anlage überhaupt gewesen sein. Gleichzeitig entfielen in Notturno Italiano die bis dahin dort ebenfalls angebotenen Nachrichten auf Deutsch. (Kai Ludwig 15.1.2012 RBB)

Luxemburg: Seit Dezember 2011 ist die luxemburgische Mittelwelle 1440 kHz auch tagsüber in Betrieb, nachdem der Sender bislang 09.00-18.00 Uhr Ortszeit abgeschaltet war. Ausgestrahlt wird das in Luxemburg produzierte RTL-Radio, das zuletzt nur noch in geringem Umfang als Mantel für die Sendungen verschiedener Missionswerke fungierte, die schon seit Jahrzehnten morgens und am frühen Abend auf 1440 kHz laufen.
Eine Zeitlang strebte RTL eine digitale Nutzung der Frequenz an und nahm hierfür 2004 eine neue Senderanlage in Betrieb. Die entsprechenden Ausstrahlungen wurden jedoch Anfang 2011 wieder eingestellt. Alle Übertragungen von RTL-Radio, den Missionswerken, von China Radio International sowie vom Korean Broadcasting System laufen seitdem wieder in klassischer analoger Form. (Kai Ludwig 12.1.2012 DXLD)

Sri Lanka: Auch nach dem offiziellen Sendeende konnte die abgeschaltete DW-Station in Trincomalee gehört werden. Wohl im Zusammenhang mit einem Betriebstest war am 8. Januar war 2300-2400 Uhr Ortszeit auf 1548 kHz eine mehrsprachige Ansageschleife der Deutschen Welle zu hören. Dies mehrte die Gerüchte, dass die Station mittelfristig neue Nutzer hat. Auf der Internetseite der Sri Lanka Broadcasting Company werden bisher nur andere Mittelwellen vermarktet. (Jose Jacob 9.1.2012)

Ukraine: Seit dem 1. Januar 2012 ist die Mittelwelle Mykolaiv-Luch 972 kHz (250 kW) nur noch 08.00-20.00 Uhr UTC in Betrieb. Ausgestrahlt wird das erste Inlandsprogramm. (Alexander Dyadishchev 8.1.2012 BCDX)


Kurzwelle

Belarus: Der staatliche weißrussische Rundfunk hat für seinen Auslandshörfunk Radio Belarus vor kurzem neu die Frequenz 11730 kHz eingeführt. Die neue Europafrequenz läuft durchgehend 11.00-23.00 Uhr und ersetzt teilweise oder eventuell auch ganz die bisher in diesem Zeitraum genutzten Frequenzen 7360 und 7390 kHz. Im Laufe des Nachmittags leidet sie jedoch unter teils starken Störungen durch andere Sender (z. B. 14.00-14.30 Uhr Radio Romania international in Russisch für Sibirien). Abends erreicht sie unter den derzeitigen hochwinterlichen Bedingungen dann kaum noch Mitteleuropa. Der Einsatz der Frequenzen 6155 kHz (17.05-23.00 Uhr) und 1170 kHz (16.00-18.00 Uhr) sowie das Programmschema von Radio Belarus (darin Deutsch von 18.00 bis 19.40/20.00 Uhr) blieben hiervon unberührt. (Kai Ludwig 15.1.2012 RBB)

Ekuador: “Radio Quito, la voz en vivo de la Capital, 760AM”, das nur noch unregelmäßig auf Kurzwelle zu hören ist, konnte im Januar an mehreren Tagen auf Frequenzen nahe 4918 kHz gehört werden. Die Empfangszeiten beziehen sich auf den frühen Morgen bis Mittag UTC. (Julio Pineda 12.1., Brian Alexander 19.1., Rich D'Angelo 20.1., Alan Pennington 20.1., Ralph Perry 20.1.2012 DXLD)
Nach Angaben des Buches “Radiodiffusion en la Mitad del Mundo” wurde Radio Quito, das damals auf 1339 und 5970 kHz sendete, am 18. August 1940 offiziell eröffnet. Die Betreiber waren Carlos und Jorge Mantilla, wobei Carlos Mantilla 1931 beim Sendestart von Radio HCJB Quito dabei war und die ersten spanischen Worte über diesen Sender gesprochen hat. (www.pateplumaradio.com/south/ecuador/ecuador2.html via Don Moore 21.1.2012 BCDX)

