NTT Aktuell Juli 2010

Editor:
Dr. Hansjörg Biener (Hansjoerg.Biener@asamnet.de)
Neulichtenhofstr. 7, D-90461 Nürnberg.

Die Zusammenstellung des ntt nutzt neben eigener Recherche folgende Quellen
A-DX: e-Mail-Liste von Christoph Ratzer
BCDX: Wolfgang Büschel
DXLD: Glenn Hausers DX-Listening Digest

Date_of_Update


Allgemeines

Bahamas: Die Broadcasting Corporation of The Bahamas wird im Finanzjahr 2010/11 wohl nur noch die Hälfte des bisherigen Budgets bekommen. Dies gab der für die Corporation zuständige Minister of National Security Tommy Turnquest bekannt. Die Details seien in der Regierung im Gespräch und mit der Leitung des Senders und den Gewerkschaften durchzuverhandeln, aber “4 Mio. Dollar ist alles, was die Regierung geben kann”. Der Minister hofft, dass ein großer Teil des Personalabbaus durch ohnehin anstehende Pensionierungen geschehen wird. 2009/10 hatte die Regierung 8,5 Mio. Dollar zur Verfügung gestellt, nun sollen es 4,25 Mio. werden. Angesichts der vorhandenen Vielfalt durch private Radio- und Fernsehstationen will der Minister die finanziellen Zwänge zu einer Besinnung auf Kernkompetenzen eines öffentlichen Rundfunks nutzen. (Nassau Guardian via Radio Netherlands Media Weblog 2.6.2010)

Deutschland: Zum 1. Januar 2013 sollen die bisherigen Rundfunkgebühren durch eine pauschale Haushaltsabgabe ersetzt werden. Darauf hat sich die Rundfunkkommission der Länder am 9. Juni 2010 geeinigt. Wie hoch die Rundfunkabgabe sein wird, ist noch nicht bekannt. Sie soll aber nicht höher sein als die aktuell 17,98 Euro im Monat.
Bei der Rundfunkabgabe spielt es keine Rolle mehr, ob ein Radio oder Fernseher vorhanden ist oder nicht. Nur Bezieher von Hartz IV können sich weiter von diesen Gebühren befreien lassen. Ebenso Haushalte, die Radio und Fernsehen überhaupt nicht empfangen können.
Da die Rundfunkabgabe pauschal pro Haushalt erhoben wird, entfällt die Zahlungspflicht für im Haushalt lebende erwachsene Kinder und Großeltern. Bei Wohngemeinschaften zahlt der Hauptmieter die Gebühr.
Für Firmen wird eine Betriebsstättenabgabe fällig, die sich nach der Zahl der Betriebsstätten und Mitarbeiter richtet.
Die GEZ wird erhalten bleiben, damit die verfassungsrechtlich gebotene Staatsferne der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten erhalten bleibt. Die unbeliebten Außendienstmitarbeiter werden größtenteils ihren Job verlieren. (Dr. Hj. Biener)

Kanada: Eigentlich hätte Digital Audio Broadcasting bis 2010 den traditionellen Mittelwellen- und UKW-Rundfunk in Kanada ersetzen sollen. Die öffentlich-rechtliche CBC hat ihre Lizenz für DAB-Sendungen an die Lizensierungsbehörde zurückgegeben und das L-Band (1452-1492 MHz).verlassen. Auch zahlreiche Privatsender haben ihre Kanäle aufgegeben. (Scott Fybush 15.6., Bill Hepburn 15.6.2010 DXLD)

Korea (Nord): In einem Gebäude im westlichen Seouler Stadtteil Gayang-dong befindet sich eine besondere Radiostation. Das Programm ist nicht so sehr für eine südkoreanische Hörerschaft gedacht, sondern für Nordkorea. Das “Radio für ein freies Nordkorea” wird von nordkoreanischen Flüchtlingen betrieben.
Am 20. April kamen die Leiter von 30 Flüchtlingsorganisationen in Südkorea zusammen und feierten den sechsten Gründungstag der Radiostation. Kim Seong-min, ein Vertreter des Senders, sagt dazu: “Sechs Jahre sind jetzt seit der Gründung von Free North Korea Radio vergangen. Zahlreiche Menschen haben sich hier bei uns versammelt, um den Gründungstag zu feiern. Und sie versprachen, in Zukunft noch aktiver zu werden. Ich habe viele Emotionen, wenn ich zurückblicke. Der Sender hat jetzt als ein Zentrum für lokale Flüchtlingsgruppen feste Wurzeln geschlagen - nicht nur dem Namen nach, sondern auch praktisch.”
Kim hat in Nordkorea Poetik studiert. Er arbeitete bei den Streitkräften als Schreiber, bevor er sich 1996 über China nach Südkorea abgesetzt hat. Als er in China von einem nordkoreanischen Agenten festgenommen wurde und zurück nach Pjöngjang gebracht werden sollte, sprang er von einem fahrenden Zug und entkam damit einer öffentlichen Hinrichtung. Nachdem er sich in Südkorea niedergelassen hatte, gründete er die Radiostation, um die Nordkoreaner über die Außenwelt zu informieren.
Es gibt fünf Stunden täglich eine Reihe von Programmen, die über Kurzwelle und das Internet gesendet wird: ”Wir informieren die Nordkoreaner darüber, was wirklich in Südkorea und in anderen Ländern passiert. Wir konzentrieren uns dabei auf Nachrichtenprogramme. Nachrichten in Verbindung mit Nordkorea, die von Flüchtlingsgruppen, anderen nicht-staatlichen Organisationen und südkoreanischen Zeitungen gesammelt werden, senden wir nach Nordkorea. Zum täglichen Programm gehören auch Sendungen über die Leiter von Flüchtlingsgruppen und ein 15-Minuten-Interview mit Neuankömmlingen aus Nordkorea. Dazu kommt eine Kultursendung und eine Sendung mit Popmusik.
Derzeit arbeiten neun Personen an der Produktion des Programms. Zum Personal gehören Nordkoreaner, die früher an Propagandaaktivitäten in ihrer Heimat teilgenommen haben und Flüchtlinge, die speziell an Radioarbeit interessiert sind. Kim sagt, es lohne sich, den Nordkoreanern jenseits der Grenze durch Radiosendungen neue Hoffnung zu geben: ”Wir betrachten uns nicht unbedingt als Reporter, sondern als Aktivisten, die für die Demokratisierung Nordkoreas kämpfen. Wir haben uns immer gegenseitig in der Hoffnung ermutigt, eines Tages in unsere Heimat zurückkehren zu können. Dank unserer Liebe zu unserer Heimat und des Stolzes auf unsere Arbeit konnten wir die Radioarbeit fortsetzen.” Kim ist sich sicher, dass sein Programm seinen Landsleuten neue Kraft verleiht: ”Informanten in Nordkorea sagen, dass Bürger heimlich die Radiosendungen aus Südkorea hörten.” Einige von ihnen seien regelmäßige Hörer.
Das Radio finanziert sich allein durch Spenden. Aufgrund finanzieller Engpässe war es oft nicht möglich, dass Kim seine Mitarbeiter bezahlen konnte: ”Internationale Gruppen, darunter einige Organisationen in den USA und Reporter ohne Grenzen, haben uns geholfen. Doch gibt es kein konstantes Unterstützungsprogramm. Die Drei-Jahres-Programme der Gruppen haben uns jedoch geholfen, auf eigenen Beinen zu stehen. Dafür entwickeln und verkaufen wir auch verschiedene Programme und Inhalte. Unser wichtigstes Ziel ist es, den Nordkoreanern zu helfen, die Wirklichkeit zu erkennen, bis wir eines Tages im Geist liberaler Demokratie zurückkehren. Wir füllen unsere Rollen auf ehrliche und ernsthafte Weise aus.”
Kim sagt, dass es schon ein hoffnungsvolles Zeichen wäre, wenn auch nur ein Nordkoreaner die Welt außerhalb der Heimat besser durch das Radioprogramm kennen lerne. Die Produzenten der Programme sind zuversichtlich, dass Free North Korea Radio bis zum Tag der Wiedervereinigung weiter senden wird.
(Free North Korea Radio feiert sechsjähriges Bestehen KBS-World 20.5.2010 via Christian Hormann, von Dr. Hj. Biener bearbeitet)

Neuseeland: Die Kurzwelle dürfte nach Einschätzung von Peter Cavanagh viele Jahre im Pazifikraum wichtig sein. Zwar nehme die Bedeutung neuer, digitaler Medien zu, doch hörten immer noch viele Menschen auf den entlegenen Inseln regelmäßig die Kurzwelle ab. In einem Interview mit den ABU News zeigte sich der Chief Executive von Radio New Zealand zufrieden mit den Sendungen im neuen Modus von Digital Radio Mondiale: “Wir senden derzeit für den Pazifikraum in analoger und digitaler Kurzwelle. Die meisten unserer lokalen Partnerstationen nutzen wegen der besseren Audioqualität für die Übernahme unser digitales Signal.” Gut 20 Sender in Pazifikraum übernehmen Material von Radio New Zealand International. Dazu kommen dann die Einzelhörer und Hörerinnen sowohl auf Kurzwelle als auch im Internet. “Radio New Zealand International war einer der ersten Sender in der Region, der auch im Internet sendete. Auch wenn es vielerorts noch keinen verlässlichen Internetverbindungen gibt, haben wir doch das Wachstumspotential erkannt. Auf www.rnzi.com bieten wir ein breites Angebot und Archiv von Nachrichten und Informationen, die den Pazifikraum betreffen.” (www.abu.org.my/abu/index.cfm/elementid/61486/Shortwave-will-continue-to-play-major-role-in-Pacific 11.6.2010 via Mike Terry DXLD)

Niederlande: Beim niederländischen Radioastronomie-Institut Astron ist das größte Radioteleskop der Welt eingeweiht worden. Das Teleskop besteht aus 25.000 Einzelantennen, die auf Standorte in Deutschland, Schweden, Großbritannien und Frankreich verteilt sind. Es verfüge so über einen Durchmesser von bis zu tausend Kilometern und leuchte einen weit größeren Bereich im Weltraums aus als herkömmliche Parabolspiegel, sagte eine Sprecherin des Instituts am 12. Juni. Das Lofar (Low Frequency Array) soll Signale von sehr weit entfernten Himmelskörpern im niedrigen, nicht sichtbaren Frequenzbereich auffangen und damit Erkenntnisse über die Zeit kurz nach dem Urknall liefern. (Karl Michael Gierich 14.6.2010)

Vereinigtes Königreich: Der BBC World Service hat derzeit etwa 180 Mio. mindestens wöchentliche Nutzer und Nutzerinnen auf seinen Plattformen (Fernsehen, Radio, Internet, Mobilfunk u.a.), 8 Mio. weniger als im Vorjahr. Hierein fallen massive Hörerverluste von 20 Mio. auf Kurzwelle, so in Bangladesh (-7 Mio.), Indien (-8,2 Mio.) und Nigeria (-2,9 Mio.), während umgekehrt Wiederausstrahlungen bei lokalen Sendern Hörergewinne in Tansania (+1,4 Mio.) und den USA (+0,6 Mio.). Fernsehen, Internet und Mobildiensten hatten einen Zuwachs von 9 Mio. Nutzern. Für BBC Global News Director, Peter Horrocks, belegen die massiven Ströme die Bedeutung der Multiplattformstrategie. “Wenn der BBC World Service nicht noch schneller auf den technologischen Wandel reagiert, werden wir immer stärker gegenüber neuen Technologien ins Hintertreffen geraten.” Die Kurzwelle mit ihrer potentiell “weltweiten Hörbarkeit” habe eine enorme Symbolkraft, doch wenn es dazu keine kurzwellentaugliche Empfänger gibt, sei die Kurzwelle sinnlos. (BBC's international news services attract record global audience despite short wave radio losses of 20 million 24.5.2010 www.bbc.co.uk/pressoffice/pressreleases/stories/2010/05_may/24/wsnews.shtml)

