Zu Beginn des 21. Jahrhunderts leben wir in einer Informationsgesellschaft. Unser hauptsächliches Informationsmedium ist das Fernsehen. Die mit hoher Regelmäßigkeit am häufigsten gesehenen Sendungen sind, abgesehen von punktuellen Show- oder Sportereignissen, die Abendnachrichten.
Aber wie kommen Nachrichten zustande? Fühlen wir uns wirklich gut informiert?
Nachrichten sind wie eine Ware. Einige wenige Agenturen sammeln und erzeugen Nachrichten und verkaufen sie weltweit in Bild, Ton und Schrift weiter. Was die Nachrichtenmacher für weniger relevant halten, wird nicht weitergegeben. Dabei ist bei denjenigen, die Nachrichten aufbereiten, meist gar nicht böser Wille im Spiel. Tatsache ist jedoch, dass eine Nachricht, bevor sie uns erreicht, durch viele Hände und eine Reihe von Filtern gegangen ist. Ein weiterer Effekt ist, dass Nachrichten häufig auf eine Schlagzeile reduziert werden.
Wir müssen feststellen, dass wir zu vielen Nachrichten die Hintergründe nicht kennen.
Eine der Möglichkeiten, sich selbst ein eigenes und besseres Bild von den Vorgängen weltweit machen, bietet der internationale Kurzwellenrundfunk. Mit einem einfachen Kurzwellenempfänger können Sender aus fast 100 Ländern direkt empfangen werden. Die meisten Stationen bieten Programme in englischer Sprache an. Außerdem senden rund 20 Stationen in deutscher Sprache, u.a. Radio Japan, RAE Argentinien oder die Stimme Russlands.
Diese Chance, sich selbst an der Quelle zu informieren, sollten Sie sich nicht nehmen lassen. Sie erfahren auf diesem Wege auch Interessantes über Kultur, Land und Leute.
Den Tageszeitungen und Programmzeitschriften können wir Hinweise auf die Programminhalte und Empfangsmöglichkeiten unserer üblichen Fernseh- und Radiosender entnehmen. Aber das Programmschema des BBC World Service finden wir dort im Normalfall ebenso wenig, wie eine Angabe der Frequenz, auf der das deutsche Programm von Radio Kairo zu hören sind. Hier hilft Ihnen die adxb-DL weiter, die ihren Mitgliedern mindestens 12 mal im Jahr die Fachzeitschrift "Radiokurier" bietet, mit aktuellen Hinweisen auf die Empfangsmöglichkeiten solcher internationaler Sender. Viele Stationen ändern mehrmals im Jahr in Anpassung an das sich verändernde Funkwetter ihre Frequenzen. Wir halten Sie mit aktuellen Hörfahrplänen auf dem Laufenden.
* In der Abkürzung DX steht D für Distance (Entfernung) und X für Unknown (unbekannt). Kurzwellenhörer werden auch häufig als DXer bezeichnet.
Kleine, einfache Kurzwellenempfänger sind bereits zu Preisen ab ca. 75 Euro im Handel. Ab etwa 200 Euro erhalten Sie bereits einen Weltempfänger der Mittelklasse, der über einen guten Bedienkomfort (z.B. digitale Frequenzeingabe) verfügt.
Viele Hörer internationaler Rundfunkstationen stehen in brieflichem Kontakt mit den Stationen. Die Auslandsredaktionen freuen sich über Ihre persönliche Meinung zum gehörten Programm und antworten oft in direkten Briefen. Auch die Empfangsqualität der Sendungen über Tausende von Kilometern hinweg interessiert die Stationen. Empfangsberichte von Hörern werden mit "QSL-Karten" bestätigt, die für viele "DXer" ein begehrtes Sammelobjekt sind.