Frankreich: Nach einer massiven Kürzung der Senderbelegung zum Anfang des Jahres ergab Monitoring von Wolfgang Büschel und anderen folgenden Kurzwellensendeplan von Radio France Internationale:
Chinesisch (aus Taiwan)
09.30-10.30: 7324.998 11874.993
23.00-24.00: 9954.978 11665.006
Englisch gestrichen
Französisch
04.00-06.00: 9790
04.00-07.00: 7390
05.00-07.00: 11605 (aus Südafrika)
06.00-07.00: 5925 15300
07.00-08.00: 9790 11700 15170 (Südafrika) 17850
07.00-09.00: 13695 15300
08.00-09.00: 17620 21580
12.00-13.00: 15300, 17660.003 (Südafrika) 21580 21690 (Frz-Guyana)
17.00-18.00: 17850
17.00-19.00: 13695 15300
17.00-20.00: 21690 (Frz-Guyana)
18.00-20.00: 11705
18.00-21.00: 11995
19.00-22.00: 9790
20.00-22.00: 7205
Hausa
06.00-06.30: 7220 9805
07.00-07.30: 13685 15315
16.00-17.00: 17615
Laotisch/Französisch (aus Taiwan)
11.00-11.30: 15679.980 Mo-Fr
Persisch [ex Pashto]
14.30-15.00: 15360 17850
17.00-18.00: 11955
Portugiesisch (aus Südafrika)
19.00-19.30: 5950 (ex 5945)
Russisch
14.00-15.00: 11860 15530
16.00-17.00: 9805 11670
19.00-20.00: 5905 7425
Spanisch gestrichen
Swahili (aus Südafrika)
04.30-05.00: 7215 9835 11790
15.00-16.00: 15160
Vietnamesisch (aus Taiwan)
14.00-15.00: 7379.990
15.00-16.00: 9564.909
Météo Marine für den Nordatlantik gestrichen
Uhr Weltzeit (+1=MEZ) Frequenz (Sender) Programm
Die Kürzungen betreffen nicht nur Issoudun, sondern auch die Auslandsrelais. Russische Standorte wurden gar nicht mehr gehört. (Wolfgang Büschel u.a.)

Indien: All India Radio hat den defekten Sender auf 7410 kHz repariert und damit ab dem 13. Januar diverse Seitenausstrahlungen, die ab Anfang Dezember auch ins Amateurfunkband gingen, beseitigt. (Alokesh Gupta 18.1.2012)

Kuba/Venezuela: Nach seiner Krebserkrankung, für die er die USA verantwortlich macht, hat der venezolanische Präsident Hugo Chávez am 8. Januar 2012 seine Fernsehsendung Alo Presidente wieder aufgenommen. Die Sendung wird seit Mai 1999 landesweit ausgestrahlt, seit einigen Jahren aber auch von Radio Habana Cuba auf Kurzwelle übernommen. Vorgesehen sind So 14.00-18.00 Uhr 11690 13680 13750 15370 und 17750 kHz. Am 8. Januar funktionierte die Ausstrahlung über Kuba aber nur zeitweise. Die letzte Sendung vor seiner Tumor-OP war am 5. Juni 2011. Bisher bestand die Sendung primär aus Monologen des Präsidenten; künftig sollen aber auch Anrufe entgegengenommen werden. (Glenn Hauser 9.1.2012 DXLD)

Madagaskar: Seit 2004 verfolgt World Christian Broadcasting, das bereits aus Alaska für Ostasien sendet, den Aufbau einer Kurzwellenstation auf Madagaskar. Die Madagascar World Voice hat laut HFCC für die Zeit ab dem 1. Februar 2012 folgende Frequenzen für Testsendungen angemeldet:
06.00-06.30: 7355 (100 kW, 265°)
06.30-07.00: 9565 (100 kW, 265°)
07.00-07.30: 11870 (100 kW, 265°)
07.30-08.00: 13635 (100 kW, 265°)
08.00-08.30: 9565 (100 kW, 325°)
08.30-09.00: 11870 (100 kW, 325°)
09.00-09.30: 13630 (100 kW, 325°)
09.30-10.00: 15660 (100 kW, 325°)
10.00-10.30: 17660 (100 kW, 325°)
10.30-11.00: 9585 (100 kW, 25°)
11.00-11.30: 11870 (100 kW, 25°)
11.30-12.00: 13570 (100 kW, 25°)
12.00-12.30: 15660 (100 kW, 25°)
12.30-13.00: 17660 (100 kW, 25°)
Uhr Weltzeit (+1=MEZ) Frequenz (Sender) Programm (Dr. Hj. Biener)