Vereinigtes Königreich: Beim BBC World Service zeichnet sich eine weitere Einschränkung der traditionellen Hörfunksendungen immer deutlicher ab. Hintergrund sind Pläne der neuen britischen Regierung, das Budget des Außenministeriums, in dessen Auftrag die BBC den World Service betreibt, um drei Prozent zu kürzen. Bei der BBC wird eine nicht nur anteilige, sondern noch weitergehende Reduzierung der für den World Service zur Verfügung gestellten Mittel erwartet.
Die Fachzeitschrift Broadcast zitiert hierzu einen Beitrag, den Peter Horrocks, der Direktor des World Service, in der Mitarbeiterzeitung der BBC veröffentlichte. Darin appellierte er, so schnell wie möglich Klarheit über das künftig noch zur Verfügung stehende Budget zu schaffen, da inzwischen ernste Sorge das Betriebsklima beherrsche. Broadcast beziffert in diesem Zusammenhang die Zahl der Arbeitsplätze, die 2005/2006 mit der Einstellung von zehn Fremdsprachenprogrammen abgebaut wurden, auf mehr als 200.
In einem Interview für die britische Ausgabe der Financial Times, seinem ersten seit dem Dienstantritt als BBC's global news director, erklärte Horrocks, er wolle die Auswirkungen der erwarteten Budgetkürzung abfangen, indem sich der World Service verstärkt auf andere Plattformen konzentriert. Im Vordergrund steht dabei ein weiterer Rückzug von der Kurzwelle, nachdem die Hörerforschung der BBC hier in den letzten beiden Jahren einen Rückgang der Hörerzahlen um neun Prozent festgestellt hat. Bei den Kurzwellensendungen für Indien und Bangladesch gingen sogar 43 Prozent der Hörer verloren.
Horrocks sagte hierzu, die universelle Verfügbarkeit des BBC World Service sei ein starkes Symbol. Es habe aber nicht viel Sinn, damit aus reinem Idealismus und um der Sache selbst willen weiterzumachen, wenn die Leute nicht mehr einschalten. ”Auf absehbare Zeit” würde man die Kurzwellensendungen für Länder wie Burma und Somalia, wo kein Ersatz in Sicht sei, aufrechterhalten. Andere Sendungen wolle man hingegen im Laufe der nächsten fünf Jahre einstellen. Konkreter äußern wollte Horrocks sich hierzu nicht und verwies auf die bestehende Unklarheit über das künftige Budget.
Nach Angaben der Financial Times dürften die Hörfunksendungen in Arabisch und Persisch weitgehend unangetastet bleiben, da es in ihren Zielgebieten gelte, den Schaden zu mildern, den das Image von Großbritannien durch die Beteiligung an den Kriegen im Irak und in Afghanistan erlitten hat. Demgegenüber besonders hart getroffen werden dürften die Hörfunksendungen in anderen Sprachen, eingeschlossen Englisch. (Kai Ludwig RBB Radio-News 6.6.2010)

Vereinigtes Königreich: Der BBC World Service hat sich nach dem Aufgalopp beim 27. Africa Cup of Nations in Angola auch Kommentarrechte für den FIFA World Cup gesichert. Dies wurde am 3. Juni 2010 bekannt gegeben. Die Rechte beziehen sich allerdings nicht auf Kurzwellenübertragungen, sondern auf UKW-Sendungen in Englisch und KiSwahili bei 400 lokalen Stationen in Afrika. Übertragen werden die Gruppenspiele aller afrikanischen Mannschaften (Algerien, Côte d’Ivoire, Ghana, Kamerun, Nigeria und Südafrika) sowie dann die Ausscheidungen bis zum Finale.
Produziert werden die Sendungen von Richard Connelly, Farayi Mungazi, Richard Fleming und Piers Edwards (BBC World Service English) und drei Sportjournalisten afrikanischer Stationen, Arjun Vidyarthi (Radio Africa in Kenya), Malik Jones (Gambia Radio and TV Service) und Stanley Katsande (Zimbabwe Broadcasting Corporation). (BBC World Service secures live commentary in English and Swahili for all games involving African teams at FIFA World Cup 3.6.2010 www.bbc.co.uk/pressoffice/pressreleases/stories/2010/06_june/03/commentary.shtml)

Vereinigtes Königreich: IBC Tamil, das 1997 bis 2010 immer wieder auf Kurzwelle für Sri Lanka sendete, vor allem aber auch über Satellit für Exiltamilen in Großbritannien und Europa, hat einen neuen Träger. Wie aus dem am 1. Juni 2010 veröffentlichten Radio Broadcast Update der britischen Regulierungsbehörde Ofcom hervorgeht, ist die Satellitenlizenz von Tamil Media Ltd. erloschen, da die Firma erloschen ist. Neu zugelassen wurde dagegen eine Sathy Media Ltd., die ein Programm IBC Tamil im Londoner DAB-Multiplex III ausstrahlt. Beschrieben wird das Programm als ”a service comprising news, information and music for the Tamil community”. Eine google-Suche nach Sathy Media Ltd. ergab am 2. Juni keinen anderen Treffer als die Ofcom-Meldung. (Radio Broadcast Update May 2010 1.6.2010 www.ofcom.org.uk/radio/ifi/rbl/rbupdates/update0510, Dr. Hj. Biener)


Langwelle

Schweden: Der historische Längstwellensender Grimeton Radio/SAQ (Alexander Grimeton Veteranradios Vaenner, Radiostationen, Grimeton 72, SE-43016 Rolfstorp, Schweden, www.alexander.n.se, info@alexander.n.se) wird am Alexanderson-Tag 4. Juli 2010 zu Ehren des Radiopioniers zu folgenden Zeiten auf 17,2 kHz aktiviert: 09.00, 12.00 UTC. Die Vorbereitungen für die Morsesendung beginnen etwa eine halbe Stunde vorher. Empfangsmeldungen sind erwünscht. (Lars Kålland 11.6.2010 via Mike Terry DXLD)


Mittelwelle

Belarus: Die Stimme Russlands sendet seit dem 1. Juni 2010 wieder auf der belarussischen Mittelwelle Sosnovy 1170 kHz (800 kW. 244°). Ausgestrahlt werden zwei Programmblöcke in russischer Sprache 13.00-15.00 und 17.00-19.00 Uhr Weltzeit. Nach 19.00 Uhr läuft hier weiterhin Radio Belarus, das Auslandsprogramm aus Minsk.
Die Stimme Russlands hatte die Nutzung dieses Senders bei einer Kürzung ihrer Ausstrahlungen auf Mittel- und Kurzwelle um 114 Senderstunden zum 31. Dezember 2009 zunächst aufgegeben. Allein auf 1170 kHz fielen damals 10 Sendestunden weg. (Kai Ludwig, Dr. Hj. Biener)

Deutschland (BB): Der Förderverein Sender Königs Wusterhausen (Rainer Suckow / Förderverein "SenderKW" e.V., Funkerberg Haus 1, 15711 Königs Wusterhausen) und die Funkamateuren der Clubstation DL0KWH machen vom 26. Juni bis 3. Juli 2010 ein Sonderprogramm zur Begleitung der “Kulta 2010”. Das Programm der Welle 370 widmet sich während der Kulturwoche täglich 9.55-22.00 Uhr Ortszeit dem Funkerberg und der Stadt Königs Wusterhausen. Rainer Suckow, Vorsitzender des Vereins Sender Königs Wusterhausen e.V., erklärt: “Gesendet werden Hinweise zum täglichen Kulta-Programm, Live-Übertragungen der Veranstaltungen oder Beiträge von Interessantem über die Rundfunkstadt Königs Wusterhausen. Ganz nach dem Motto Rundfunk für jedermann möchten wir vielen die Möglichkeit geben, am Rundfunk über welle 370 teilzuhaben. Das betrifft nicht nur das Empfangen und Hören des Programms, sondern auch das Produzieren und Abstrahlen. Die Besucher der Kulta 2010 sollen mit einbezogen werden - und so hört man vielleicht auch Freundin, Nachbar, Schwiegermutter, die gerade live on air sind.” Gesendet wird auf der Mittelwelle 810 kHz, doch sind wegen der geringen Leistung von 10 Watt die Sendungen nur einige Kilometer im Umkreis empfangbar.
Mit der Ausstrahlung des ersten Weihnachtskonzertes am 22. Dezember 1920 wurde Königs Wusterhausen zur Wiege des Rundfunks in Deutschland. Acht Jahrzehnte bestimmte der Rundfunk das Geschehen im Ort wenige Kilometer südlich von Berlin. Inzwischen die Rekonstruktion eines ca. 210 Meter hohen Antennenmastes angelaufen, der als einziger Teil der einst umfangreichen Antennenanlage erhalten blieb, nachdem er noch bis zur endgültigen Einstellung des Sendebetriebs im März 1999 für einen Langwellen-Reservesender benötigt wurde. (Kai Ludwig RBB Radio-News 13.6.2010)

Deutschland (BW): Nachdem es schon zu Pfingsten eine entsprechende Meldung gab, sendet der Südwestrundfunk seit 31. Mai 2010 auf der Mittelwelle Obereisesheim 711 kHz regulär im neuen Digitalmodus von Digital Radio Mondiale. Für die digitalen Versuchssendungen wurde die Gleichwelle 711 kHz aufgelöst; der zuvor ebenfalls auf 711 kHz betriebene Sender Ulm-Jungingen arbeitet seit März auf 1413 kHz. Das Mittelwellenprogramm SWR cont.ra ist im Raum Heilbronn weiterhin ohne Einschränkungen auf der Mittelwelle Mühlacker 576 kHz zu hören. Ihre Mitbelegung durch Sender in Ostdeutschland, Lettland und Bulgarien, die in der Vergangenheit den Empfang bei Nacht massiv beeinträchtigt hatte und ein Netz von Stützsendern niedriger Leistung zur Abrundung des Empfangsgebiets nötig machte, ist inzwischen entfallen. (Dr. Hj. Biener, Kai Ludwig)

Griechenland: Das nichtlizensierte Stathmos Nikolas Dynamitis, Tyrnavos (10 km nordwestlich von Larissa), das auf n1625 kHz sendet und tatsächlich eher auf v1618 kHz, konnte im Mai 2010 auf der dritten harmonischen Frequenz v4854.7 mehrfach auch überregional gehört werden. (Arne Nilsson 4., 14., 17., 19.5.2010 DXLD)

Kanada (Québec): Auf Antrag von Metromedia CMR Broadcasting Inc. hat die kanadische Regulierungsbehörde die Senderechte von CINF-690 and CINW-940, eingezogen, die in Französisch bzw. Englisch gesendet hatten und am 29. Jan. 2010 abgeschaltet worden waren. Damit geht die Geschichte eines der ältesten Senders der Rundfunkgeschichte, den CINW führte sich bis auf XWA zurück, das 1919 den Betrieb aufnahm. Die längste Zeit arbeitete man unter dem Rufzeichen CFCF, und dazu gab es jahrzehntelang auch einen Kurzwellensender CFCX 6005 kHz. (Deane McIntyre 8.6.2010 DXLD)

Pakistan: Die Pakistan Broadcasting Corporation soll von der US Agency for International Development (USAid) zwei Mittelwellensender zur Verbesserung der Rundfunkversorgung Empfangs in den pakistanisch-afghanischen Grenz- und Problemgebieten erhalten. Ein entsprechendes Abkommen wurde am 6. Mai 2010 von der US-amerikanischen Botschafterin Anne W. Patterson, Director USAid-Pakistan Robert J. Wilson, Information and Broadcasting Minister Qamar Zaman Kaira und PBC Director General Murtaza Solangi unterschrieben.
Das Statement of collaboration between the Pakistan Broadcasting Corporation and the United States Agency for International Development sieht Sender in Peshawar und Dera Ismail Khan vor. In dem 8 Mio. USD-Projekt sind auch Verbesserungen der Infrastruktur in den Studios enthalten. Rundfunkminister Qamar Zaman Kaira bedankte sich für die amerikanische Entwicklungshilfe, vergaß aber auch nicht den gemeinsamen ”Kampf gegen den Terror” zu erwähnen. Radio habe hier die größte Reichweite im Kampf um den Frieden. (Dr. Hansjörg Biener)

Sri Lanka: Die Sri Lanka Broadcasting Corporation errichtet einen 50-kW-Sender in Puttalam, der auf 1125 kHz senden wird. Er soll einerseits die Flächendeckung im Norden Sri Lankas verbessern und andererseits die exiltamilische Bevölkerung im Süden Indiens erreichen, die durch 30 Jahre Bürgerkrieg in Sri Lanka entstanden ist. (Victor Goonetilleke 4.6.2010 BCDX)

USA (Virginia): Nach einer Sendepause seit 22. Januar 2010 ist WHKT Portsmouth seit Mai wieder auf 1650 kHz im erweiterten US-amerikanischen Mittelwellenband zu hören: “WPMH [Claremont] and WHKT Portsmouth. This is conservative talk radio 'Freedom 16-50'“. WHKT und fünf andere Disney-Stationen wurden am 22. Januar abgeschaltet. Am 25. Januar 2010 gab Disney den Verkauf der Station an Chesapeake-Portsmouth Broadcasting bekannt (Kaufpreis ca. USD 350.000), das auch WPMH 670 Claremont (www.670wpmh.com) betreibt. Die Parallelausstrahlung soll aber mittelfristig enden. Im Juni hatte die Abendsendung “Into The Night with Brian Holland” einen besonderen Anrufer: ein DXer aus Neuseeland hatte 1650 WHKT entdeckt.

(Bob Carter 19.6., Kraig Krist 24.6.2010 DXLD)

Vereinigtes Königreich: Die Ofcom hat sieben weitere Nachbarschaftsprogramme für den Großraum London genehmigt. Das gab die Regulierungsbehörde am 17. Juni 2010 bekannt. Im einzelnen handelt es sich um folgende Stationen:
Mittelwelle auf noch festzulegenden Frequenzen
- Betar-Bangla in Bengali und Sylheti für Stratford / East London (Unit 6, 10-14 Hollybush Gardens, London E2 9QP, www.betarbangla.org.uk)
- Generation Radio für Clapham Park / South West London (35a Muller Road, London SW4 8BY, www.generationradio.co.uk)
- Greenwich Kasapah für afrikanische Gemeinschaften in Greenwich / South East London (4 Fossil Road, London SE13 7DE, www.greenwichkasapah.org)
- Streetlife Radio für Waltham Forest / North East London (Outset Centre, 2A Grange Road, Walthamstow E17 8AH, www.streetlifefm.com)
UKW
- Reprezent FM Community Radio für 13- bis 25-Jährige in South London (441 New Cross Road, London SE14 6TA, www.reprezent.org.uk)
- Rinse FM für Jugendliche in der Londoner Innenstadt (Truman Brewery, 91, Brick Lane, London E1 6QL,: www.rinse.fm)
- Susy Radio für Redhill and Reigate, Surrey (Nutfield Road, Merstham, Redhill, Surrey, RH1 3EP, www.susyradio.com)
16 Bewerber wurden abgewiesen. (Pressemitteilung Ofcom Awards Seven New Community Radio Licences 17.6.2010 www.ofcom.org.uk/media/news/2010/06/nr_201006171)

USA (FL): Nach ihrer Generalüberholung ist die Sendeanlage Marathon 1180 kHz seit Mitte Mai 2010 wieder auf 1180 kHz für Radio Martí im Einsatz. (Bryan Clark 14.5., Glenn Hauser 15.5.2010)


Kurzwelle

Albanien / China: China Radio International hat folgenden Sommersendeplan 2010 aus Cerrik:
00.00-02.57: 6020 9570 (je 300 kW, 305°) für Nordamerika: Englisch. 2.00 Chinesisch
05.00-06.57: 9515 9590 (150 kW, 140°) für den Nahen und Mittleren Osten: Arabisch
05.00-06.57: 11710 (150 kW, 140°) für den Nahen und Mittleren Osten: Englisch
05.00-06.57: 11775 (150 kW, 240°) für Nordwestafrika: Arabisch
07.00-08.57: 11785 (150 kW, 310°) für Westeuropa: Chinesisch
07.00-08.57: 13710 (150 kW, 310°) für Westeuropa: Englisch
09.00-09.57: 7285 9440 (je 150 kW, nd) für Südosteuropa: Rumänisch
11.00-11.57: 7220 (150 kW, nd) für Südosteuropa: Bulgarisch
11.00-12.57: 13650 (150 kW, 310°) für Westeuropa: Englisch
12.00-12.57: 7345 (150 kW, nd) für Südosteuropa: Serbisch
14.00-15.57: 11920 13670 (je 150 kW, 240°) für Nordwestafrika: Französisch
15.00-15.57: 7345 9565 (je 150 kW, nd) für den Nahen und Mittleren Osten: Türkisch
16.00-17.57: 5970 7380 (je 150 kW, 330°) für Mitteleuropa: Deutsch
16.00-17.57: 9555 (150 kW, 140°) für den Nahen und Mittleren Osten: Arabisch
16.00-17.57: 11725 (150 kW, 240°) für Nordwestafrika: Arabisch
18.00-19.57: 5970 9480 (je 150 kW, 310°) für Westeuropa: Französisch
18.00-19.57: 6055 11695 (je 150 kW, 240°) für Nordwestafrika: Französisch
20.00-21.57: 5960 7285 (je 150 kW, 310°) für Westeuropa: Englisch
20.00-21.57: 6185 (150 kW, 193°) für Ostafrika: Arabisch
20.00-21.57: 7235 (150 kW, 140°) für den Nahen und Mittleren Osten: Arabisch
22.00-22.57: 6175 (150 kW, 280°) für die Iberische Halbinsel: Portugiesisch
22.00-23.57: 6175 7210 (je 150 kW, 280°) für die Iberische Halbinsel: Spanisch
Uhr Weltzeit (+2=MESZ) Frequenz (Sender) Programm
In Cerrik stehen 150-kW-Kurzwellensender, die für Nordamerika zu zwei 300-kW-Paaren zusammengeschaltet werden. (R. Bulgaria 17.5.2010 BCDX)

Bolivien: Internationale Empfangsexperten melden die Aktivität folgender Kurzwellenstationen, darunter die mit einem Sternchen angemerkten in den Stunden um Mitternacht in Europa:
*3310 R. Mosoj Chaski Cochabamba (1005 1006)
3390.056, R. Emisoras Camargo, Camargo (1005 1006)
4409.8, R. Eco, Reyes (1005 1006) ID: ``Desde la capital de la provincia Ballivián, Reyes, en el departamento de Beni, República de Bolivia; transmite Radio Eco, 4.410 khz, banda internacional de 75 metros, onda corta``
*4451.2, R. Santa Ana, Santa Ana de Yacuma (1006)
4451.2, R. Santa Ana, Santa Ana de Yacuma, Sendeschluss wohl vor 1.00. (1005)
*4700 R. San Miguel, Riberalta, (1005 1006)
4716.19, R. Yura, Yura (1005 1006)
4787.671, Radioemisora Ballivián, San Borja, Beni (1006)
4796.35, R. Lípez, Uyuni (in 1005-1006 einige Wochen verstummt)
*4865, R. Logos, Santa Cruz de la Sierra (1006)
5580.2, R. San José, San José de Chiquitos, (1005)
*5921.3, R. Difusora Minería (presumed), Oruro (1006)
*5952.482, Pio XII, Siglo Veinte (1005 1006)
*5964.96, R Nacional de Huanuni, Huanuni (1006 offenbar reaktiviert)
6025 R Illimani/Patria Nueva // www.patrianueva.bo/audio/wmp.html (1006)
6134.77, R. Santa Cruz (1006) mit sehr variablem Sendeschluss (z.B. 1.05, 2.19)
(Robert Wilkner 4., 6., 7., 10., 11., 17.6., Carlos Gonçalves 5., 17.6., Anker Petersen 5., 11.6., David Sharp 5.6., Rafael Rodriguez 6.6., Brian Alexander 12.6., Jorge Freitas 12.6., Manuel Méndez 17.6.2010 DXLD)

Brasilien: Radio Daqui, Goiânia GO, hat offenbar die Kurzwelle 11830 kHz aktiviert. Jedenfalls konnte nach einer einzelnen Sendung im Mai die Station ab Anfang Juni in Mitteleuropa täglich bis zum Sendeschluss um 21.00 Uhr (18.00 Uhr brasilianischer Zeit) Musik und vielen Stationsansagen beobachtet werden.
11830 kHz ist eine alte Frequenz von CBN Anhanguera, dessen Kurzwellen 4915 und 6080 kHz vor einiger Zeit von Radio Daqui übernommen wurden, während 11830 kHz seit langer Zeit nicht mehr international gemeldet wurde. Nach Angaben brasilianischer Dxer wird das Programm der Mittelwelle 1230 kHz ausgestrahlt. (Karel Honzik 26.5., 2.-5.6., Luiz Chaine Neto 13.6., Anker Petersen 14.6., Reinaldo Tadeu Pires 14.6., Carlos Gonçalves 17., 18.6.2010 BCDX / DXLD)

Brasilien: Europäische Empfangsexperten melden in den Stunden um Mitternacht MESZ den Empfang folgender brasilianischer Stationen:
3375.3 R. Municipal São Gabriel da Cachoeira AM (1006)
4754.9 R. Imaculada Conceição, Campo Grande MS (1006)
4775 R. Congonhas, Congonhas MG (1006)
4815 R. Difusora, Londrina PR (1006)
4825 R. Educadora, Braganca PA (1006)
4825 R. Canção Nova, Cachoeira Paulista SP (1006)
4845.2 R. Cultura Ondas Tropicais, Manaus AM (1006)
4864.65 R. Alvorada, Londrina PR (1006)
4875.4 R. Difusora Roraima, Boa Vista RR (1006)
4894.9 R. Novo Tempo, Cpo. Grande MS (1006)
4915 R. Difusora de Macapá AP (1006)
4925.2 R. Educação Rural, Tefé AM (1006)
4935.2, R. Capixaba, Vitória ES (1006)
4985 R. Brasil Central, Goiânia GO (1006)
5035 R. Aparecida, Aparecida SP (1006)
5045 R. Cultura do Pará, Belem PA (1006)
5940 R. Voz Missionária, Camboriú SC(1006)
5970 R. Itatiaia, Belo Horizonte MG (1006)
5990, Rádio Senado, Brasília, (1006) Ansage zum Sendeschluss um 22.00 Uhr: “Radio Senado, Brasília, ondas curtas, 5990 kHz, faixa de 49 metros, estaremos de volta manhã às 7 horas”
6010 R. Inconfidência, Belo Horizonte MG (1006)
6060 Super Rádio Deus é Amor, Curitiba PR (1006)
6070 R. Capital, Rio de Janeiro RJ (1006)
6090 R. Bandeirantes, São Paulo SP(1006)
6135 R. Aparecida, Aparecida SP (1006)
6185 R. Nacional da Amazônia, Parque do Rodeador DF (1006)
9505 R. Record, São Paulo SP (1006)
9550 R. Boa Vontade, Pto Alegre RS (1006)
9564.6 Super Rádio Deus é Amor, Curitiba PR (1006)
9629.9 R. Aparecida, Aparecida SP (1006)
9645.3 R. Bandeirantes, São Paulo SP (1006)
9675 R. Canção Nova, Cachoeira Paulista SP (1006)
9820 R. 9 de Julho, São Paulo SP (1006)
11749.8 R. Voz Missionária,, Camboriú SC (1006)
11780 R. Nacional da Amazônia, Parque do Rodeador DF (1006)
11815 R. Brasil Central, Goiânia GO (1006)
11830 Radio Daqui, Goiânia GO (1006) Sendeschluss um 21.00 Uhr
11925.2 R. Bandeirantes, São Paulo SP (1006)
(Anker Petersen 4., 5.6., Manuel Méndez 6., 17.6., Carlos Gonçalves 6., 14., 20.6.2010 BCDX / DXLD)

China (Taiwan): Offenbar erstmals gibt es eine Kurzwellensendung, die den Taoismus verbreiten will. Diese chinesische Religion / Weltanschauung wurde während der kommunistischen Kulturrevolution in der Volksrepublik schwer verfolgt, erlebt aber eine gewisse Renaissance.
Takai Shinlingde Suo Chi sendet seit dem 1. Mai 2010 nach folgendem Sendeplan aus Taiwan für das Festland:
11.00-12.00: 7460 (Huwei 100 kW) für Nordostchina.
12.00-13.00: 1098 (Koufu 300 kW) für Zentral- und Südchina
Verantwortlich für die Lehrprogramme ist die taoistische Organisation Ikuantao (IKT, No. 766 Tongping Road, Taiping City, Taichung County, Republic of China (Taiwan) www.ikttv.org http://ikt.webu.com.tw). (Sei-ichi Hasegawa 30.5., Takahito Akabayashi 2.6.2010 BCDX / DXLD)

Costa Rica: Der seit geraumer Zeit immer wieder mit Shakira und anderer Popmusik belegte Kurzwellensender 5954.17 kHz wurde am 14. Juni 2010 und folgenden Tagen ab 23.00 Uhr mit dem Anti-Castro-Programm von Radio República beobachtet. Der in Florida lebende Kurzwellenhörer Terry Krueger fand es witzig, die Kubaner darauf aufmerksam zu machen und das gleichzeitig an Glenn Hausers DX Listening Digest zu senden: ”Sr. Coro, As of this afternoon, and through this moment, I am now monitoring the programming of Radio República via the Costa Rica transmitter on the 5955 (variable -- and very strong now), that has been running test transmissions for well-over two years with music loops -- until tonight. Will you promise us radio listeners that there will never be Cuba transmitter jamming the 5955 channel, in fairness of open opinions? Any jamming on the channel going forth, can be easily direction-found the SW Florida monitoring site. Thank you for your reply in advance. Regards, Terry L Krueger.” (15.6.) Am 16. Juni 2010 wurde die Station mit Jamming belegt. (Terry L Krueger 14.-16.6.2010 DXLD)

Deutschland: Radio 700 hat folgenden Sendeplan:
07.00-09.00: 6005 Radio Belarus in Deutsch
09.00-17.00: 6005 Radio 700
Uhr Weltzeit (+2=MESZ) Frequenz (Sender) Programm
Besonders hingewiesen wird auf folgende Sendungen:
Samstag 03.07. 13.00-14.00 Radio Gloria International
Sonntag 04.07. 09.00-10.00 Radio Joystick
Samstag 10.07. 09.00-10.00 Medienmagazin
Samstag 24.07. 09.00-10.00 Medienmagazin
Sonntag 25.07. 09.00-10.00 Radio Gloria International
Samstag 31.07. 13.00-14.00 Radio Gloria International
(Christian Milling 26.4.2010)

Deutschland: Das Funkhaus Euskirchen (Christian Milling / Vorsitzender Funkhaus Euskirchen e.V., Kuchenheimer Strasse 155, 53881 Euskirchen, www.radio700.eu) beteiligt sich an den Sondersendungen des Fördervereins Sender Königs Wusterhausen zur Begleitung der “Kulta 2010”. Vom 26. Juni bis 4. Juli sendet man 10.00-10.30 und 15.30-16.00 Uhr eine halbe Stunde parallel zu Königs Wusterhausen 810 kHz auf der Kurzwelle Kall (Eifel) 6005 kHz. Umgekehrt wird Radio 700 wird mit kurzen Einblendungen auf 810 kHz in Königs Wusterhausen zu empfangen sein. “Radio 700 - Ihr Radio für die Region” sendet in Ostbelgien und der Eifel auf UKW 90,1 und 101,7 MHz und europaweit auf Kurzwelle 6005 kHz. (Christian Milling 22.6.2010 BCDX)