Russland: Das Radio-Centre 11 Popovka Krasnyi-Bor at zum 1. Januar 2012 folgenden Sendeplan:
00.00-03.00: 6135 Stimme Russlands: Spanisch. 01.00 Russisch. 02.00 Spanisch
14.00-16.00: 7215 St. Russlands: Russisch. 15.00 Kurdisch
15.00-16.57: 7205 St. Russlands: Farsi. 16.00 China Radio International: Arabisch
15.00-17.00: 5985 St. Russlands: Türkisch
15.00-18.00: 5935 St. Russlands: Farsi. 17.00 Arabisch
16.00-17.00: 9825 Voice of Russia Arabisch
17.00-19.00: 1494 St. Russlands: Russisch
19.00-24.00: 5920 St. Russlands: Arabisch
Uhr Weltzeit (+1=MEZ) Frequenz (Sender) Programm (RUSdx 1.1.2012)

Saudi Arabien: Am 25. März 2012 könnte die komplett überholte Kurzwellenstation Jeddah Al Khumra des saudischen Rundfunks den regulären Betrieb aufnehmen. Die Station wird schon seit geraumer Zeit angekündigt, 2011 wurden in mehreren Monaten unidentifizierte Testsendungen mit Arbeiten an der Sendeanlage in Verbindung gebracht. Für den Sommer 2012 wurden 31 Senderstunden angemeldet:
03.00-06.00: 9580 (50 kW, nd) Arabisch
06.00-17.00: 11855 (50 kW, nd) Arabisch
08.00-10.00: 21660 (250 kW, 300°) 21670 (250 kW, 270°) Französisch
10.00-13.00: 17610 (250 kW, 230°) 21530 (250 kW, 300°) Englisch
14.00-16.00: 15330 (250 kW, 260°) 15510 (250 kW, 310°) Französisch
16.00-21.00: 7430 (250 kW, 310°) Englisch
16.00-21.00: 9710 9840 (250 kW, 220°) Englisch
17.00-22.00: 9580 (50 kW, nd) Arabisch
21.00-23.00: 7300 (250 kW, 340°) Arabisch
Uhr Weltzeit (+1=MEZ) Frequenz (Sender) Programm (Wolfgang Büschel BCDX)

Uruguay: Nach geraumer Zeit wurde CX118 La Voz de Artigas, Artigas, wieder einmal auf der Kurzwelle CXA3 6074 kHz beobachtet. Ausgestrahlt wurde das Programm der Mittelwelle 1180 kHz. Empfang in Mitteleuropa ist unwahrscheinlich, es ist aber bemerkenswert, dass auch verstummte Sender gelegentlich wieder auf Kurzwelle aktiv werden. Der Empfang war am 11. und 12. Januar jeweils mittags und in Uruguay. (Horacio Nigro 12., 13.1.2012 BCDX)

Zypern (Nord): Trotz Empfangsproblemen selbst auf Zypern ist Radio Bayrak International noch auf 6150 kHz aktiv. Dies bestätigte Mustafa Tosun (Dept. Head Transmissions) Costa Constantinides auf Anfrage. Zwar sende man derzeit nur mit 4 kW, doch arbeite man aktuell an einer neuen Antenne. Aus finanziellen Gründen sei das Projekt nur schwer vorangekommen, doch werde man die neue Antenne hoffentlich im März 2012 in Betrieb nehmen. In seiner Antwort verwies Tosun auch auf Empfangsberichte aus den USA vom Dezember 2011 und Januar 2012. (Costa Constantinides 6.1.2012 BCDX)