Gambia (aus Deutschland): Das Save the Gambia Democracy Project (www.savethegambia.org) hat seit dem 22. Mai 2010 wieder eine Kurzwellensendung:
18.15-18.30: 15225 (Nauen 125 kW, 221°) Sa “Baati Rewmi” (Stimme der Nation) afrikanische Sprachen [Englisch noch ungehört]
Uhr Weltzeit (+2=MESZ) Frequenz (Sender) Programm
Die Sendungen sind die Wiederaufnahme eines früheren Exilprogramms. Nach Testsendungen im April 2005 hatte das Save the Gambia Democracy Project von Juni 2005 bis März 2006 eine wöchentliche halbe Stunde aus Jülich. Die Sendezeit wird erneut über den Sendezeitmakler Radio Miami International bei Media Broadcast angemietet.
Die Exilgambier stehen der politischen Lage im Gambia natürlich kritisch gegenüber, haben aber für dieses Urteil aber auch Menschenrechtsorganisationen auf ihrer Seite. In einem Ranking, das Freedom House und andere Medienrechtsorganisationen im Mai 2010 zum Tag der Pressefreiheit veröffentlicht haben, liegt Gambia mit 81 Negativpunkten gleichauf mit Russland auf Platz 175 von 196 bewerteten Ländern und Gebieten. Zum Vergleich: Deutschland hat 17 Minuspunkte; das bestbewertete afrikanische Land ist Mali mit 25 Negativpunkten. (Wolfgang Büschel 5.6., Chris Greenway 12.6., James MacDonell 12.6., Tony Rogers 12., 19.6., Jari Savolainen 19.6.2010 BCDX / DXLD, Dr. Hj. Biener)

Guatemala: Entgegen einer Empfangsmeldung vom Juni 2010 ist Radio Cultural Coatán (www.radiocoatan.com) nicht auf 4780 kHz aktiv. Dies betont Manuel Méndez unter Berufung auf eine e-Mail des Stationsdirektors. Nach Angaben von Domingo Hernandez (radiocoatan@live.com) ist der Sender kaputt und denkt man nicht an Ersatz, da die Radiogeräte vor Ort das 60-m-Band nicht mehr empfangen können. Nach dem Verstummen Anfang 2009 hatte es im November noch geheißen, dass man sich um Ersatzteile bemühen wolle. Vor Ort sendet Radio Cultural Coatán auf UKW 103,3 MHz. (Robert Wilkner 12.6., Manuel Méndez 23.6., Steven Wiseblood 23.6.2010 DXLD)

Guyana: Nach Angaben von Mohamed Sattaur, CEO des National Communications Network, in den Stabroek News (Georgetown) vom 17. Juni 2010 sendet die Voice of Guyana auf den Mittelwellen 560 und 700 kHz, Kurzwelle 3290 kHz und UKW 102,5 MHz. “Überall an der Küste, im Inland und in Teilen von Suriname sollte jeder die Stimme Guyanas auf 560 kHz empfangen können. Die Kurzwelle kann im Ausland gehört werden. Wir haben Rückmeldungen aus Europa, Afrika, Australien, den USA und weiteren Gebieten, dass das Signal gut ist.” (“Everyone along the coast, in most of the interior locations and some parts of Suriname should be able to hear VOG on 560 AM without any difficulty. The shortwave signal is heard internationally. We have received word from Europe, Africa, Australia and the USA, among other places, that the signal is clear.”) Der Kurzwellenspezialist Glenn Hauser nimmt die Bemerkung zum Anlass für eine kleine Rüge an die Berichterstattung der DXer. Sollte man nicht eher sagen “hörbar, doch nur für den Dxer, der sich mit dem Hören anstrengt und sich nicht im Sessel zurücklehnt.” “Technically heard, but only if you are a DXer willing to strain to hear it rather than recline in an armchair, hardly clear.” (Kim Andrew Elliott 17.6., Glenn Hauser DXLD)

Indien: Die Spectrum Management Division von All India Radio ist sehr an Empfangsberichten aus Europa und speziell natürlich für die DRM-Sendungen interessiert. Dies betonte der Deputy Director of Engineering B. K. Oberoi Ende April 2010 bei einem Gespräch mit prominenten DXern.
Der General Overseas Service für Europa wird nach dessen Angaben nach folgendem Sendeplan ausgestrahlt:
17.45-22.30: 9950-DRM (Delhi Khampur 35 kW) Englisch und 19.45-20.45 Hindi.
17.45-19.45: 6280 7550
20.45-22.30: 6280 7550 9445
Uhr Weltzeit (+2=MESZ) Frequenz (Sender) Programm
Europäische Post kommt fast ausschließlich aus Deutschland, Finnland und dem Vereinigten Königreich. Briefe gehen an folgende Adresse: The Director, Spectrum Management & Synergy, All India Radio, Room No.204, Parliament Street, New Delhi-110001, Indien. E-Mails gehen an spectrum-manager@air.org.in. (T. R. Rajeesh 2.6.2010 BCDX)

Kanada: Radio Canada International hat nach Änderungen folgenden Sommersendeplan 2010:
Arabisch
02.00-03.00: 5920 (Hörby 350 kW, 125°) 5950 (Santa Maria di Galeria 100 kW, 114°)
03.00-04.00: 7230 (Santa Maria di Galeria 100 kW, 114°)
11.05-12.05: 7325 (250 kW, 277°)
19.00-20.00: 15180 (Rampisham 500 kW, 115°) 15235 (250 kW, 073°)
19.05-20.05: 9515 (250 kW, 277°)
Chinesisch
00.00-01.00: 9690 (Kimje 100 kW, 225°) 11895 (Kimje 100 kW, 290°)
01.05-02.05: 6100 (250 kW, 277°)
13.05-14.05: 7325 (250 kW, 277°)
15.00-16.00: 6110 (Yamata 300 kW, 290°) 11805 (Yamata 250 kW, 240°)
21.05-22.05: 9515 (250 kW, 277°)
22.00-23.00: 9525 (Kimje 100 kW, 225°) 9870 (Kimje 100 kW, 305°)
Englisch
00.00-01.00: 11700 (Kunming 150 kW, 177°)
15.00-16.00: 11675 (Kunming 500 kW, 283°) 15125 (Urumqi 500 kW, 212°)
15.05-17.05 on 9515 (250 kW, 277°) 9800-DRM (70 kW, 268°)
18.00-19.00: 9530 (Kashi 100 kW, 239°) 11765 (Skelton 300 kW, 160°) 17735 (250 kW, 105°) 17810 (Skelton 250 kW, 175°)
20.00-21.00: 15235 (250 kW, 73°) 17735 (250 kW, 105°)
21.00-22.00: 9800-DRM (70 kW, 268°)
23.05-01.05: 6100 (250 kW, 277°)
Französisch
17.05-19.05: 9515 (250 kW, 277°) 9800-DRM (S-70 kW, 268°)
19.00-20.00: 11765 (Kashi 100 kW, 239°) 13730 (Santa Maria di Galeria 250 kW, 195°) 15320 (Skelton 300 kW, 175°) 17735 (250 kW, 105°)
20.05-21.05: 9515 (250 kW, 277°)
21.00-22.00: 9525 (Santa Maria di Galeria 100 kW, 184°) 15235 (S-250 kW, 73°) 15330 17735 (S-250 kW, 105°)
23.00-23.30: 9525 (Kimje 100 kW, 225°)
Portugiesisch (Fr-So)
21.00-22.00: 15455 (250 kW, 163°)
23.00-23.30: 13710 (250 kW, 163°)
Russisch
14.05-15.05: 9515 (250 kW, 277°)
15.00-15.30: 11935 (Hörby 350 kW, 85°), 15325 (Woofferton 250 kW, 64°)
16.00-16.30: 11700 (Hörby 350 kW, 85°), 15325 (Rampisham 500 kW, 61°)
Spanisch
00.00-01.00: 13725 (250 kW, 240°)
01.00-02.00: 11990 (250 kW, 240°)
02.05-03.00: 6100 (250 kW, 277°)
12.05-13.05: 7325 (250 kW, 277°)
22.00-02.00: 11990 (250 kW, 176°)
22.00-24.00: 15455 (250 kW, 176°)
22.05-23.05: 6100 (250 kW, 277°)
Uhr Weltzeit (+2=MESZ) Frequenz (Sender) Programm
Eingesetzt werden Sender in Kanada (Sackville), China (Kashi, Kunming, Urumqi), Großbritannien (Rampisham, Skelton, Woofferton), Japan (Yamata) Korea (Kimje), Schweden (Hörby) und dem Vatikanstaat (Santa Maria di Galeria) (R. Bulgaria 22.6.2010 DXLD)

Korea (Süd) / Deutschland: Die Deutsche Welle nutzt seit dem 15. Juni 2010 erstmals einen Kurzwellensender des Korean Broadcasting System:
23.00-24.00: 9785 (Kimje 250 kW, 275°) // 9550 (ex 9785) (Trincomalee 250 kW, 45°), 9865 (Kranji), 9900 (Nowosibirsk / Ojasch in Westsibirien), 11830 (Petropawlowsk-Kamtschatki) Chinesisch
Uhr Weltzeit (+2=MESZ) Frequenz (Sender) Programm
Die 1975 für den Auslandsdienst von KBS eröffnete Sendestation Kimje (etwa 180 km südlich von Seoul; andere Schreibweisen: Gimje, Kimjae) verfügt über vier 250 kW- und acht 100kW-Sender. Neben Eigenprogrammen überträgt KBS aus Kimje je viereinhalb Senderstunden der BBC (Chinesisch oder Englisch) sowie von Radio Canada International (Chinesisch oder Französisch). Diese BBC und Radio Canada International erhalten die Sendezeit in Südkorea nicht gegen Zahlung, sondern organisieren im Gegenzug Ausstrahlungen von KBS über die Kurzwellensender in Großbritannien bzw. Kanada. Bislang ist nicht bekannt, auf welcher Grundlage die DW die Sender in Kimje nutzen wird. (Kai Ludwig RBB Radio-News 13.6.2010, Takahito Akabayashi 16.6., Tony Ashar 21.6., R. Bulgaria 22.6.2010 BCDX)

Kuba: Nach den guten Resultaten für Radio Rebelde auf der Stammfrequenz 5025 kHz und Radio Habana Cuba 21.00-11.00 Uhr auf der jüngeren 5040 kH, erwägt Arnie Coro Frequenzen im 3- und 21 MHz-Bereich für eine Nacht- und eine Tagesfrequenz. Wie Arnie Coro in einer Sendung erklärte, ist 5040 kHz für den Nahbereich Kuba und Karibik bestimmt, was zugleich eine Rücknahme des Anspruchs von Radio Habana Cuba auf interkontinentale Versorgung in den höheren Kurzwellenbändern bedeutete. (Dave Kenny / Glenn Hauser DXLD)

Kuba: Radio Habana Cuba hat im Juni 2010 Sendungen in englischer Sprache von bisher zwei Programmstunden auf nur noch eine pro Tag gekürzt. Insider deuten diesen Schritt als erstes Anzeichen eines möglichen Rückzugs, nachdem in Havanna inzwischen hinterfragt werde, ob weiter im bisherigen Umfang Mittel für Auslandssendungen aufgewendet werden sollen. Wie Mitarbeiter des Senders selbst einräumen, hat er inzwischen keinen nachweisbaren Hörerkreis mehr. Dies dürfte allerdings auch damit zusammenhängen, dass die Sendepläne unzuverlässig eingehalten werden. Nach Beobachtungen in Nordamerika sollen die englischen Programmblöcke in englischer Sprache auf folgenden Sendeplätzen ausgestrahlt werden
23.00-00.00: 5040 (offenbar erste Ausstrahlung)
01.00-05.00: 5970 6000
05.00-07.00: 6010 6060
20.30-21.30: 11760
Uhr Weltzeit (+2=MESZ) Frequenz (Sender) Programm
Ein brauchbarer Empfang in Europa ist selten geworden, aber im 6 MHz-Bereich morgens nicht völlig unmöglich möglich.
Die englische Homepage hat eine sich selbst aktualisierende Datumsangabe, aber, wie auch die Seiten anderer Fremdsprachen, bei www.radiohc.cu/ingles/c_frecuencia/frecuencias.htm einen veralteten Sendeplan. www.radiohc.cu/ingles/c_programacion/programacion.htm scheint dagegen zuzutreffen. (Kai Ludwig RBB Radio-News 20.6.2010, Glenn Hauser, Dr. Hj. Biener)

Kuba (aus USA): WRMI Radio Miami International verzeichnet in einem Programmplan vom 8. Juni 2010 neben zahlreichen kleineren exilkubanischen Anbietern folgende größere Sendestrecken auf der Stammwelle 9955 kHz:
Radio República: Mo-Fr 09.00-12.00, täglich 02.00-03.00 Uhr (22 Senderstunden)
Radio Libertad: täglich 12.00-13.00, Mo-Fr 23.00-24.00, Di-Sa 04.00-05.00 Uhr (17 Senderstunden)
La Voz del Consejo para la Libertad de Cuba: Di-Sa 01.00-02.00, Sa So 18.00-19.00, So 05.00-06.00 (8 Senderstunden)
Programm Uhr Weltzeit (+2=MESZ) (Glenn Hauser 17.6.2010 DXLD)

Liberia: Star Radio, das seit kurzem wieder eine Inlandskurzwelle für die Flächendeckung hat, hat folgenden Sendeplan bekannt gegeben:
05.00-09.00: 4025
18.00-21.00: 4025
Uhr Weltzeit (+2=MESZ) Frequenz (Sender) Programm
Star Radio sendete 1997 bis 2000 bereits einmal auf Kurzwelle (3400 / 5880 kHz) in Liberia, musste die Sendungen aber auf Anweisung des Diktators Charles Taylor einstellen. In späteren Jahren gab es dann eine 60- bzw. 30-minütige Sendung über Standorte von VT Communications. (Star Radio via Radio Netherlands Media Weblog 1.6.2010)

Mexico: XEXQ Radio Universidad de San Luis Potosí, México, das erst wenig zuvor auf 6045 kHz zurückgekehrt war, hatte durch einen Spannungsabfall im Stromnetz am 21. Mai 2010 einen Schaden am Kurzwellensender. Dies teilte der Stationsingenieur auf Nachfrage Ende Mai mit, Francisco Javier Moreno Cuéllar hatte aber die Hoffnung, den Kurzwellensender im Juni 2010 wieder in Betrieb nehmen zu können. (Julián Santiago Díez de Bonilla 28.5.2010 DXLD) Glenn Hauser, der die Frequenz regelmäßig abhörte, konnte auch am 10. Juni XEXQ noch nicht wieder hören.

Mexico: Neben XEXQ Radio Universidad de San Luis Potosí 6045 kHz scheint auch XERTA Radio Transcontinental 4800 kHz außer Betrieb zu sein. Europäische Empfangsexperten melden in der zweiten Nachthälfte MESZ den Empfang folgender Stationen:
6010, Radio Mil, México D. F., 0740-0755 (1006)
*6104.8, XEQM, RASA, Mérida, 0514-0600, (1006), ab 6.00 BBC
*6185, XEPPM Radio Educación, México D. F., 0509-0720, “XEPPM, Radio Educación, 1060 de amplitud modulada, transmitiendo desde la Ciudad de México con 100.000 watts de potencia, y en onda corta, 6185 kHz, banda internacional de 49 metros, Radio Educación, 85 años”, “Radio Educación, cultura y entretenimiento para todos los públicos”, auch als englische Stationsansage ”This is Radio Educación, shortwave from Mexico City, XEPPM, 6,185 kHz in the International Band of 49 meters, with 10,000 watts of power”. (Robert Wilkner 4., 15.6., Manuel Méndez 1., 10., 18.6.2010 DXLD)

Nigeria: Voice of Nigeria (http://voiceofnigeria.org) hat offenbar folgenden Sommersendeplan 2010 aus Ikorodu:
05.00-07.00: 15120 (250 kW, 7°) für Nordafrika: Englisch. 7.00 Französisch
08.00-15.00: 9690 (250 kW, 248°) für Westafrika: Hausa. 9.00 Englisch
15.00-16.00: 15120 (250 kW, 7°) für Nordafrika: Englisch
16.00-16.30: 9690 (offenbar statt 11770) (250 kW, 248°) für Afrika: KiSwahili
16.30-17.30: 9690 (250 kW, 248°) für Westafrika: Yoruba. 17.00 Igbo
17.30-18.00: 15120 (250 kW, 7°) für Nordafrika: Arabisch
18.00-19.00: 15120 (250 kW, 7°) für Nordafrika: Englisch
19.00-23.00: 7255 (250 kW, 248°) für Westafrika: Englisch. 20.00 Französisch. 21.00 Fulfulde. 22.00 Hausa
Uhr Weltzeit (+2=MESZ) Frequenz (Sender) Programm
Eingesetzt werden die Frequenzen 7255, 9690, 11770 und 15120 kHz, die gelegentlich auch die Alternative für die eigentlich vorgesehene Frequenz sind. In Mitteleuropa wurde so guter Empfang für die englischen Sendungen in Richtung Norden auf 15120 kHz gemeldet, dass schon über einen Sendebeginn der neuen Anlage in Abuja spekuliert wurde. Da ist aber offenbar noch nicht der Fall. Ob immer die angegebenen Senderichtungen eingehalten werden ist offen; jedenfalls wurde zwischen der arabischen und der englischen Sendung auf 15120 kHz ein deutlicher Empfangsunterschied beobachtet.
Selbst in einer schlechten Empfangslage wie dem Bienerschen Keller in der Nürnberger Innenstadtperipherie konnte die Sendung um 5.00 Uhr gehört werden. (Harald Kuhl 18.4., Ivo Ivanov 23.4., Costa Constantinides 7.5., Alan Roe 9.5., R. Bulgaria 17.5., Wolfgang Büschel 20., 22.5., Andreas Hatting 20.5., Nils Schiffhauer 20.5., Alan Roe 12.6.2010 A-DX / BCDX / DXLD, Dr. Hj. Biener 19.6.2010)

Peru: Europäische Empfangsexperten melden in der zweiten Nachthälfte MESZ den Empfang folgender Stationen:
4790,1 Radio Visión, Chiclayo (1006)
4955 R. Cultural Amauta, Huanta (1006)
6019,3 Radio Victoria, Lima (1006) “Desde Lima, Peru, transmite Radio Victoria con sus potentes emisores en onda larga y onda corta, Radio Victoria, Lima, Peru”
6173,903 Radio Tawantinsuyo, Cusco (1006)
9720 Radio Victoria, Lima (1006)
(Manuel Méndez 1., 10.6., Maurits Van Driessche 3.6., Anker Petersen 5.6., Carlos Goncalves 8.6.2010 BCDX / DXLD)

Peru: Radio Bethel (www.bethelradio.fm) ist im Mai 2010 wieder im 6-MHz-Bereich zu hören gewesen. Die Sendeanlage in Arequipa arbeitete früher im Bereich 5940-5950 kHz, “Bethel, frecuencia celestial” war jetzt aber auf 5921,26 kHz zu empfangen.DX-Experten in Nord- und Mitteleuropa meldeten die Station schwach in den Stunden vor und nach Mitternacht. Gegen 1.00 Uhr wird dann die Frequenz 5920 kHz von einer anderen Station besetzt. Rafael Rodriguez in Bogotá, Colombia, meldet einen Sendebeginn gegen 11.30 Uhr und den Sendeschluss gegen 2.00 Uhr Weltzeit. (Arne Nilsson 1., 10., 12., 14., 15.5., Karel Honzik 5.5., 5.6., Henrik Klemetz 10., 18.5., Thomas Nilsson 15.5., Anker Petersen 15., 19.5.2010 BCDX / DXLD)

Portugal: RDP-Internacional hat am 4. Juni 2010 einen Frequenzwechsel vorgenommen:
23.00-02.00: 11940 (ex 12020) (Sao Gabriel 300 kW, 226°) für Brasilien Mo-Fr Portugiesisch // 9715 für Nordamerika, 11630 für Venezuela.
Uhr Weltzeit (+2=MESZ) Frequenz (Sender) Programm
Man will damit Interferenz von einer Station entgehen, ”die sich nicht an der internationalen Frequenzkoordination beteiligt”. Wie Kurzwellenhörer wissen, handelt es sich vom Frequenzmanagement nicht genannten Station um Radio Habana Cuba. RDPi hatte die Frequenz im Sommersendeplan ab Ende März belegt, Radio Habana wenig später in selber Richtung, so dass die beiden Stationen zwei Monate lang um die Frequenz rangelten und die Hörerschaft beider Stationen nichts davon hatte. (Carlos Gonçalves 9.6.2010 BCDX / DXLD)

Portugal / Korea: KBS World Radio sendet seit dem 15. Juni 2010 neu über die Relaisstation der Deutschen Welle in Sines
20.00-20.57: 9620 (Sines) KBS Arabisch.
Uhr Weltzeit (+2=MESZ) Frequenz (Sender) Programm
Hierbei handelt es sich offenbar um einen Sendezeittausch, da zum selben Zeitpunkt die Deutsche Welle mit einer Sendestunde aus dem koreanischen Kimje begann. Zeitgleich gestrichen wurde die Sendung 1900-2000 15365 (Rampisham 500 kW, 168°). (Dragan Lekic 19.-21.6., Wolfgang Büschel 20, 22.6., Tarek Zeidan 23.6.2010 BCDX / DXLD)

Russland / Ukraine: Man hat beim deutschen Dienst der Stimme Russlands realisiert, dass die in Deutschland belegten Mittelwellen für die traditionelle Mittagssendung 9.00-12.00 (MESZ 11.00) keine Flächendeckung bedeuten und Österreich und die Schweiz außer Acht lassen. Da auch die Kurzwellensendung im neuen Digitalmodus nur von wenigen Spezialisten mit besonderer Ausrüstung gehört werden, wurde zum 1. Juni 2010 auch wieder eine analoge Kurzwelle aufgeschaltet:
09.00-10.00: 11655
Interessanterweise wird hierfür ein Sender im ukrainischen Sendezentrum Lwow Krasne eingesetzt. In einer Internet-”Liste der Senderstandorte” bei http://german.ruvr.ru/radio_broadcast/frequenzen/ erscheint für 11655 kHz tatsächlich “Lwow”, während ein Hj. Biener am 11. Juni per e-Mail zugesandter Programmplan noch die alten Verhältnisse darstellt. Die Stimme Russlands hatte im März 2009 auf die traditionelle Kurzwelle verzichtet. Wegen zahlreicher Hörerbeschwerden wurde seinerzeit das Abendprogramm nach zwölf Tagen wieder auf Kurzwelle aufgeschaltet. (Wolfgang Büschel 2., 6.6.2010 BCDX, Kai Ludwig, Dr. Hj. Biener)

Sambia: Die Zambia National Broadcasting Corporation wird mindestens fünf weitere Monate nicht auf Kurzwelle zu hören sein. Bis auf weiteres hat die ZNBC damit keine Flächendeckung im eigenen Land.
Nach Angaben von Miriam Mtonga, Public Relations Manager der ZNBC, ist man dabei, weitere UKW-Sender aufzustellen und die Reparatur der Kurzwellenstation zu organisieren. Die Kosten für die Ersatzteile betragen um die 130.000 USD. (Lusaka Times via Radio Netherlands Media Network 23.6.2010)

Schweden: Radio Schweden International, das am 31. Oktober ins Internet übergeht, hat noch folgenden Sommersendeplan 2010 aus Hörby, Sackville (Kanada) und Madagaskar:
01.00-03.00: 6010 (Sackville 250 kW, 240°) Schwedisch. 1.30 Englisch. 02.00 (268°) Schwedisch 2.30 Englisch
02.00-03.00: 9510 (Madagaskar 250 kW, 50°) Schwedisch. 2.30 Englisch
04.00-05.00: 9490 (350 kW, 120°) Mo-Fr Schwedisch
05.00-06.00: 6065 (350 kW, 190°) Mo-Fr Schwedisch
06.00-07.00: 9490 (350 kW, 190°) Mo-Fr Schwedisch
12.00-12.30: 15735 (500 kW, 40°) Schwedisch
13.00-13.30: 12075 (500 kW, 70°) Russisch
13.00-14.00: 15735 (500 kW, 55°) Schwedisch. 13.30 Englisch
14.00-14.30: 15735 (500 kW, 70°) Schwedisch
14.00-15.00: 13820 (500 kW, 85°) Schwedisch. 14.30 Englisch
14.30-15.00: 13820 (500 kW, 85°) Englisch
15.00-15.30: 13590 (500 kW, 100°) Schwedisch
15.00-16.00: 13870 (500 kW, 125°) Schwedisch. 15.30 Englisch
15.45-16.00: 6065 (500 kW, 190°) Mo-Fr Schwedisch
16.00-16.30: 13870 (500 kW, 125°) Mo-Mi Farsi, Do Fr Assyrisch
16.00-16.15: 6065 (350 kW, 190°) Schwedisch
16.30-17.00: 9630 (500 kW, 70°) Russisch
16.30-17.00: 13870 (500 kW, 125°) Mo-Fr Kurdisch
17.00-17.30: 13870 (500 kW, 125°) Englisch
17.00-17.30: 13600 (500 kW, 125°) Schwedisch
17.30-18.00: 13600 (500 kW, 125°) Mo-Fr Arabisch
18.00-19.00: 6065 (500 kW, 190°) Schwedisch. 18.30 (70°) Russisch
18.00-18.30: 13710 (500 kW, 235°) Schwedisch
19.00-19.30: 6130 (350 kW, 125°) Mo-Fr Romani
19.00-20.00: 6065 (500 kW, 190°) Schwedisch. 19.30 (85°) Russisch
20.00-21.00: 9495 (Madagaskar 250 kW, 320°) Schwedisch. 20.30 Englisch
21.00-21.30: 6065 (500 kW, 190°) Schwedisch
21.00-22.00: 7460 (Madagaskar 250 kW, 280°) Schwedisch. 21.30 Englisch
Uhr Weltzeit (+2=MESZ) Frequenz (Sender) Programm (R. Bulgaria 15.6.2010 BCDX)