Auf spezielle Zielgebiete gerichtete Sendungen

Korea (Nord) (von verschiedenen Standorten): Außer offiziellen Auslandsdiensten in Koreanisch gibt es noch viele weitere Programme speziell für Nordkorea. Sofern nicht anders angemerkt, sind alle Sendungen in Koreanisch:
12.00-14.00: 9380, So 11510 (Gavar 100 kW, 70°) Free North Korea Radio
12.00-14.00: 11560 (Duschanbe 200 kW, 70°) Radio Free Chosun
13.00-13.30: 9935 (Duschanbe 100 kW, 70°), So bis 1430 Voice of Wilderness (rlg)
13.00-14.00: 9950 (Tanshui 100 kW, 2°) Nippon no Kaze. 1330 Furusato no Kaze Japanisch
13.30-14.30: 5985/5910/6135 (Yamata 100 kW, 280°) Shiokaze Japanisch, Sa 13.30-14.00, So 14.00-14.30 Koreanisch, Fr 13.30-14.30 Englisch
14.00-15.00: 7560 (Duschanbe 100 kW, 70°) Open Radio for North Korea
14.30-15.00: 9950 (Palau 100 kW, 345°) Furusato no Kaze Japanisch
15.00-15.30: 9975 (Palau 100 kW, 345°) Nippon no Kaze
15.00-16.00: 7475 (Taschkent 200 kW, 65°) Open Radio for North Korea
15.00-17.00: 7590 (Taschkent 100 kW, 65°) North Korea Reform Radio
15.30-16.00: 9965 (Palau 100 kW, 345°) Nippon no Kaze
16.00-16.30: 9780 (Tanshui 250 kW, 45°) Furusato no Kaze Japanisch
16.00-17.00: 7485 (Taschkent 100 kW, 65°) Voice of Martyrs (rlg)
20.00-21.00: 5965 (Yamata 100 kW, 280°) Shiokaze Japanisch, Sa 20.00-20.30, So 20.30-21.00 Koreanisch, Fr 20.00-21.00 Englisch
20.00-21.00: 7505 (Dushanbe 100 kW, 70°) Radio Free Chosun
21.00-22.00: 7480 (Dushanbe 100 kW, 70°) Open Radio for North Korea
Uhr Weltzeit (+1=MEZ) Frequenz (Sender) Programm (R. Bulgaria 12.1.2012 BCDX)

Malaysia (aus Palau): Radio Free Sarawak, das 10.00-12.00 Uhr auf 15420 kHz (T8WH Koror 100 kW, 270°) sendet, bringt nach dem Pionier Peter John Jaban weitere Stimmen ans Mikrophon: Christina Suntai, Michael Ngau, Stanley Rentap und Kaka Burung Tiong. Wie Gründerin Clare Rewcastle Brown mitteilt, will man in Vorbereitung von Wahlen noch interaktiver werden, um der Bevölkerung eine Möglichkeit zur freien Meinungsäußerung zu verschaffen. “Natürlich sind Interview mit Politikern und Experten ein Bestandteil unseres Programms, aber wir wollen jeden Tag Menschen vor Ort ermutigen, nach vorne zu treten, ihre Probleme auf die Agenda zu bringen und so ein Teil der landesweiten Meinungsbildung zu werden.”
Radio Free Sarawak widmet sich der Auseinandersetzung mit der jahrzehntelangen Herrschaft von Chief Minister Taib Mahmud in Sarawak, den Clare Rewcastle Brown persönlich für die Zerstörung der Regenwälder in Sarawak und die Korruption der Eliten verantwortlich macht. Bei Wahlen im April 2011 konnte die Opposition 16 Sitze gewinnen (DAP 13, PKR 3) und damit ihre Präsenz verdoppeln. Zwar hält die BN immer noch eine satte Zwei-Drittel-Mehrheit, doch galten die Wahlerfolge der Opposition auch als Ergebnis der Sendungen von Radio Free Sarawak. (www.freemalaysiatoday.com/2012/01/17/radio-free-sarawak-gets-ready-for-election, Robert Wilkner 18.1.2012 BCDX)

Simbabwe (aus Südafrika): Zimbabwe Community Radio/Radio Dialogue, das sich seit einem Jahrzehnt vergeblich um ein Senderecht im Inland bemüht, hat folgenden neuen Sendeplan:
16.00-17.00: 5890 (Meyerton 100 kW, 0°) Englisch/Ndebele/Shona (ex 1755 4895)
Ebenfalls aus Meyerton für Simbabwe sendet SW Radio Africa:
17.00-19.00: 4880 (Meyerton 100 kW, 5°) Englisch
Uhr Weltzeit (+1=MEZ) Frequenz (Sender) Programm (R. Bulgaria 12.1.2012 BCDX)