Sri Lanka: Nach nur zwei Monaten hat die Sri Lanka Broadcasting Corporation ihre Kurzwellensendung für Gastarbeiter in Südkorea am 4. Juni 2010 ”vorübergehend” eingestellt. Das Sendezeitkontingent, welches die SLBC hierfür auf den Sendern der Deutschen Welle bei Trincomalee nutzte, verwendet sie stattdessen jetzt für eine zusätzliche Sendung in Hindi. Die Sri Lanka Broadcasting Corporation hat derzeit folgende Sendungen auf Kurzwelle:
00.20-05.00: 7185/7190 11905 südasiatische Sprachen
00.55-03.30: 6005 9770/9780 15745 English to Asia (darin auch Fremdprogramme), So bis 4.30
08.30-12.30: 7185 11905
15.30-16.30: 11905 (200 kW, 355°) Hindi (neu)
16.15-18.30: 11750 südasiatische Sprachen
Uhr Weltzeit (+2=MESZ) Frequenz (Sender) Programm
Empfangsberichte werden erbeten an: Engineer AM Services, Sri Lanka Broadcasting Corporation, P.O.Box 574, Colombo, Sri Lanka. Mittelfristig soll es aber auch einen Internetstrom der englischen Sendungen geben. (Rumen Pankov 4.6., Victor Goonetilleke 4.6., Kouji Hashimoto 11.6., Terry L Krueger 13.6., Brian Alexander 20.6., Scott R. Barbour Jr. 21.6.2010 BCDX / DXLD)

Tadschikistan: Der tadschikische Rundfunk strahlt 13.00-14.00 Uhr auf 7245 kHz eine englische Sendung aus. Diese einzige englische Sendung ist in Europa aber nur schwer zu hören. Etwas leichter ist der tadschikische Rundfunk dann nach 16.00 Uhr auf 4765 kHz zu empfangen. (Rumen Pankov 21.5.2010)

Ukraine: Seit dem 1. Juni 2010 nutzt die Stimme Russlands nach einer Unterbrechung von mehr als einem Jahrzehnt wieder einen Kurzwellensender am ukrainischen Standort Krasne, gut 40 km östlich von Lwow. Ausgestrahlt werden zwei Stunden in Englisch und eine in Deutsch:
00.00-02.00: 7440 (600 kW, 303°) für Nordamerika: Englisch
09.00-10.00: 11655 (600 kW, 303°) für Westeuropa: Deutsch
Uhr Weltzeit (+2=MESZ) Frequenz (Sender) Programm
Der jetzt von der Stimme Russlands genutzte Kurzwellensender bei Lwow war um 1992 fertiggestellt worden. Möglicherweise kommt er erstmals überhaupt für Mitteleuropa zum Einsatz, nachdem er zuvor stets für Zielgebiete außerhalb von Europa genutzt wurde. Ebenfalls an diesem Standort vorhanden, derzeit aber nicht im Einsatz sind ein zweiter Kurzwellensender sowie Sender für die LW-/MW-Frequenzen 171 und 936 kHz, die aus den frühen siebziger Jahren stammen. Alle genannten Sendeanlagen sind jeweils 1000 kW stark. Die jetzigen Übertragungen der Stimme Russlands dürften aus Kostengründen aber nur mit reduzierter Leistung laufen.
Angesichts der jetzt vorgenommenen Vermietung des Senders an die Stimme Russlands bleibt abzuwarten, ob die Auslandssendungen aus Kiew in absehbarer Zeit nochmals auf Kurzwelle zu hören sein werden. Das ist aus dem Sendeplatz für Nordamerika zu schließen, denn genau da lief bis zum 11. April 2010 auf Radio Ukraine International. Auf der anderen Seite sorgt die Nutzung durch den russischen Auslandsdienst fürs erste für den Erhalt der Betriebsfähigkeit des Standortes. (Kai Ludwig)

Vereinigtes Königreich: Die BBC hat die Ausstrahlung des World Service ab dem 1. April 2012 ausgeschrieben. Zu diesem Termin läuft der Zehn-Jahres-Vertrag aus, auf dessen Grundlage der britische Konzern VT (inzwischen von seinem bisherigen Wettbewerber Babcock übernommen) diese technische Dienstleistung erbringt.
Wie in anderen Ländern wurde auch bei der BBC die technische Abwicklung der Auslandssendungen privatisiert. Die Erlöse der Privatsierung sollten an die Regierung gehen. 1997 privatisierte die BBC alle Kurzwellenstationen in England und mietete sie für zehn Jahre zurück, während das Besitzrecht an den früheren BBC-Überseerelais bei der BBC blieb und nur der Betrieb privatisiert wurde. Der Vertrag ermöglichte auch die Vermietung von Sendezeit an andere Interessenten. Der neue Inhaber Merlin Communications International war von den Mitarbeitenden auf die Beine gestellt worden und hatte die Unterstützung eines Finanzkonsortiums unter Führung der investment capital group 3i plc. In den ersten Jahren versuchte man noch, auch ein eigenes (Mantel-)Programm Merlin Network One, später Global One auf die Beine zu stellen; mittlerweile wechselte Merlin mehrfach Besitzer und Namen.
Bei der Deutschen Welle, Radio Nederland Wereldomroep und Polskie Radio führten ähnliche Ausschreibungen zum Ende der Zusammenarbeit mit den Senderbetreibern der jeweiligen Länder (Media Broadcast, KPN bzw. Emitel), was die Stillegung der Kurzwellenanlagen Jülich, Flevoland und Warschau nach sich zog. Der andere Hauptwettbewerber im Markt ist Media Broadcast mit Hauptstandorten in Deutschland, Frankreich und Frz.-Guyana. Tatsächlich dürfte aber das weltweite Sendernetz, das VT bieten kann, konkurrenzlos sein. Das Finanzvolumen der ausgeschriebenen Dienstleistung beträgt bis zu 300 Mio. GBP. (Kai Ludwig, Dr. Hj. Biener)


UKW

Bangladesh: China Radio International bekommt Sendezeit auf UKW-Frequenzen in zwei Großstädten von Bangladesh. Das sieht ein Drei-Jahres-Vertrag vor, den Vertreter von Bangladesh Betar und China Radio International jüngst unterzeichnet haben. Vorgesehen ist die lokale Übernahme von CRI-Sendungen in Bengali und Englisch nach folgendem Sendeplan:
17.30-18.30 Uhr Lokalzeit Englisch nur in der Hauptstadt Dhaka auf 103,2 MHz
18.30-19.30 Uhr Lokalzeit Bengali auf Dhaka 103,2 MHz und Chittagong 105,4 MHz.
Bangladesh Betar bekommt für die Relaissendungen etwa USD 50.000 im Jahr und technische Unterstützung von China Radio International. (Bangladesh Betar via Radio Netherlands Media Weblog 2.6.2010)

Deutschland (MV): “103.3 Ihr Lokalradio”, der Nachfolgesender des Anfang April wegen Insolvenz abgeschalteten Radio FDZ, hat sein Programm am 14. Juni 2010 aufgenommen. Durch eine Störung der Übertragungsleitung zum UKW-Sender in Ahrenshoop war der Sendestart zunächst nur im Internet zu hören. Dort bedankte sich der Geschäftsführer in einer Notiz für “die überraschend vielen und durchweg positiven Mails”.
Die “Ostsee-Zeitung” schreibt, der Start des neuen Senders habe mehr Unterstützung aus der Region erfahren, als es bei dessen gescheitertem Vorgänger der Fall gewesen sei. Die Studioeinrichtungen, in denen das neue Programm produziert wird, befinden sich dem Bericht zufolge in der Langen Straße in Barth sowie im früheren Bürgermeisterbüro in Wieck. Gerüchte, das Programm könnte künftig auch über weitere UKW-Frequenzen ausgestrahlt werden, wollte Geschäftsführer Marcus Hoffmann gegenüber der Zeitung weder bestätigen noch dementieren. (Kai Ludwig RBB Radio-News 20.6.2010)

Indien: Die Stimme Russlands folgt anderen Auslandsdiensten und baut seine Präsenz bei indischen Privatsendern aus. Seit Anfang Juni senden die Stationen von Radio One (Midday Multimedia) in Mumbai, Delhi und Kolkata ab Mitternacht IST ein zweistündiges Infotainment-Programm With Love from Russia, in dem allerdings kein Hinweis auf die Stimme Russlands enthalten ist. Das Programm mit indischen und russischen Musiktiteln sowie Infoschnipseln über Russland wird von Miracle Infoweb Pvt Ltd. Kolkata vorbereitet und jeweils von lokalen DJs in Hindi bzw. in Kolkata in Hindi und Bengali präsentiert.
Zuvor hatte die Stimme Russlands schon Kooperationen mit Fever FM and und Radio High 92.7 FM Siliguri. Nach wie vor sendet die Stimme Russlands auch in Hindi und Urdu, sowie Russisch und Englisch für Südasien. (Dr. Hj. Biener)

Indien (Himachal Pradesh): Der Dalai Lama hat am 1. Juni 2010 das erste Nachbarschaftsradio der tibetischen Exilgemeinde offiziell eröffnet. Gegenstand der ersten Live-Sendung war eine Lehrrede des tibetischen Religionsführers vor gut 2200 Kindern, die aus fünf Ländern zu einer Unterweisung in Buddhismus zusammengekommen sind.

Tashi Delek 90.4 FM (www.tashidelekfm.com) wurde 2009 als 58. Nachbarschaftsradio Indiens lizensiert und sendet in der Trägerschaft der Upper Tibetan Children's Village School von Dharamsala. Die Leitung der Station, die aus Spenden aufgebaut wurde, hat Kalsang Tsewang, der ein Team von gut einem Dutzend ehrenamtlich Mitarbeitender führt. Aufgrund rundfunkrechtlicher Bestimmungen sind die Reichweite und die Themen von Nachbarschaftssendern auf Bildung und Entwicklung beschränkt. (Dalai Lama inaugurates the first Tibetan community FM radio 1.6.2010 www.phayul.com/news/article.aspx?article=Dalai+Lama+inaugurates+the+first+Tibetan+community+FM+radio&id=27425)

Indien (Maharashtra): Eigentlich absehbaren Ärger verursacht die Zuweisung derselben UKW-Frequenz 107,8 MHz an zwei Nachbarschaftssender in Mumbai. Die Frequenz wird seit Februar 2008 von der Mumbai University für ihren Campussender Must FM belegt und seit Anfang Mai von Jago Mumbai dem Sender der Union Park Residents Association. Bei 13 Stunden Must FM und vier Stunden Testsendungen von Jago Mumbai hätte man sich eigentlich aus dem Weg gehen können, aber Pankaj Athavale (Must FM) und Naveen Chandra (Jago Mumbai) haben sich offenbar zu einem Krieg im Äther und in anderen Medien entschlossen. Bei Must FM gibt es Einspielungen, dass die Frequenz von einem anderen Sender besetzt werde. Von Jago Mumbai tönt zurück, es sei Sache der zuweisenden Behörden das Frequenzproblem zu lösen. Es sei unbillig, bei 13 Stunden eigener Sendezeit von Jago Mumbai eine Reduzierung der vier Stunden zu fordern. Anfang Juni kam Entwarnung: Die für die Frequenzplanung zuständige Abteilung im Kommunikationsministerium hat Jago Mumbai die Frequenz 90,8 MHz zugewiesen. www.radioandmusic.com/content/editorial/news/same-frequency-woes-blight-2-mumbai-cr-stations 27.5.2010. www.radioandmusic.com/content/editorial/news/wpc-allots-908-fm-mumbai-cr-jago-mumbai 10.6.2010)

Kuba: Ein Jahr nach dem Sendebeginn der Happy Station bei WRMI Miami soll es ab dem 17. Juli 2010 eine spanische Version geben. La Estación de la Alegría wird zuerst im kubanischen Netz von Radio Progreso ausgestrahlt, jeweils sonntags um 7.00 Uhr Ortszeit. Die erste Sendung wird gemeinsam von Manolo de la Rosa (Radio Moskau, später Radio Havana Cuba) in Havana und Keith Perron in Taipei gestaltet. Weitere Details über die Programmgestaltung und eine geplante Ausstrahlung auf Kurzwelle sollen in den Wochen bis dahin folgen. (Keith Perron 20.4.2010 DXLD)

Vereinigtes Königreich (Schottland): Die Ofcom führt ein verkürztes Verfahren für das am 18. Oktober 2011 auslaufende Senderecht der Shetland Islands Broadcasting Company Limited durch. Da bis zum 27. Mai 2010 nur SIBC Limited ernsthaftes Interesse (5000 GBP Gebühr) bekundet hat, tritt man in Verhandlungen für eine Verlängerung bis zum 18. Oktober 2016 ein. Hätte sich niemand interessiert, wäre das Senderecht nicht mehr ausgeschrieben worden. (Dr. Hansjörg Biener)