Sudan (von verschiedenen Standorten): Radio Tamazuj hat nach Testsendungen ab dem 29. Dezember am 9. Januar 2012 offiziell mit Sendungen für den Sudan begonnen. Das neue Programm von Free Press Unlimited wird sich speziell den den Regionen Southern Kordofan, Blue Nile und Abyei bzw. den umstrittenen Grenzgebieten zwischen Nord- und Südsudan widmen. Seit November 2011 sendete das Team eine halbe Stunde wöchentlich unter dem Dach von Radio Dabanga, doch zum 5. Januar 2012 begann die Produktion halbstündiger Sendungen, die künftig vor dem Programm von Radio Dabanga ausgestrahlt werden sollen. Der Sendeplan lautet zunächst:
04.00-04.30: 7315 11940 (Issoudun 500 kW, 135°), 13800 (al-Dhabiya 250 kW, 255°) Mo-Sa Arabisch und Dinka
Uhr Weltzeit (+1=MEZ) Frequenz (Sender) Programm
Empfangsberichte wurden zwar erbeten, aber vor allem aus dem Zielgebiet selber. Eine eigene Website radiotamazuj.org in Arabisch und Englisch ist im Aufbau. (RNMN)

Sudan (von verschiedenen Standorten): EDC Sudan Radio Service hat zum Jahresanfang mehrere Sendeplätze gestrichen. Damit verbleibt folgender Sendeplan:
0400-0500: 11800 (al-Dhabiya 250 kW) Sa-Do für Darfur
0400-0500: 13720 (al-Dhabiya 250 kW)
1500-1700: 17745 (Skelton 300 kW)
1600-1700: 15500 (Woofferton 300 kW) Sa-Do für Darfur
Hauptsprache ist Arabisch.
Uhr Weltzeit (+1=MEZ) Frequenz (Sender) Programm (R. Bulgaria BCDX)

USA: WRMI Miami übernimmt seit einigen Wochen auch Radio Martí. Ein Sendeplan zum 1. Januar 2012 sieht folgende Sendezeiten vor: Mo-Fr 13.00-14.00, Di-Sa 00.00-01.00, Mi-Sa 04.00-05.00 Uhr auf 9955 kHz. Das mag auch Stellvertretung für in letzter Zeit ausgefallene exilkubanische Kunden sein, denen womöglich zum Jahresende das Geld ausging. Ein noch sendender Kunde ist Foro Revolucionario, So 21.30-23.30 Uhr. (Glenn Hauser 2.1.2012 DXLD)


UKW

Deutschland: N-Joy über Visselhövede 97,6 MHz
Seit dem 4. Januar 2012 strahlt der Norddeutsche Rundfunk (NDR) sein Jugendradio N-Joy über den Sender Visselhövede auf 97,6 MHz aus. Ersetzt wird damit die bisherige, wie die meisten Frequenzen von N-Joy reichweitenschwächere Frequenz 90,1 MHz, zu deren künftiger Verwendung bislang nichts bekannt ist. Derzeit läuft dort eine Hinweisschleife, die über den Frequenzwechsel informiert.
Die Frequenz 97,6 MHz gehörte bis zum September 2011 zum Sendernetz des British Forces Broadcasting Service (BFBS), der sie durch Kleinsender in Bad Fallingbostel und Hohne ersetzt hatte. Eine Woche nach der ersten Abschaltung wurde die Frequenz nochmals für den BFBS aktiviert, da zu diesem Zeitpunkt die BFBS-Frequenz Braunschweig 93,0 MHz nur mit reduzierter Leistung lief. Am 17.12.2011 endete die Verbreitung von BFBS Germany auf 97,6 MHz dann endgültig.
Mit dem Sender Braunschweig versorgte der BFBS einst nicht nur die Garnisonen der britischen Streitkräfte im Süden von Niedersachsen (u.a. Braunschweig, Hildesheim, Hannover, Goslar, Königslutter), sondern auch den erreichbaren Abschnitt der Transitstrecke durch die DDR nach Berlin (West). Daher liegt ein maßgeblicher Teil des von der Frequenz 93,0 MHz erreichten Gebietes in Sachsen-Anhalt.
Nach dem Ende seiner Ausstrahlungen aus Visselhövede behält der BFBS die Frequenz 93,0 MHz derzeit noch zur Versorgung von Celle bei. Die britischen Streitkräfte haben, wie sie im vergangenen Juni überraschend mitteilten, von der ursprünglich vorgesehenen Verlegung von Truppenteilen aus Zypern nach Celle Abstand genommen und verlassen die dortige Trenchard-Kaserne zum August 2012. Damit ist noch in diesem Jahr mit der Aufgabe auch des Senders Braunschweig durch den BFBS zu rechnen.

Indien: 94.3 Radio One (Next Mediaworks Ltd und BBC Worldwide) hat im Januar das Programm in den Metropolen Delhi und Mumbai auf English umformatiert. Man wolle sich damit als “different, intelligent, international and involving” präsentieren, so Radio One MD Vineet Singh Hukmani; die Kernzielgruppe seien in Englisch fließende, international orientierte Inder und Inderinnen, die auch sonst kein Problem mit der Nutzung englischsprachiger Medien (Zeitungen, Fernsehen, Film, Internet) sähen. (Jaisakthivel 25.1.2012)

Indien (Kerala): Im Januar 2011 hat ein Radio Media Village (www.mediavillageindia.com) mit Testsendungen auf 90,8 MHz begonnen. Die Station gehört zum St. Joseph College of Communication (www.sjcc.co.in), das als selbstfinanzierende Ausbildungsstätte unter Aufsicht der Erzdiözese Changanacherry arbeitet und vertraglich mit der Mahatma Gandhi University Kottayam verbunden ist. Aufgrund rundfunkrechtlicher Auflagen ist der Campussender auf Campus-, Bildungs- und Entwicklungsthemen festgelegt. (Dr. Hj. Biener)

Vereinigtes Königreich: Die Ofcom hat im Dezember 2011 Global Radio Holdings eine leichte Formatänderung zugestanden. Capital FM Manchester, Capital FM Yorkshire und Capital FM North East dürfen ihren wöchentlichen Musikanteil an “specialist music programmes” von mindestens 26 auf mindestens 12 Stunden senken. Ansonsten bleibt es bei rhythmus-orientierten Programmen für eine Hauptzielgruppe zwischen 15 und 29 Jahren. (Radio Broadcast Update December 2011 9.1.2012)

Vereinigtes Königreich (Hertfordshire): Die britische Regulierungsbehörde hat für das vorausgeschriebene auslaufende Senderecht von 106 Jack FM für Hertford nur das Interesse des aktuellen Rechteinhabers signalisiert bekommen. Das gab die Ofcom am 9. Januar 2012 bekannt. Dementsprechend wird man mit Shadow Radio Holdings Ltd in Verhandlungen für eine Verlängerung bis zum 2. März 2020 eintreten. (Radio Broadcast Update December 2011 9.1.2012)

Vereinigtes Königreich (Sussex): Die britische Regulierungsbehörde hat für das vorausgeschriebene auslaufende Senderecht für Burgess Hill und Haywards Heath vorausgeschrieben, das aktuell von Bright FM genutzt wird. Es geht dabei um die Frequenzen
 
Das Senderecht wurde am *. März 2001 aktiviert und läuft am 30. März 2013 aus. Wenn sich nur der aktuelle Rechteinhaber Burgess Hill & Haywards Heath/ Media Sound Ltd interessiert, wird man mit ihm in Verhandlungen für eine Verlängerung bis zum 30. März 2020 eintreten.
Bei anderen bzw. weiteren Bewerbern wird das Senderecht regulär ausgeschrieben, bei keinem Interessenten eingezogen. Potentielle Bewerber hatten die Möglichkeit, bis zum 27. Dezember eine ernsthafte Interessensbekundung (5000 GBP Gebühr, 20000 GBP Deposit) einzureichen.
(Radio Broadcast Update December 2011 9.1.2012)