Vereinigtes Königreich (Wales): GMG hat bei der Ofcom eine Formatänderung für Real Radio in Wales beantragt. Real Radio (South Wales) wendet sich mit einem Adult Contemporary-Format an ein Publikum von 25-54-jährigen und muss laut Lizenz “regionale Informationen” ausstrahlen. Letzteres will man geographisch ausweiten und “Informationen aus Wales” bieten. Auch soll der Stundenanteil “lokaler” Produktionen gesenkt werden.
Hintergrund für den Antrag ist der Plan, dass Real Radio (South Wales) und Real Radio (North and mid Wales), das noch nicht auf Sendung ist, über viele Stunden einen gemeinsames Programm ausstrahlen sollen. Die Regulierungsbehörde sieht in der geographischen Ausweitung eine deutliche Veränderung der Sendelizenz und muss daher nach den Regularien eine öffentliche Anhörung durchführen. Thema ist hier die Sicherung des Lokalbezugs. Interessierte und Betroffene haben bis zum 16. Juli 2010 Zeit für ihre Kommentare. (www.ofcom.org.uk/consult/condocs/realradio/summary/ 18.6.2010)


Fernsehen

Brasilien: Brasilien will sich im Ausland medial ins rechte Licht rücken. Dafür soll der Fernsehkanal TV Brasil Internacional sorgen, der am 24. Mai 2010 auf Sendung ging. Das portugiesischsprachige Programm kann zunächst in Afrika empfangen werden, soll aber bald auf Europa, die USA, Kanada und Lateinamerika ausgedehnt werden, wie TV Brasil mitteilte. Der Auslandssender bedient sich vor allem aus Programminhalten des seit 2007 sendenden öffentlichen Kanals TV Brasil. Sendeschwerpunkte sind Informationen und Kultur. (ARD-Text via Karl Michael Gierich)

Deutschland: Abschaltung Das Erste auf Hotbird/Eutelsat
Ab 8. Juni 2010 wird Das Erste nicht mehr über Hotbird/Eutelsat verbreitet. Die ARD hat nach eingehender Prüfung entschieden, die Verbreitung von Das Erste über den Satelliten Hotbird 8 auf 13 Grad Ost (Eutelsat) am 8. Juni 2010 zu beenden. Dies geschieht vor dem Hintergrund, dass sich der Versorgungsauftrag der öffentlich-rechtlichen Progamme auf Deutschland als Versorgungsgebiet bezieht und hier die Nachfrage für diese Satellitenposition gering ist.
Weiterhin uneingeschränkt ist der Empfang von Das Erste über ASTRA 1H (19,2 Grad Ost) möglich:
Transponder 71, Frequenz 11.837 MHz, Polarisation horizontal, Fehlerschutz FEC 3/4, Symbolrate 27,500
Alle digitalen Fernseh- und Hörfunkprogramme der ARD werden über die digitale Satellitenverbreitung, kurz DVB-S (Digital Video Broadcasting-Satellite), ausgestrahlt. Die Verbreitung erfolgt über die Satelliten ASTRA 1H und ASTRA 1KR auf 19,2 Grad Ost. (www.wdr.de/unternehmen/technik/empfang/abschaltungardeutelsat.jsp via Dr. Hj. Biener)

Deutschland: Das US Army’s 5th Signal Command will in den Monaten ab Juli 2010 die terrestrische Ausstrahlung des Fernsehprogramms beenden und damit USD 800.000 einsparen. Jeweils zwei Wochen zuvor sollen bei AFN Prime Atlantic Einblendungen auf die kommende Abschaltung des betreffenden Senders hinweisen. Da die meisten Truppenangehörigen die Sendungen via Kabel oder Satellit erhalten, wird sich für die meisten Zuschauer nichts ändern. (Stars and Stripes via Radio Netherlands Media Network 23.6.2010)

Deutschland: Der früher Chefredakteur des Spiegel, Stefan Aust, übernimmt zusammen mit dem N24-Management den Nachrichtensender der ProSiebenSat1-Gruppe. Das Programmschema soll weitgehend beibehalten, aber stärker auf Politik orientiert werden. Zugleich müssen Aust, der vor seiner Aufgabe als Spiegel-Chefredakteur 1988 Spiegel TV begründet hatte, und der neue N24-Chef Torsten Rossmann neue Kunden für die Reportagen und Dokumentationen des Berliner Senders finden, um die Abhängigkeit von ProSiebenSat.1 zu verringern. Mit der Abspaltung von N24 ist auch ein weiterer Stellenabbau verbunden. Wahrscheinlich muss über ein Drittel der derzeit 230 Mitarbeitenden gehen. Der Deutsche Journalisten-Verband forderte die neuen Eigentümer bereits auf, auf den Stellenabbau in der Redaktion zu verzichten.
ProSiebenSat.1-Chef Thomas Ebeling hatte den Sender wegen zu hoher Kosten im November 2009 zur Disposition gestellt. Seither war über die Zukunft des Senders diskutiert worden. ProSiebenSat.1 will durch die Trennung von N24 die jährlichen Verluste im Nachrichtenbereich von 50 auf rund 25 Mio. Euro halbieren, denn genau so viel will man in den nächsten sechs Jahren noch jährlich für die Belieferung durch N24 bezahlen. Der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft der deutschen Landesmedienanstalten, Thomas Langheinrich betonte, dass ProSiebenSat.1 auch nach dem Verkauf von N24 verpflichtet sei, ein breites Nachrichtenangebot auszustrahlen. (Dr. Hj. Biener nach einer Meldung in den Nürnberger Nachrichten 17.6.2010, S. 21)

Nordkorea als ”Fernseh-Pirat”. Die Fußball-WM hat weiteren Ärger zwischen Nord- und Südkorea gebracht. Trotz fehlender Fernseh-Übertragungsrechte hat sich Nordkorea, das in Südafrika zum ersten Mal seit 1966 in England wieder eine Mannschaft zur WM gebracht hat, beim südkoreanischen Fernsehen bedient, um die WM auszustrahlen.
Nach der zeitversetzten Ausstrahlung des Eröffnungsspiels Südafrika-Mexiko (1:1) am 12. Juni warf der südkoreanische Sender SBS, der die Exklusivrechte für die koreanische Halbinsel erworben hat, dem nordkoreanischen Fernsehen Piraterie vor. SBS hatte zuvor mit Nordkorea über die Übertragung von WM-Spielen verhandelt. Die Gespräche wurden jedoch wegen aktueller politischer Spannungen nicht weitergeführt. Südkorea macht Nordkorea für den Untergang eines Kriegsschiffes Ende März verantwortlich. Nordkorea bestreitet, das Schiff versenkt zu haben und droht für den Fall von Sanktionen mit Krieg. Allerdings zeigte sich der SBS-Sprecher auch konziliant: Nordkorea könne die WM trotz fehlender formeller Erlaubnis die WM übertragen. (Es hat das ja auch früher schon so gehalten.) (Nürnberger Nachrichten 14.6.2010, S. 19, gekürzt)


Internet

Indien: All India Radio Jaipur hat eine neue website: www.airjaipur.com. (Alokesh Gupta 2.6.2010)

Indonesien: Eine Standardreferenz für indonesische Kurzwellenstationen ist die vor einigen Monaten neugestaltete Internetseite von Atsunori Ishida: Auf www.max.hi-ho.ne.jp/a-ishida/ins finden sich logs, aber auch exemplarische Mitschnitte vom sign-on und sign-off verschiedener Sender sowie von Nachrichten. (Ron Howard 14.5.2010 DXLD)

Niederlande: Radio Netherlands Worldwide hat einen Klassikkanal im Internet eingerichtet, der rund um die Uhr Musik niederländischer Komponisten spielt. In Krisensituationen soll der Nachrichtenanteil bei www.rnwclassical.com deutlich erhöht werden. (Radio Netherlands Media Network 3.6.2010)

Pakistan: Radio Pakistan hat seine website www.radio.gov.pk überarbeitet. Hier kann man nun Liveströme von fünf Programmen nutzen: Islamabad, FM 101, FM 94 Planet (Englisch), FM 103 und Koranprogramm. Noch nicht ermöglicht wird ein Internetzugang zum Auslandsprogramm. (Aslam Javaid 2.6.2010 DXLD)

Schweiz: Die Multimediaplattform swissinfo.ch, die 1999 begonnen wurde und 2004 die Kurzwellensendungen ganz ablöste, steht zum zweiten Mal in ihrer Geschichte vor schweren Einschnitten. Im Februar 2010 gab die Regierung Pläne für die Kürzung ihrer Zuschüsse zu dem von Regierung und Schweizer Rundfunk je hälftig finanzierten Internetdienst bekannt. Ende Mai wurde eine internationale online-Petition gestartet, die für den unveränderten Fortbestand des Informationsangebots in neun Sprachen eintritt. Die Entscheidungen für den Bundeshaushalt 2011-2013 fallen im Sommer 2010.
(www.swissinfo.ch/eng/politics/Online_petition_launched_to_save_swissinfo.ch.html?cid=8972762 29.5.2010)

USA: Das berühmte VOACAP (Voice of America Coverage Analysis Program), das in früheren Jahren von der Voice of America und anderen Kurzwellenstationen eingesetzt wurde, ist nun frei bei http://online.voacap.com herunterzuladen. In den achtziger Jahren überarbeiteten VoA-Experten ein Programm der National Telecommunications and Information Administration, um die Frequenzwahl zu optimieren. (Kim Andrew Elliott 14.5.2010 DXLD)

Vereinigtes Königreich: Der British DX Club hat seine Internetpräsenz www.bdxc.org.uk aktualisiert. Dort findet man einen Führer zu DX- und Medienprogrammen (Guide to DX & Media Programmes) sowie weitere Listen (Africa / Middle East / UK on Shortwave, South Asia on the Tropical Bands, External Services).
(Dave Kenny 3.5.2010 DXLD)


Hobbykontakt

Deutschland: Ende Juli kehren Katja und Axel Jeroma nach ihrem ersten Term bei der Stimme der Anden für einige Monate nach Deutschland zurück. Wie bei Missionaren üblich, besuchen sie in dieser Zeit Familien und Freunde, aber vor allem auch Gemeinden und Spender und nehmen an Veranstaltungen der aussendenden Missionsgesellschaft (DMG, Sinsheim) teil.
Katja Jeroma: “Als wir im August 2007 hier ankamen, war für mich die größte Hürde die spanische Sprache. Als Anfänger bei Null erlebte ich manchen Frust. Ich freute mich aber auch, dass ich als gebürtige Fränkin das R vom ersten Tag an rollen konnte, wie es sich im Spanischen gehört. In unserer Wohnung fühlten wir uns gleich wohl. Dass wir diese von Esther und Edwin Rempel (ehemalige Mitarbeiter der plattdeutschen Redaktion) übernehmen konnten, half uns ungemein. Dennoch stellten sich Fragen wie: Wo finden wir Feuerholz für den Kamin und wer schließt uns den Gasherd an? - waren wir doch Zentralheizung und Elektroherd gewohnt. Wir suchten Bushaltestellen und fragten nach Fahrplänen, bis wir feststellten, dass es weder das eine noch das andere gibt.”
Zu den für die Neuankömmlinge unerwarteten Überraschungen gehörte die Umstrukturierung der bisherigen Arbeit von Radio HCJB Quito: “Als wir uns nach eineinhalb Jahren einigermaßen gut zurechtfanden und Axel anfing, auch an spanischsprachigen Sendungen mitzuarbeiten, hieß es plötzlich, die deutsche Abteilung müsse schließen oder sich selbstständig machen. Wie sollte das funktionieren? Und doch: Wir erlebten viele Wunder. Die Selbstständigkeit und der Umzug in ein neues Haus konnten realisiert werden. Für uns wurden flexible Lösungen gefunden, um neben der Arbeit in der deutschen Abteilung auch weiterhin mit Ecuadorianern zusammenarbeiten zu können. Seit März 2009 betreue und koordiniere ich die Kurzzeitmitarbeiter, die in allen Bereichen von HCJB eingesetzt werden, wie z.B. in Radio, Krankenhaus, Journalistenschule, Computerabteilung und Wasserprojekten.”
Der Europa-Aufenthalt dient nun wesentlich der Spendensammlung für den nächsten Term, denn ”Wir waren gerne hier und hoffen, 2011 zurückkommen zu können.” (Zitate aus dem HCJB-Rundbrief)

Deutschland: 30 Jahre Kurzwellenhörerklub Murgtal - 29. überregionales DX-Treffen am 8. Mai 2010 in Ottenau
Am 8. Mai 2010 fand in Ottenau das 29. überregionale DX-Treffen des Kurzwellenhörerklubs Murgtal statt, das wie in den Vorjahren mit Treffen des RTI Hörerklubs Ottenau und des Radio Japan Clubs Brilon verbunden wurde. Zur Tradition gehört auch ein Treffen des Hörerklubs von Radio Slowakei International, aber Clubleiter Frank Bresonik und Clubsekretär Josef Rieger können aus gesundheitlichen Gründen ihre Arbeit nicht weiterführen. Insgesamt rund 40 Gäste aus Baden-Württemberg und sechs weiteren Bundesländern, aus Österreich und der Schweiz sowie aus Taiwan waren angereist, um das Gespräch miteinander zu suchen, sich durch Präsentationen über diverse DX-Aktivitäten informieren zu lassen und an der Tombola teilzunehmen.
Im Fokus des Interesses stand Radio Taiwan International. Schon vor dem offiziellen Beginn um 13.00 Uhr MESZ konnten sich Organisatoren und Besucher telefonisch mit Eva Triendl in Taiwan unterhalten und ihre ersten Eindrücke weitergeben. Redaktionsleiterin Chiu Bihui, die schon zum fünften Mal am DX-Treffen teilnahm, informierte mit einem Powerpointvortrag über Radio Taiwan International und seine deutsche Redaktion. Der Präsident und Generalmanager des Auslandssenders, Wang Dan-pin, versprach den Anwesenden, dass zumindest während seiner Amtszeit die Kurzwellensendungen aufrechterhalten und nicht eingestellt werden. Herr Wang rief dazu auf, öfters an Radio Taiwan International zu schreiben. Je mehr Zuschriften die deutsche Redaktion erhält, desto besser werden ihre Möglichkeiten. Gesprochen wurde auch über das Programm. Angeregt wurde unter anderem ein Tausch der Sendeplätze für die RTI Hörerklubecke und die DX Tipps. Da die Umstellungen zur Sommer- und Winterzeit an den letzten Sonntagen im März und Oktober erfolgen sollte Ende Oktober und Ende März mehr Zeit für die Bekanntgabe von Frequenzänderungen zur Verfügung stehen.
Zahlreiche Berichte verschiedener Medien können bei Interesse über die Internetseite von Radio Taiwan International unter Hörerklub Otttenau nachgelesen werden. Das nächste Treffen ist für den 14. Mai 2011 vorgesehen. (Bernd Seiser 20.6.2010)