Internet

Deutschland (MV): Hilfe bei problematischen Medieninhalten
Bisweilen werden in den Medien nicht nur geschmacklich prekäre, sondern auch objektiv rechtswidrige Inhalte gezeigt. Was viele nicht wissen bzw. nur wenige in Anspruch nehmen: Jeder kann auf Rechtsverletzungen in den Medien reagieren. Die kostenlose Broschüre “Mediennutzerschutz. Beschwerderechte für Fernsehen, Hörfunk und Internet” informiert darüber, welche Rechte sie haben und was sie mit Hilfe der Medienaufsichtsbehörden durchsetzen können. Auch das Thema “Datenschutz in sozialen Netzwerken” wird behandelt. Die Broschüre (Auflage: 2000 Exemplare) ist bei der Medienanstalt Mecklenburg-Vorpommern (Bleicherufer 1, 19055 Schwerin, www.medienanstalt-mv.de) zu bestellen bzw. bei www.medienanstalt-mv.de/news/publikationen.html herunterzuladen. (Dr. Hansjörg Biener)


Hobbykontakt

31. überregionales DX-Treffen in Gaggenau
Aus Termingründen deutlich früher als gewohnt findet in diesem Jahr das überregionale DX-Treffen in Gaggenau-Ottenau statt. Es ist in der Regel mit dem Jahrestreffen des Radio Taiwan Hörerklubs Ottenau verbunden. Da die Leiterin der deutschen Redaktion von Radio Taiwan International, Chiu Bihui, schon im April nach Taiwan zurückkehrt, war der traditionelle Mai-Termin nicht möglich. Termin 2012 ist Samstag, 25. Februar 2012, ab 1300 Uhr MEZ im Gasthaus Strauss in der Marxstrasse 12 in 76571 Gaggenau-Ottenau. Eingeladen sind alle Freunde des Rundfunkfernempfangs aus der Region und darüber hinaus, unabhängig von einer Klubmitgliedschaft.
Der Tagungsort ist am besten zu erreichen über die Autobahnausfahrt Rastatt. Von dort auf die Bundesstraße 462 bis zur Ausfahrt Gaggenau-Mitte. Nach der Ausfahrt nach links über die Murgbrücke bis zur Ampel, von dort nach rechts auf die Hauptstraße einbiegen und weiterfahren bis zur zweiten Brücke. Über die Lindenbrücke wieder die Murg überqueren, dann ist auf der rechten Straßenseite auch schon das Gasthaus zu sehen. Bahnreisende fahren aus Richtung Karlsruhe mit der Linie S 41 in Richtung Forbach-Freudenstadt bis zur Haltestelle Ottenau. Von der Haltestelle zu Fuß in Richtung Bahnübergang gehen, nach rechts an der Kirche vorbei über die Lindenbrücke bis das Gasthaus schon zu sehen ist.
Aktuelle Informationen zum Treffen gibt es auch im RTI Hörerbriefkasten am 24. Februar bzw. beim Organisator Bernd Seiser, Hauptstrasse 205-207, D-76571 Gaggenau-Ottenau, Bundesrepublik Deutschland, Telefon 07225-981213

Deutschland: Die Landesmedienanstalt Saarland bietet im ersten Halbjahr 2012 allen interessierten Saarländerinnen und Saarländern einmal monatlich die Möglichkeit, einen Blick hinter die Kulissen der sechs privaten Radiostationen im Saarland zu werfen. Sie erfahren unter anderem, wie es in einem lokalen Sendestudio aussieht, wie viele Mitarbeiter im Vorder- und Hintergrund für eine reibungslose Sendeabwicklung sorgen und welche Arbeitsprozesse für eine zeitnahe Produktion wichtig sind.
Die Besuchsreihe startete am 27. Januar 2012 um 16.00 Uhr bei Radio Neunkirchen.
24. Februar 2012, 11.00 Uhr Radio Salü
30. März 2012, 16.00 Uhr Radio Homburg
27. April 2012, 16.00 Uhr Radio Merzig
25. Mai 2012, 16.00 Uhr bigFM Saarbrücken
29. Juni 2012, 16.00 Uhr Radio Saarbrücken
Anmeldungen und weitere Informationen bei der LMS telefonisch unter 0681 / 3898812 oder online unter www.mkz.LMSaar.de. (Paul Reinersch 20.1.2012 A-DX/BCDX)

USA: Am 23. Januar 2012 hat in der Ost- und Südostasien das “Jahr des Drachen” begonnen. Radio Free Asia versendet aus diesem Anlass bis Ende Februar eine thematische QSL. Empfangsberichte sind willkommen bei Reception Reports Radio Free Asia, 2025 M. Street NW, Suite 300, Washington DC 20036, USA, qsl@rfa.org. (A. J. Janitschek)


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