Indien: Die Mitarbeiter von All India Radio haben im Moment keine Möglichkeit, Empfangsberichte schneller zu beantworten. Dies ergab ein Besuch von Alokesh Gupta, T. R. Rajeesh und Anker Petersen am 28. April 2010 in der Zentrale in New Delhi. Das Standardverfahren sieht vor, dass alle Empfangsberichte zentral nach Delhi gehen, vom Leiter der Spectrum Management Division zur Kenntnis genommen werden, dann an die jeweilige Station oder Auslandsredaktion zur inhaltlichen Prüfung gehen und schließlich wieder mit einem OK für die QSL nach New Delhi kommen müssen. Naheliegenderweise kommt es dabei zu Verzögerungen und kann auch mal Post verlorengehen. Wie der Deputy Director of Engineering B. K. Oberoi, der als Stationsingenieur bei verschiedenen AIR-Regionalstationen diesen Weg auch schon mal umging und QSLs direkt ausstellte, betonte, arbeitet man daran, diese Bürokratie zurückzufahren. Dazu gehört auch, dass künftig nur Kurzwellensendungen bestätigt werden sollen, nicht aber Mittelwellen- und UKW-Sender.
Die meisten Empfangsberichte kommen aus den USA, obwohl Nordamerika kein Zielgebiet von All India Radio ist. Europäische Post kommt fast ausschließlich aus Deutschland, Finnland und dem Vereinigten Königreich. (T. R. Rajeesh 2.6.2010 BCDX)

Indien: All India Radio’s Frequenzmanagement sieht nur geringe Handhaben und keine Erfolgsaussichten, etwas gegen die chinesischen Frequenzbesetzungen zu tun. Dies ist das Ergebnis eines Gesprächs von prominenten Kurzwellenhörern am 28. April 2010 in der Zentrale von All India Radio in New Delhi. Von chinesischen Frequenzbesetzungen und richtigen Störsendungen sind nicht nur reguläre Auslandssender betroffen, sondern auch zahlreiche indische Stationen, die für die Flächendeckung auf Kurzwellensendungen angewiesen sind.
Die Frequenzeroberungen sind kaum nur Zufall. Mitte April 2010 setzte sich China Radio International mit drei Stunden in Englisch (13.00-16.00 Uhr 9870 kHz Xi`an 200° Richtung Indien) auf den langjährigen Kurzwellenkanal, mit dem das Unterhaltungsprogramm All India Radio Vividh Bharati seine Flächendeckung erreicht.
In DX-India, einer Newsgroup, die sich allein mit Rundfunk in und für Indien beschäftigt, lassen Kurzwellenfreunde ihrem Zorn freien Lauf. Ashok Satpathy schrieb am 10. Juni 2010 in DX-India: ”Warum bekommt CRI sein Frequenzmanagement nicht auf die Reihe? Oder haben sie bewusst die Frequenz von VBS gewählt? VBS ist immer noch stark, aber China Radio International irritiert sehr. Ich muss auf UKW zu hören versuchen, aber UKW kommt nicht halb so gut wie die Kurzwelle.” Ein Arnab, der hinter den Frequenzbesetzungen einen strategischen Plan gegen mehrere internationale Radiosender vermutet, gibt wenig später zu Protokoll: ”Es geht nicht nur um Vivid Bharati. Ich merke, wie AIR Hyderabad auf 4800 kHz nachmittags und abends gestört wird. Gefühlt sind zwei von fünf Frequenzen, die ich zu irgendeiner beliebigen Tageszeit höre, mit chinesischen Sendern belegt, und deren Programm gehören zu den langweiligsten, selbst wenn sie in Bengali und Hindi sind. Den Programmen fehlt Qualität und manchen Kommentaren Respekt vor den Nachbarn. Ich kann mir nicht vorstellen, dass China Radio International in Indien größere Popularität genießt, außer bei einigen wenigen Individuen.” (gemeint sind wohl die ”maoistischen” Rebellengruppen in verschiedenen Teilen Indiens). Ein Paul verglich am 14. Juni 2010 China Radio International mit Spam, nahm aber auch All India Radio in die Pflicht: ”Ich höre nie CRI, egal was sie senden. Spam-Mails füllen meine Mailbox mit Müll, China macht’s mit dem Äther. Es stimmt schon: Die Technik ist ausgezeichnet, aber die Programme! Und schlimmer noch: Wegen der Interferenz können in verschiedenen Gebieten Indiens die 50-kW-Regionalsender von All India Radio nicht mehr gehört werden. [...] Ich wünschte, AIR würde sich darum kümmern und die Sendestärken ihrer Regionalsender, manchmal ganze 8,5 kW, erhöhen. Einmal 50 kW für ein Regionalprogramme von Belang gegen zahlreiche 500 kW chinesischer Propaganda. Das beschreibt die Situation des indischen Rundfunks!”
Wieder einige Tage später stimmte Ashok Satpathy am 23. Juni 2010 im Prinzip zu, gestand aber auch China Radio International ein paar gute Sendungen zu, weil er sich für Musik aus aller Welt interessiere. Für internationale Hörer interessanter sind seine Einschätzungen zu den indischen Regionalprogrammen: “Die Regionalsender gaben ein paar tolle Programme. Man muss allerdings die Programmpläne kennen, um die Edelsteine zu finden. Ich mag die Morgenprogramme mit klassischer Musik aus Kanatarka von AIR Chennai, die leichte Musik von AIR Bhopal und die Musikprogramme spätabends bei AIR Jeypore. Tagsüber höre ich AIR Urdu und die Landessender.” - “Ich glaube kaum, dass All India Radio etwas für die Stärkung seiner Kurzwellensender tun wird. Bestenfalls lassen sie sie laufen, bis sie endgültig kaputt sind. Jetzt gerade, wo ich das schreibe, ist mein Lieblingssender AIR Jeypore außer Betrieb. Vor einigen Jahren ging ihre Endröhre kaputt, und sie brauchten zwei Jahre, um sie zu ersetzen. Freuen wir uns an den Sendern von All India Radio, so lange es sie gibt, und in der Zwischenzeit verfluchen wir CRI, so gut wir können.” (T. R. Rajeesh 2.6.2010 BCDX, Zitate aus DXLD und DX-India von Dr. Hj. Biener ergänzt)

Peru: Während ein Brief an die kursierende QSL-Adresse Sr. Enrique Silvio Ramos / Radio Victoria, Jr. Reynel 320, Mirones Bajo, Lima 1, Perú, als unzustellbar zurückkam, kam über die Hauptadresse der Sendereignerin Iglesia Pentecostal Dios es Amor, Av. Arica 248, Breña, Lima, Lima 05, Perú, eine e-Mail. Carlos Cabrera Torres bedankte sich für die Zuschrift, konnte aber offenbar mit der Bitte um eine QSL nichts anfangen. (Bruce Jensen 17.6.2010 DXLD)

Rumänien: Die deutsche Redaktion von Radio Romania International bittet darum, bis auf weiteres zur Sicherheit auch eine zweite e-Mail-Adresse zu verwenden. ”Wir haben seit einiger Zeit Probleme mit unserem Mailprogramm: manchmal blockt es angehängte Dateien oder wirft die E-Mails wild durcheinander. Abhilfe wurde uns zwar versprochen, doch könnte es bis zur Nachrüstung unserer überalterten Ausstattung eine Weile dauern.
Daher bitten wir Sie, zwar die gewohnte Adresse germ@rri.ro auch weiterhin zu verwenden, aber gleichzeitig zur Sicherheit auch immer eine Kopie Ihrer Zuschriften an die Alternativadresse rri_deutsch@yahoo.com zu senden. Diese Adresse ist kein Ersatz für die offizielle, sondern nur eine Absicherung, Webmails können wir auch auf anderen Rechnern abrufen.
Bitte bei den E-Mails alle beigefügten Dokumente in WORD, Bilder in Format: .bmp, .gif, .jpg und Archive in Winzip verfassen.” (Radio Romania International 13.6.2010)

Spanien: Radio Nacional de Espana en Asturias, das auf 693 und 729 kHz sendet, hat folgende neue Adresse: Calle San Esteban de las Cruces 92, E-33195 Oviedo, Spanien. (Olle Alm BCDX 2.6.2010)

USA: Radio Free Asia hat die zweite QSL-Karte einer lockeren Serie über asiatische Musikinstrumente herausgebracht. Für Empfangsberichte im Zeitraum Juli / August 2010 erhalten Kurzwellenfreunde eine Karte mit einer 13- bis 16-saitigen burmesischen Harfe (”saung gauk”)
Empfangsberichte sind willkommen bei Radio Free Asia 2025 M. Street NW Suite 300 Washington DC 20036 United States of America bzw. via Internet bei www.techweb.rfa.org und qsl@rfa.org. (Pressemitteilung Radio Free Asia releases second QSL Card in series celebrating musical instruments of Asia 16.6.2010 via Dr. Hj. Biener)

USA: Wavescan - Annual DX Contest - 2010 ”Station Profiles”
Adrian Peterson hat den Wavescan-DX-Kontest 2010 ausgeschrieben. Im einzelnen geht es um folgende Punkte:
1. Five Station Profiles: Die Kontestteilnehmer sollen fünf Kurzwellenstationen vorschlagen, die sie in den nächsten Monaten bei Wavescan vorgestellt bekommen wollen. Dabei ist es nicht wichtig, ob die Stationen noch aktiv sind oder nicht mehr existieren, aber es muss sich um Kurzwellenstationen handeln.
2. Five Paragraphs: Die Kontestteilnehmer sollen ihre Vorschläge begründen.
3. Five Photocopies: Es wird darum gebeten, fünf Farbkopien von QSL-Karten / -Briefen der genannten Stationen einzusenden. Wo das nicht möglich ist, genügt die Erklärung, warum man keine QSL hat.
4. Three Reception Reports: Als Teil des Kontests sind mindestens drei Empfangsberichte über Sendungen von Adventist World Radio einzusenden. Alle Empfangsberichte erhalten einen speziellen Konteststempel.
5. Three Radio Cards: Wer sich von QSL-Karten trennen kann, darf drei Karten für die Indianapolis Heritage Collection einsenden. Nicht gewollt sind Karten für Amateur- oder CB-Funk.
Ausgelobt werden wie in den Vorjahren Bücher (Jerry Bergs Rundfunkgeschichten, World Radio TV Handbook 2011) und Souvenirs von AWR und anderen Sendern.
Die Kontestadresse ist:
AWR Wavescan: Station Profile DX Contest
Box 29235, Indianapolis, Indiana 46229 USA
Die Einsendungen zum Kontest sollten bis spätestens Juli (Poststempel!) abgeschickt werden, so dass sie spätestens im August 2010 in Indianapolis eintreffen. Rückporto in gängigen internationalen Währungen ist willkommen. (Dr. Adrian Peterson)

USA: Einen kuriosen nächsten Tagungsort hat sich die US-amerikanische National Association of Shortwave Broadcasters bei ihrer jüngsten Tagung in Hamilton ausgesucht. Vom 13. bis 16. Mai 2011 wird man auf dem Kreuzfahrtschiff Royal Caribbean Majesty of the Seas tagen, das einen Turn von Miami zu den Bahamas macht.
Wie der Organisator Jeff White von WRMI Radio Miami International ausführte, sind die meisten Kreuzfahrtschiffe auch als Tagungsorte ausgestattet und bieten bei selbem Komfort wie Kongresszentren bessere Preise und vieles inklusiv. ”In Miami gibt man allein für die Übernachtung 150 bis 200 USD aus, auf dem Schiff zahlen wir 100 USD pro Person im Doppelzimmer inklusive Mahlzeiten und vielen Bordangeboten. Wir gehen davon aus, dass das attraktive Angebot nicht nur die Delegierten der Kurzwellensender zu einer Reise mit ihren Partnern bewegt, sondern auch viele Kurzwellenfreunde, die wie immer zu der Tagung eingeladen sind.” Weitere Informationen stehen auf www.shortwave.org unter Annual Meeting. (Jeff White 6.6.2010 DXLD)


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